Der Engelsgarten in Barmen blüht auf

10 000 Pflanzen sorgen für Staunen

Von Friedemann Bräuer

Wuppertal „Seit Jahren eine Augenweide und ein Musterbeispiel für gärtnerische Kunst“, schwärmt Barmens Bezirksbürgermeister Hans Hermann Lücke vom Engelsgarten, dieser Oase zwischen Opernhaus und dem Friedrich Engels gewidmeten Historischen Zentrum an der B 7. „Das sucht in Wuppertal seinesgleichen“, ist Lücke voll des Lobes über den attraktiven farbigen Fleck unter majestätischem Baumbestand an der ansonsten durchgehend bebauten Bundesstraße entlang der Wupper.

Verantwortlich ist Christian Arlt, Landschaftsarchitekt und Abteilungsleiter im städtischen Ressort Grünflächen und Forsten, der im Jahr durchgehend dafür sorgt, dass es rund um die Denkmäler von Friedrich Engels und dem aus Carrara gefertigten Kunstwerk des Österreichers Alfred Hrdlitschka („Starke Linke“) grünt und blüht. „Aktuell wurden in den letzten Tagen die Beete mit 8000 Stück Tagetes, Salbei und 2000 Eisbegonien gepflanzt“, erklärt Christian Arlt und ergänzt: „Die Beete zur B 7 sind mit einer Pflanzenmischung aus Dahlien, Verbenen, Anemonen, Lilien, Prachtkerzen, Beifuß und Prachtscharte bepflanzt. Die Pflanzenmischung beinhaltet insgesamt 2400 Stück einjährige Stauden.“

Und weiter: „Das noch freie Hochbeet wird in den nächsten Wochen mit einer Sorte des Beinwell, einer mehrjährigen Staude, bestückt“, so der Gartenexperten, der dabei auch an die Bienen denkt. „Diese Staude gilt als Bienenweide und ergänzt das Blütenangebot für Insekten im Engelsgarten.“

Bronze-Statue von Friedrich Engels ist ein Blickfang

Die Beet-Bepflanzung begann schon im Frühjahr, als die innenliegenden Hochbeete mit Hornveilchen und die Beete zur B 7 mit einer Zwiebelpflanzenmischung verschönert worden waren. Wie viele Besucher der beschauliche Engelsgarten, der früher im Besitz der Industriellenfamilie Engels war, im Jahr zu verzeichnen hat, vermag Christian Arlt nicht zu sagen. „Der Park ist von vielen Seiten zugänglich, und deshalb sind derartige Erhebungen auch kaum möglich.“

Ein Blickfang im 6200 Quadratmeter großen Areal ist die überlebensgroße Bronze-Statue von Friedrich Engels, der am 28. November 1820 geboren wurde. Das vom chinesischen Künstler Zen Chenggang gefertigte Monument ist ein Geschenk der Volksrepublik China an die Stadt Wuppertal, in deren Besitz der Engelspark ist. Unabhängig von der politischen Bedeutung des Engelsgartens finden Besucher des Engels-Hauses hier eine Stätte der Muße und Erholung. Die eindrucksvolle Hrdlitschka-Skulptur symbolisiert mit verschlungenen, gefesselten Körperteilen die Befreiung des Proletariats.

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