CDU: Interner Zoff um die OB-Kandidatur

„Vetternwirtschaft“: Junge Union stellt sich gegen Reul-Nocke.

Wuppertal. Die Kandidatensuchen der CDU Wuppertal droht zum Politikum zu werden. Im Mittelpunkt dabei steht Barbara Reul-Nocke, derzeit Beigeordnete der Stadt Remscheid. Ihr Name war als potenzielle Oberbürgermeister-Kandidatin gefallen. Und zwar kurz nachdem sich die CDU-Kreisversammlung gegen Uwe Schneidewind ausgesprochen hatte – die Grünen hatten den Direktor des renommierten Wuppertal-Institutes als gemeinsamen Kandidaten vorgeschlagen.

Jetzt spricht sich die Junge Union (JU) Wuppertal ausdrücklich für Uwe Schneidewind aus. Damit stellt sich die CDU-Nachwuchsorganisation gegen ihre Mutterpartei. In einem offenen Brief von JU-Geschäftsführer Justin Roth heißt es: „Wir sind überzeugt, dass Prof. Schneidewind für Wuppertal ein Gewinn wäre, ist er doch ein Visionär, Quer- und Vordenker, ein geschätzter Berater, Gesprächspartner und anerkannter Wissenschaftler.“ Man sei sich sicher, dass Schneidewind besonders junge Wähler überzeugen könne.

Die vorgeschlagene CDU-Kandidatin lehnt die junge Organisation ab: „Für uns ist Barbara Reul-Nocke mit absoluter Sicherheit keine adäquate Alternative, trotz ihrer gesammelten Verwaltungserfahrung. Schnell wird besonders durch das Verhältnis zwischen Frau Reul-Nocke und unserem Kreisvorsitzenden das Wort ,Vetternwirtschaft‘ laut.“ Reul-Nocke ist die Ehefrau von Wuppertals CDU-Chef Matthias Nocke.

Nun erwarte die JU, dass die CDU zeitnah prüft, wie eine Rückkehr zum Kandidaten Uwe Schneidewind möglich ist. „Wir sind sicher, dass die Ablösung des bisherigen Oberbürgermeisters nur im Kernbündnis mit den Grünen funktionieren kann.“ red

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