Bergische Sonne bleibt vorerst kalt

WUPPERTAL Stadtwerke nehmen Freizeitbad von den Netzen für Gas, Strom und Fernwärme. Ausstände im oberen fünfstelligen Bereich.

Von Stefan Melneczuk

Wer gestern früh in der Bergischen Sonne schwimmen gehen wollte, hatte keinen Erfolg - das Spaßbad blieb geschlossen. Hintergrund ist eine Versorgungssperre, die die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) am Dienstagmorgen mit sofortiger Wirkung verhängt haben: Demnach wird die Anlage bis auf Weiteres nicht mehr mit Gas, Strom und Fernwärme beliefert, wie WSW-Sprecher Holger Stephan auf Nachfrage unserer Zeitung mitteilt.

Monatelang habe man versucht, diesen Schritt zu umgehen“, erklärt Stephan. „Jetzt mussten wir aus wirtschaftlicher Sicht die Reißleine ziehen und die Versorgung einstellen.“ Dabei geht es offensichtlich um viel Geld: Den Zahlungsrückstand des Badbetreibers beziffern die WSW auf einen „fünfstelligen Betrag im oberen Bereich“. Wiederholt habe man mit Blick auf die ausstehenden Zahlungen die drohende Versorgungssperre schriftlich angekündigt - aber keine Antwort erhalten. „So blieb uns jetzt nichts anderes mehr übrig.“ Eine Einrichtung wie die Bergische Sonne vom Netz zu nehmen, falle naturgemäß nicht leicht.

Bad-Geschäftsleitung wies bislang wirtschaftliche Probleme von sich

Entsprechend sauer war gestern die Kundschaft, die unverrichteter Dinge wieder den Heimweg antreten musste. Auch besorgte Abo-Kunden meldeten sich bei unserer Zeitung.

Noch Ende Oktober hat die Geschäftsführung des Spaßbads Meldungen über wirtschaftliche Probleme und einen eingeschränkten Betrieb auf Nachfrage strikt zurückgewiesen. Das Jahr 2009 laufe wirtschaftlich sogar besonders gut.

Eine Stellungnahme des Badbetreibers war gestern weder telefonisch noch schriftlich zu erhalten. Per Aushang am Bad war unterdessen von einem technischen Defekt die Rede.

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