ISG braucht Zeit und Geld

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Nikolai Espenschied (M.) und Florian Launus (r.) von der ISG machten mit Redakteur Manuel Praest (l.) einen Rundgang durch die City. Foto: Andreas Fischer

Von freiem W-Lan bis zum Hausmeister: Eigentümer wollen die Poststraße wieder erlebbar machen.

Von Manuel Praest

Wuppertal. Dass in der Poststraße in Elberfeld zur Mittagszeit nichts los ist, kann niemand behaupten. Sogar ziemlich voll ist es beim Spaziergang mit Nikolai Espenschied, dem neuen Geschäftsführer der Immobilien- und Standortgemeinschaft Poststraße/Alte Freiheit durch die Fußgängerzone. Auch Leerstände sind die Ausnahme. „Die sind seltener geworden“, bestätigt Espenschied. Doch er weiß: Belebt heißt nicht unbedingt beliebt. Lebendig sei es in der City, aber das, was da ist, wecke keine Neugier.

Espenschied, der seit 25 Jahren aber in Wuppertal lebt, hat die Entwicklung der Poststraße über die Jahre natürlich verfolgt. Dass sich etwas tun muss, sei allen klar. Der Schritt, eine ISG zu gründen, sei deshalb als erster wichtiger Punkt zu sehen. 35 Eigentümer sind dabei, der Großteil auch gerne, betont der Geschäftsführer. Eine Million Euro stehen der ISG nun zur Verfügung. Das hört sich nach erstmal gar nicht so wenig an, relativiert sich aber, wenn man sieht, was für Aufgaben die ISG vor der Brust hat.

„Ein Bündel kleiner und großer Maßnahmen“ hat es Florian Launus, zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, zusammengefasst, mit den Schlagworten „Attraktiver — schöner — sauberer“.

Frei zugängliches, öffentliches W-Lan, ein Selfie-Punkt, ein neues Lichtkonzept — Ideen gibt es schon einige. Wer in andere Städte oder auch nur rüber nach Barmen guckt, sieht möglicherweise Vorbilder. Der Werth hat zum Beispiel mit Paul Decker bereits seinen Hausmeister. Ein Modell für die Poststraße. Natürlich tausche man sich aus, sagt Espenschied, etwa mit der ISG Barmen-Werth, die mittlerweile in ihrer zweiten Laufzeit von fünf Jahren steht, oder mit der ISG Ohligs in Solingen. Nicht immer seien die Voraussetzungen vergleichbar, aber man könne mitunter lernen.

„Aufenthaltsqualität“ ist dabei noch so ein Begriff, der immer wieder fällt.

Abeler kündigt Renovierung seiner Immobilie an

Zum Beispiel von Katrin Becker, Center-Managerin der City Arkaden. Positiv dürfte deshalb die Nachricht ankommen, dass sich am Abeler-Haus etwas ändern soll. Eigentümer Henrick Abeler, der mit seinem Geschäft bekanntlich an den Neumarkt zog und damit eine traurige Lücke in der Poststraße hinterließ, hat angekündigt, dass er seine Immobilie mit Blick auf neue Mieter renovieren wird. Auch das Glockenspiel soll erhalten bleiben. Insgesamt, so das Ziel der ISG, solle die Poststraße wieder „modischer“ werden. Sowohl junge als auch ältere Leute sollten sich wohlfühlen. Wenn man vom Ist-Zustand ausgeht, keine leichte Aufgabe.

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