Podcast

Das Wuppertal Institut macht Wissenschaft hörbar

Das Wuppertal Institut macht die Forschung jetzt auch hörbar. Archivfoto: Anna Schwartz
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Das Wuppertal Institut macht die Forschung jetzt auch hörbar.

Die Institution am Döppersberg produziert einen Podcast, der jetzt in die zweite Staffel gegangen ist

Von Eike Rüdebusch

Wuppertal. In dieser Woche wird Wissenschaftsminister Andreas Pinkwart mit dem wissenschaftlichen Geschäftsführer des Wuppertal Instituts, Manfred Fischedick, sprechen. Zumindest wird man sie ab dem heutigen Donnerstag hören können. Auf Spotify oder Apple Music. Als Podcast. Denn das Wuppertal Institut arbeitet an seiner Kommunikationsstrategie und stellt sich dabei digitaler auf. Mit mehr Audio- und später auch Videoformaten. Um Wissenschaft hör- und sehbar zu machen.

Die Idee zum Podcast habe es schon länger gegeben, aber sie sei dann als Teil eines geförderten Projektes erstmalig umgesetzt worden, erzählen Meria Meyer, Referentin für Digitale Kommunikation, und Christin Hasken, Leiterin Kommunikation im Wuppertal Institut. Bei dem Projekt ging es um den Bereich „Digitale Transformation“ und dafür wurden direkt sechs Folgen eines Podcasts eingeplant.

Teil einer neuen Strategie der Wissenschaftskommunikation

Das Institut wollte die Chance nutzen, das Projekt Podcast über die geförderte Phase hinaus weiterzuführen. „Wir haben sofort gesagt, wir geben dem Ganzen ein vernünftiges Dach“, sagt Christin Hasken. So hat man dem Kind einen Namen gegeben – „Zukunftswissen fm“ – und ein Konzept erarbeitet.

Die erste Staffel befasst sich mit „Digitalisierung und Nachhaltigkeit“. Und Digitalisierung ist insofern auch für die Macher ein Thema, als auch sie festgestellt haben, dass sie die Kommunikation erweitern wollen. „Wir gehen neue Wege“, sagt Hasken. „Gerade in der Wissenschaft hat es einen extremen Vertrauensverlust gegeben“, erklärt sie. „Dagegen können wir nur etwas tun, wenn wir Fakten so aufbereiten, dass sie die Bürger erreichen“.

Zielgruppe: Alle, die Bedarf an Fakten und Wissen haben

Und so ergibt sich auch die Zielgruppe: Der Podcast soll eigentlich alle erreichen. Und er hat auch das Potenzial für viel Aufmerksamkeit. Denn gerade in Zeiten von Fridays for Future und Corona sei der Bedarf nach Fakten und Wissen größer geworden, sagt Meyer. Und Podcast ist eben ein beliebtes Format. Eine Radiosendung auf Abruf. Bisher haben immerhin etwa 16 000 Menschen zugehört.

Den Podcast produzieren die Mitarbeiter des Wuppertal Instituts selbst. Und mussten sich dabei erst einmal an die Technik und Umsetzung heranarbeiten. Die Episoden werden meist per Videokonferenz und über Handy aufgezeichnet und mit kostenloser Software geschnitten. Die Mitarbeiter der einzelnen Forschungsbereiche suchen sich Gesprächspartner in der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik oder Praxis und treffen sich mit ihnen zum Gespräch. Und so soll es auch klingen.

Die Beteiligten reden über ihr Thema – manchmal mit Moderation. Der Podcast führt den Hörer in ein interessantes, fachliches Gespräch. „Es ist aber eine Gratwanderung, dass die Themen genau so fachlich sind, dass Nicht-Wissenschaftler sie genauso gerne hören wie Wissenschaftler“, sagt Meyer. Hasken ergänzt: Man müsse an manchen Stellen genug Tiefe haben, um auch Fachleute noch abzuholen. Aber man dürfe das Format nicht überfrachten.

In dem Konzept sollen die „Sieben Arenen der Transformation“ – Energie, Verkehr, Industrie, Ernährung, Gebäude, Stadtentwicklung, Wohlstand – in Bezug zu anderen Themen aufgemacht werden. Nach der Reihe zur Digitalisierung, aus der am Ende acht Folgen geworden waren, wird aktuell Klimaschutz thematisiert.

Die Themen sind vielfältig, die am Wuppertal Institut behandelt werden, und deshalb hat man dem Podcast Staffeln gegeben, quasi Kapitel, die ein Thema eben auf mehreren Ebenen behandeln. Und mit mehreren Gästen.

Bei der Digitalisierung war etwa Thomas Birr, E.On Chef für Strategie und Innovation, oder Svenja Schulze, Bundesumweltministerin. In der neuen Staffel kommt – ab heute – NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) zu Wort. Er spricht mit Manfred Fischedick über die Transformation energieintensiver Industrie. Das klingt anspruchsvoll, sei aber sehr gut hörbar. „Pinkwart weiß, wovon er redet, aber er spricht nicht hochgestochen“, verspricht Meyer. Es sollen ja auch möglichst viele Menschen zuhören.

wupperinst.org/aktuelles/podcast

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