Barmen

Commerzbank ist komplett verhüllt

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Wirkt fast wie Verpackungskunst: Die historische Fassade der Commerzbank ist derzeit nicht zu sehen. 

WUPPERTAL Fassade des früheren Barmer Bank-Vereins muss überarbeitet werden. Das Wuppertaler Haus hat eine lange Geschichte.

Von Nadine Wehr und Markus Wessels

Wer in letzter Zeit einen Spaziergang am Alten Markt in Wuppertal-Barmen gemacht hat, dem ist sicherlich aufgefallen, dass von dem Commerzbank- Gebäude am Fischertal im Moment nichts mehr zu sehen ist. Das alte Gebäude ist komplett eingerüstet und durch eine riesige Plane unkenntlich gemacht worden.

Grund für diese Einrüstung seien Fassadenschäden, so Matthias Kretschmer, Pressesprecher der Commerzbank Ruhrgebiet/Bergisches Land: „Die Natursteinfassade des knapp 150 Jahre alten Gebäudes hat bereits viel mitgemacht. Das ehemalige Gebäude des Barmer Bank-Vereins wurde 1943 im Zweiten Weltkrieg bei einem Luftangriff schwer beschädigt. Auch in den letzten Jahren beeinträchtigten Frost, Sonne und Regen das Erscheinungsbild.“ Daher wurden Arbeiten an dem Haus fällig. Fugen sollen saniert und Risse geschlossen werden.

Mit Hilfe eines Niederdruckreinigers sollen besonders die Fassade und die Sandsteinverkleidung gereinigt werden. Grundsätzlich bleibt die äußere Erscheinung erhalten, nur die Schäden der vergangenen Jahre werden behoben, erklärt Kretschmer. Für Kunden sollen keine Einschränkungen entstehen. Der Zugang zur Filiale bleibt zu erreichen und die Sanierungsarbeiten beeinträchtigen auch nicht die Fußgänger vor dem Haus der Commerzbank.

„Die Plane soll die Bürger vor Dreck und Wasserspritzern schützen.“
Matthias Kretschmer, Commerzbank-Sprecher

„An der Hauptstraße am Alten Markt ist viel Verkehr und die Plane soll die Bürger vor Dreck und Wasserspritzern schützen, die bei den Reinigungsarbeiten der Fassade auftreten könnten“, versichert der Commerzbank- Sprecher. „Die Umbauten sind einfach notwendig und alle Schäden sollen bis Mitte September behoben sowie die Sanierungsarbeiten erfolgreich abgeschlossen sein.“ Wie hoch die Kosten für die Arbeiten sind, hat Kretschmer nicht beziffert.

BARMER BANKVEREIN

GESCHICHTE Der Bankverein wurde als „Barmer Bank-Verein Hinsberg, Fischer & Co.“ am 1. Juli 1867 gegründet. Er war Nachfolger des Bankhauses Gebrüder Fischer, das zahlungsunfähig geworden war.

ERSATZ Um für Ersatz zu sorgen, kam Fischer mit Hilfe des Barmer Oberbürgermeisters August Bredt mit dem Bankier Mathias Hinsberg zusammen. Die konstituierende Sitzung fand in der Gesellschaft Concordia statt. Erster Standort war Neuenwegstraße 62.

Das Haus hat eine lange Geschichte. 1874 wurde das Gebäude in Barmen nach Entwürfen des Kölner Architekten Hermann Otto Pflaume auf dem ehemaligen Theatergrundstück in Barmen gebaut. Im selben Jahr ist der Barmer Bankverein in den Neubau eingezogen. Die Commerzbank errichtete im Jahre 1921 eine Filiale in Barmen im Fischertal 1 und zog nach Zusammenschluss der Banken in die Nachbar-Räumlichkeiten im Fischertal 4 ein, wo die Filiale auch 2018 noch ihren Sitz hat.

In Wuppertal gibt es fünf Commerzbank-Filialien. In Barmen, Elberfeld, Ronsdorf, Vohwinkel und Cronenberg ist die Großbank jeweils vertreten.

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