Arbeiten für Wiedereröffnung laufen

Das Cinemaxx bekennt sich zu Wuppertal

Das Wuppertaler Cinemaxx wurde durch das Hochwasser im Juli beschädigt.
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Das Wuppertaler Cinemaxx wurde durch das Hochwasser im Juli beschädigt.

Wuppertal. Kein Verkauf des Gebäudes an der Kluse geplant.

Von Jonas Meister

Wie steht es um die Zukunft des Cinemaxx? Bei der Wupperflut im Juli 2021 wurde auch das Großkino an der Kluse überflutet. Ähnlich wie im Opernhaus in Barmen, lief auch in diesem Gebäude das gesamte Kellergeschoss voll. Davon waren auch mehrere Kinosäle sowie die Technikzentrale betroffen.

Insgesamt war das Technische Hilfswerk (THW) mehr als 30 Stunden lang im Einsatz, um 25 Millionen Liter Schmutzwasser aus dem Gebäude zu pumpen. Für die nötigen Sanierungsarbeiten wurde Wuppertals größtes Kino umgehend geschlossen. Ein Zustand, der heute, fast neun Monate später, weiter anhält. Vielen Beobachtern stellte sich deshalb mit der Zeit die Frage, ob das Cinemaxx seine Tore im Wupperbogen überhaupt je wieder öffnen würde. So wurde teilweise sogar über einen Verkauf des Gebäudes in direkter Nachbarschaft des Schauspielhauses spekuliert.

Doch genau dabei soll es aus Sicht des Betreibers, der Hamburger Cinemaxx Entertainment GmbH, auch bleiben. Aktuell könne zwar immer noch kein „zeitlicher Horizont für die Wiedereröffnung unseres Kinos genannt“ werden: „Wir können aber allen Kinofans in Wuppertal versichern, dass wir gemeinsam mit dem Gebäudeeigentümer und allen anderen Partnern mit Hochdruck auf eine Wiedereröffnung hinarbeiten“, teilte Cinemaxx-Sprecherin Ingrid Breul-Husar auf Anfrage mit. Ein Zeichen, dass es an der Kluse jetzt Fortschritte gibt, könnte zumindest die Tatsache sein, dass der Sichtschutz an dem Bauzaun verschwand.

Falls die Betreiber tatsächlich geplant hätten, das Großkino nicht mehr zu öffnen, wäre das aus Sicht des Elberfelder Bezirksbürgermeisters Thomas Kring (SPD) auch ein schwerer Schlag für die gesamte Stadt gewesen: „Gerade stadtentwicklungstechnisch wäre ein Rückzug dramatisch gewesen. Denn in einer Stadt wie Wuppertal mit einem guten Einzugsgebiet wären zwei Programmkinos einfach zu wenig gewesen.“ Der Standort des Cinemaxx ist „in Kombination mit dem geplanten Pina-Bausch-Zentrum eine ideale Kulturinsel“, so Kring.

In den letzten Monaten beobachtet auch die Wuppertaler Stadtspitze die Entwicklungen rund um das Cinemaxx ganz genau: „Über das Stadium der Gerüchte ging es hier aber nicht hinaus“, erklärte der zuständige Kulturdezernent Matthias Nocke. Für den Fall, dass der Eigentümer des Gebäudes tatsächlich einen Verkauf erwägen würde, habe die Stadt nach seiner Aussage ein Vorkaufsrecht: „Falls das Objekt jemals auf den Markt kommen sollte, würden wir uns auch damit beschäftigen, ja.“

Wie schwer die Schäden in den drei von insgesamt neun überfluteten Kinosälen des Großkinos waren, kann sich der Betreiber des jetzt vorerst geschlossenen Rex und des Cinema, Mustafa El Mesaoudi, gut vorstellen: „Es ist davon auszugehen, dass gerade die Technik komplett zerstört wurde. Dazu dürfte sich Schimmel gebildet haben, der auch die Bausubstanz an sich angreifen kann.“

Er persönlich freut sich übrigens über den Verbleib des Cinemaxx: „Wuppertal braucht dieses Kino, alles andere wäre eine Katastrophe.“ Man habe in letzter Zeit zwar Blockbuster wie den neuen Spiderman-Film oder James Bond gezeigt, weil laut El Mesaoudi die Nachfrage da war. Das Profil seiner Programmkinos will er aber auch in Zukunft weiter schärfen.

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