Bühnen: Wenig Zeit für die Rettung

Bis Sommer muss Lösung her. Geldspritze reicht nicht.

Wuppertal. Zur Finanzkrise der Wuppertaler Bühnen hatte die FDP-Fraktion für die Ratssitzung am Montag eine aktuelle halbe Stunde in der Sitzung des Wuppertaler Stadtrates beantragt. Die Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit ließ keine ausschweifenden Diskussionen zu, aber die 30 Minuten reichten aus, um den Zuhörern im Ratssaal den Ernst der Lage zu verdeutlichen.

So sprachen sich Oberbürgermeister Mucke und Stadtdirektor Johannes Slawig erneut für den Erhalt der drei Sparten der Bühnen aus, kündigten aber an, dass der Rat spätestens bis zum Mai zu einer Sondersitzung zusammenkommen müsse, um Beschlüsse zur Rettung der Bühnen zu fassen.

Mit einer Finanzspritze allein sei es nicht getan, zuvor müssten die Ursachen für die hohen Fehlbeträge ermittelt und eine Fehlerkorrektur vorgenommen werden. Die Zeit drängt, weil aufgrund der unerwarteten Verluste in Höhe von rund 750 000 Euro innerhalb von zwei Spielzeiten das Eigenkapital im Juni bis auf 67 000 Euro aufgebraucht sein wird. Das bedeute zum Beispiel, dass die Bühnen für die kommende Saison weder Verträge verlängern noch Mitarbeiter einstellen könnten.

Damit die Bühnen in den kommenden Monaten handlungsfähig bleiben, soll Geschäftsführer Daniel Siekhaus vorübergehend aus der Haftung genommen werden. Stadtdirektor Johannes Slawig bestätigte den Verdacht der FDP, dass die Budgetierung der künstlerischen Bereiche nicht im Wirtschaftsplan berücksichtigt worden ist. Eigentlich hätte das Eigenkapital bis 2022 reichen sollen, nun müsse schnellstens gehandelt werden, sonst sei die Fortsetzung der Gesellschaft über den Sommer hinaus nicht gesichert. ab

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