Bürgerbeteiligung kommendes Jahr

Bundesgartenschau 2031: Komitee besichtigt Areale

Kommt die Buga nach Wuppertal oder nicht? Die Stadt will sich bewerben, einige Bürger wehren sich. Symbolfoto: Martin Schutt/dpa
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Kommt die Buga nach Wuppertal oder nicht? Die Stadt will sich bewerben, einige Bürger wehren sich.

Wuppertal. Die Stadt geht den nächsten Schritt in Richtung Buga 2031: Am 24. August will sie die Bewerbung offiziell an die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft übergeben.

Von Anne Palka

„An diesem Tag wird es eine Begehung einer Delegation über die Areale geben“, sagt Stadtsprecherin Martina Eckermann. Das bezieht sich auf die Areale, die Teil der Machbarkeitsstudie sind: Tesche in Vohwinkel, Königs- und Kaiserhöhe, die durch eine Hängebrücke miteinander verbunden werden könnten, und das Zooviertel. An dem Abend, ab 18.30 Uhr, überreicht die Stadt offiziell die Bewerbungsunterlagen an die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft. „Danach gibt es eine letzte Prüfphase, wir rechnen mit einer Entscheidung in zwei, drei Wochen“, sagt Eckermann. Die Unterlagen bestünden im Wesentlichen aus der Machbarkeitsstudie, ergänzt durch ein Anschreiben des Oberbürgermeisters Uwe Schneidewind, in dem er die Ideen betont, die in der Studie noch nicht enthalten sind – zum Beispiel das „Buga-Plus“-Konzept eines Radwegerings.

Der 24. August sei „ein schönes Datum, weil jetzt alles seinen offiziellen Gang geht, die Bewerbung zu manifestieren“, sagt Holger Bramsiepe, Vorsitzender des Buga-Fördervereins. Der Förderverein werde den ganzen Prozess der nächsten neun Jahre begleiten. Er habe seine Rolle darin gefunden, an der Vernetzung mitzuwirken. „Wir sind mit den Akteuren im Austausch, spinnen die Gedanken weiter“, sagt Bramsiepe.

Der Förderverein hat auf seiner Internetseite einen Ideenspeicher eingerichtet, der auch in die offizielle Bürgerbeteiligung der Stadt einfließen soll. Diese Bürgerbeteiligung könne voraussichtlich Ende 2023 beginnen, sagt Martina Eckermann. „Noch ist das gar nicht möglich. Wir müssen bestimmte Vorstellungen haben, die wir in die Diskussion bringen, damit es konstruktive Prozesse gibt und nicht alles wieder bei Null startet.“ Deshalb seien konkrete Fragestellungen nötig. Das städtische Team Bürgerbeteiligung arbeite an einem ersten Konzept für geeignete Formate. „Wird es eine Themenwerkstatt, eine Online-Beteiligung oder ein Bürgerrat? Da gibt es zahlreiche Instrumente.“

Einen Bürgerrat wünscht sich die Initiative „Buga – so nicht“. Sie hatte das Bürgerbegehren gegen die Bewerbung initiiert, auf das der Bürgerentscheid mit Stichtag 29. Mai folgte. 51,8 Prozent der Briefwähler wollten die Buga-Bewerbung, die Wahlbeteiligung lag bei 35,6 Prozent.

Die Initiative hat am 21. Juni einen Bürgerantrag an Oberbürgermeister Uwe Schneidewind und die Ratsfraktionen gesendet. „Wir beantragen darin, die Einrichtung eines gelosten und ständigen Bürgerrats für die Buga 2031 einzusetzen“, heißt es in einer Pressemitteilung.

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