Neuer Platz

Bergische Uni zieht in das Teijin-Hochhaus

Die Bergische Universität bezieht ein Stockwerk im Teijin-Hochhaus.
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Die Bergische Universität bezieht ein Stockwerk im Teijin-Hochhaus. 

Wuppertal. Graduiertenkolleg will ab Wintersemester das sechste Stockwerk nutzen. Der Campus Grifflenberg platzt aus allen Nähten.

Von Johanna Christoph

Das Glanzstoff-Hochhaus, auch bekannt als Teijin-Hochhaus, schmückt bereits seit mehr als 60 Jahren das Elberfelder Stadtbild. In der Zeit seit der Erbauung hat das denkmalgeschützte Gebäude schon viele Veränderungen erlebt – es ist mit seinen rund 55 Metern Höhe jedoch nach dem Sparkassenturm noch immer das höchste Gebäude der Stadt.

Voraussichtlich ab dem 1. Oktober dieses Jahres, noch vor Beginn des Wintersemesters, soll dort das Graduiertenkolleg des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT) der Bergischen Universität einziehen. Es soll ab dem kommenden Herbst das gesamte sechste Stockwerk nutzen, so Volker Remmert, Professor am IZWT. „Es ist kein Geheimnis, dass der Campus Grifflenberg aus allen Nähten platzt“, erzählt Remmert.

Nachdem das IZWT das Graduiertenkolleg bewilligt bekommen hatte, wurde nach passenden Räumen gesucht. Diese wurden im Teijin-Gebäude gefunden. So sollen zum Herbst sechs Promovierende die Büroräume beziehen, weitere sollen folgen, sagt Remmert.

Am Campus Grifflenberg werde weiter unterricht, somit ziehen nur die Promovierenden und jene, die nicht unterrichten, ins Teijin-Gebäude. Hinsichtlich der räumlichen Distanz zum Campus Grifflenberg habe er jedoch „keine großen Bauchschmerzen“, sagt er.

Das IZWT betreibt und unterstützt Forschungsprojekte in den Bereichen Wissenschaftsgeschichte, Wissenschaftsphilosophie und der Wissenschaftssoziologie. In der Zusammenarbeit von Geschichte, Philosophie und Soziologie stehen die Entwicklung und Struktur von Wissenschaft und Technik im Fokus. Das Zentrum pflegt die interdisziplinäre Arbeit zwischen den Geistes-, Natur- und Technikwissenschaften sowie der Mathematik.

.„Es war ein großer Wunsch, beim IZWT zusammenhängende Räume zu bekommen“, sagt Remmert. „Da nehmen wir den kleinen Schönheitsfehler in Kauf, dass es in Elberfeld ist.“ Zwar bringe es logistische Schwierigkeiten mit, die aber lösbar seien, sagt er. Zurzeit würden die Räume noch renoviert. Wenn das abgeschlossen ist, soll es eine offizielle Eröffnungsfeier geben. Jedoch sei aktuell noch nicht klar, ob das Mobiliar rechtzeitig ankommen wird. Die Lieferzeiten seien derzeit sehr lang. Gegenwärtig seien die Büroräume noch leer. Das Glanzstoff-Hochhaus an der Kasinostraße in Elberfeld, stammend aus der Feder des deutschen Architekten Hanns Dustmann (1902 bis 1979) wurde 1954 begonnen und 1958 fertiggestellt.

Das Gebäude war das neue Verwaltungshaus des Chemiefaserherstellers Vereinigte Glanzstoff-Fabriken AG, dessen Sitz in Wuppertal war. Mittlerweile mietet der japanische Chemiekonzern Teijin Teile des Komplexes und hat seinen Schriftzug anbringen lassen, der auch heute noch die Fassade schmückt. Die rund 26 000 Quadratmeter Nutzfläche wird unter anderem von Anwaltskanzleien, EDV-Firmen oder auch als Schulungscenter genutzt.

Der Einzug ins Teijin-Hochhaus ist nicht die einzige räumliche Änderung, die es an der Bergischen Universität gibt. So sollen rund 30 wissenschaftliche Mitarbeiter des Instituts für Psychologie in die Rathaus-Galerie ziehen und mit rund 600 Studierenden die etwa 6000 Quadratmeter große Fläche nutzen.

Darüber hinaus sollen auch Labore realisiert werden. Zudem ziehen zwei Hochschulambulanzen vom Campus Grifflenberg in die Rathaus-Galerie: eine für Kinder und Jugendliche und eine für Erwachsene. Darüber hinaus ist geplant, dass die Universität ab 2025 Räume in der ehemaligen Bahndirektion Döppersberg nutzt. Die Fläche soll dann für Bildungsforschung verwendet werden.

Campus

Die Bergische Universität ist nicht nur auf ihren Campus am Grifflenberg, Friedrichsberg und Haspel zu finden, sondern auch in vielen anderen Räumen im Stadtgebiet.

www.uni-wuppertal.de

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