Wettbewerb

Mehr als 115.000 Besucher beim Solar Decathlon Europe

Die Teilnehmer beim Spatenstich. Die Zuschauerresonanz war groß.
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Die Teilnehmer beim Spatenstich. Die Zuschauerresonanz war groß.

Wuppertal. Veranstalter der Bergischen Universität ziehen eine positive Bilanz.

Von Johanna Christoph

Beim Solar Decathlon Europe in Wuppertal haben die internationalen Hochschulteams gezeigt, wie Städte nachhaltig, ressourcenschonend und sozial verträglich gestaltet werden können. Mit mehr als 115.000 Besuchern in 16 Tagen ziehen die Veranstalter von der Bergischen Universität Wuppertal eine positive Bilanz.

„Ich persönlich hatte mir 50.000 erhofft, daher war ich glücklich, dass es so viele waren“, sagt Karsten Voss von der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen an der Bergischen Uni und fachlicher Leiter des Wettbewerbs. „Die jungen Studierenden mit ihrer positiven Ausstrahlung waren fantastisch. Wuppertal und unsere Universität als Gastgeberin konnten sich von ihrer besten Seite zeigen. Wir sind sehr stolz, mit dem Solar Decathlon konkrete Maßnahmen zur Klimarettung erlebbar gemacht zu haben“, sagt Lambert T. Koch, Rektor der Bergischen Universität Wuppertal, in einer Mitteilung.

So konnten die Studierenden aus drei Aufgabenstellungen wählen. So ging es entweder um die Aufstockung eines Hauses, um die Schließung von Baulücken oder um die Sanierung eines Gebäudes. Die Integration von Solaranlagen in die Gebäudetechnik und in die Architektur zeigte sich dabei auf einem besonders hohen Niveau, heißt es weiter von der Bergischen Uni. Insgesamt spiegelte die hohe Qualität der Gebäude den Geist der Teams wieder. „Was mir persönlich aufgefallen ist, ist, dass mehr Teams da waren, die gewinnen wollten“, so Voss weiter. Damit unterschied sich diese Ausgabe des Solar Decathlon von vorherigen, wo es Teams bereits genügte, dabei zu sein.

Acht erbaute Häuser bleiben an Ort und Stelle

Von den 16 erbauten Häusern am Mirker Bahnhof bleiben acht an Ort und Stelle stehen. Die anderen acht Solarhäuser sollen abgebaut werden. „Aktuell sind die ersten beiden Häuser schon verschwunden. Das sind Eindhoven und Stuttgart“, berichtet Voss. Die anderen Häuser im hinteren Bereich des Solar Campus´ stehen also noch. Die Studierenden seien da noch in der Phase der Lösungsfindung, so der fachliche Leiter des Wettbewerbs weiter.

So würden einige Teams noch auf Baugenehmigungen warten, um ihre Häuser an dem zukünftigen Ort wieder aufzubauen, andere stehen vor Herausforderungen hinsichtlich des Transports. Der Hafen von Odessa in der Ukraine sei gesperrt, daher kann etwa das Team „EFdeN“ der Universität für Architektur und Stadtplanung aus Bukarest, Rumänien, sein Haus noch nicht verschiffen.

Doch ist Voss guter Dinge, dass die Hochschulteams passende Lösungen für ihre Häuser finden werden. „Da ist kein Investor, der denen im Nacken sitzt“, sagt er. Da das Areal der Utopiastadt gGmbH gehöre und kein Baugebiet sei, hätten die Teams auch keinen Druck, zeitnah ihre Häuser abzubauen. „Wenn man Pech hat, fällt man in ein Sommerloch“, so Voss. Da könnte der Prozess auch bis zum Herbst dauern. Das würde aber insgesamt keine Schwierigkeiten bereiten.

Für alle Solargebäude am Mirker Bahnhof stehen Wettbewerbsergebnisse, umfangreiche Fachinformationen und ein interaktiver 3D-Rundgang online zur Verfügung. Ab dem kommenden Herbst können die acht Häuser im vorderen Bereich des Solar Campus´ als Teil des Nachfolgeprojektes Living Lab NRW in Wuppertal besichtigt werden.

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