Risiken

Buga-Probleme in Rostock – Gelassenheit in Wuppertal

Die Bundesgartenschau soll 2025 in Rostock und 2031 in Wuppertal stattfinden. Archivfoto: dpa/Martin Schutt
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Die Bundesgartenschau soll 2025 in Rostock und 2031 in Wuppertal stattfinden.

Das Projekt an der Ostsee 2025 gerät unter Druck – das macht auch Risiken für Wuppertal deutlich.

Von Jonas Meister

Wuppertal. Das Urteil, das in den letzten Tagen über die Planer der Bundesgartenschau (Buga) in Rostock 2025 gefällt wurde, ist vernichtend. So hatte eine Risikoanalyse vor einigen Tagen ergeben, dass die Kosten für das Projekt an der Ostsee mittlerweile fast um ein Drittel auf über 190 Millionen Euro gestiegen sind. Dazu soll es auch Planungsrückstände geben. Entwicklungen, die vorerst keine konkreten Auswirkungen auf eine mögliche Buga 2031 in Wuppertal haben.

„Am Beispiel Rostock wird in diesem Fall erneut deutlich, das diese Art Projekt immer auch Risiken birgt, gerade finanziell. Trotzdem sollte uns das nicht zu voreiligen Schlüssen führen. Denn wenn man bei der Planung einer solchen Großveranstaltung immer mit der Sorge daran geht, dass etwas schief gehen könnte, dann funktioniert am Ende gar nichts mehr in dieser Richtung“, gab Oberbürgermeister Uwe Scheidewind zu bedenken.

Aus den Problemen in Rostock lernen

Im Zuge der eigenen Buga-Planung schaue man sich die Probleme an der Ostsee und deren Wurzeln genau an, dazu werde es entsprechende Risikoanalysen geben. Ansonsten bleibt Schneidewind gelassen: „An unserem Weg ändert sich aktuell nichts. Wir werden aber definitiv Lehren aus den Vorgängen in Rostock ziehen.“

Ein Ansatz, den auch Stefan Härder von der Bürgerinitiative „Buga – so nicht“ so einfordert: „Es bestärkt uns in unserer Ansicht, den Optimismus vonseiten der Stadt nicht überschäumen zu lassen und neben den oft kommunizierten Chancen auch offen über die Risiken zu sprechen.“ Dass es genau diese gibt, ist für Uwe Schneidewind und Holger Bramsiepe, dem 1. Vorsitzenden des Wuppertaler Buga-Fördervereins, nach eigener Aussage vollkommen klar. „Die Abwägung von Risiken gehört zum agilen Projektmanagement, mit dem jeder Unternehmer tagtäglich seine Projekte plant“, so Bramsiepe.

Vor voreiligen Schlüssen warnt der Vorsitzende des Buga-Fördervereins daher: „Wenn wir jetzt alles infrage stellen würden, dann wäre das so wie im Fall eines Wohnhauses, das nicht planmäßig fertiggestellt wird und man daraus dann die Konsequenz zieht, nun gar keine Wohnhäuser mehr zu bauen. Viel mehr zeigt das Beispiel Rostock erneut, dass sich die Zukunft solcher Veranstaltungen schlicht nicht bis ins letzte Detail voraussagen lässt.“

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