Anlaufschwierigkeiten

Neue Fahrradstraße in Wuppertal

In Sozialen Medien wird darüber diskutiert, wie sicher die neue Fahrradstraße ist.
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In Sozialen Medien wird darüber diskutiert, wie sicher die neue Fahrradstraße ist.

Breite und Wegfall von Parkplätzen sorgen weiter für Diskussionen.

Von Anne Palka

Wuppertal. Am Montag gab es einen Unfall an der Fahrradstraße, die seit September Nordbahntrasse und Elberfelder Innenstadt verbindet: An der Kreuzung von Neuer Friedrichstraße und Wiesenstraße stießen am Vormittag eine Radfahrerin und ein Autofahrer zusammen, berichtet Rafael Bringmann von der Wuppertaler Polizei. Sie ermittelt jetzt, wie es genau zu dem Unfall kam. Die Radfahrerin wurde dabei leicht verletzt.

Auch am Tag, an dem die Fahrradstraße offiziell eröffnet wurde, gab es einen Unfall. Ein 60-jähriger Pedelecfahrer wurde beim Zusammenstoß mit einem Auto schwer verletzt. Die Polizei ermittelt zu Abläufen und Ursache. Weitere Unfälle in dem Bereich und in den vergangenen Wochen seien nicht bekannt. In Sozialen Medien wird darüber diskutiert, wie sicher die neue Fahrradstraße ist.

Hinzu kommt eine Diskussion über die Breite und die Parkflächen. Daniel Spittmann berichtet, dass das Ordnungsamt Knöllchen an Fahrzeugen verteilt, die am Straßenrand außerhalb der weiß markierten Felder parken.

Gemeinsame Planungen mit der Interessengemeinschaft

Er interpretiert die Straßenverkehrsordnung so, dass Autos in einer Fahrradstraße nicht schneller als Tempo 30 fahren und Radfahrer nicht behindert oder gefährdet werden dürfen. Das Parken am Fahrbahnrand sei jedoch legitim. Außerdem sei für eine Fahrradstraße eine Fahrbahnbreite von 6,75 Meter nötig, die Friedrichstraße und Neue Friedrichstraße seien jedoch nur fünf Meter breit.

Die Stadt teilte auf Anfrage mit, dass ihr die Beschwerde bekannt sei: „Der Beschwerdeführer erhält unmittelbar von uns eine Antwort“, sagte Sprecherin Martina Eckermann. Am Montag sagte Daniel Spittmann, dass er noch keine Antwort erhalten habe.

Zur Frage, ob die Fahrradstraße rechtlich wirksam sei, sagte Martina Eckermann bereits: „Selbstverständlich wird sie gemäß der Straßenverkehrsordnung und allen weiteren einschlägigen Regelungen geplant und angeordnet.“ Das Ordnungsamt hatte angekündigt, die Straße nach der Fertigstellung vermehrt und anschließend turnusmäßig zu kontrollieren.

Zu den Diskussionen, die sich rund um die neue Beschilderung der Straße entwickeln, sagt Christoph Grothe von der Interessengemeinschaft Fahrradstadt: „Das sind Anlaufschwierigkeiten, danach wird es super.“ Die Mitglieder seien in den Gestaltungsprozess eingebunden gewesen und sähen in der direkten Verbindung zwischen Trasse und Innenstadt große Chancen. „Das ist eigentlich das größte Projekt in Sachen Fahrrad, das seit langer Zeit gekommen ist.“ Zuletzt gab die Stadt die Ausgaben mit 500 00 Euro plus 300 000 Euro Mehrkosten an, mitunter verursacht durch Auflagen des Denkmalschutzes und historisches Pflaster.

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