Früheres Freizeitbad

Bergische Sonne: Der Abriss kostet mehr als eine Million Euro

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In jüngster Vergangenheit hatte es bereits einige Vorfälle von Vandalismus und Hausfriedensbruch in der städtischen Immobilie gegeben.

WUPPERTAL Dem Brand im früheren Wuppertaler Freizeitbad sind Polizeieinsätze in den vergangenen Wochen vorausgegangen.

An drei Stellen brachen in der Nacht zum Mittwoch in dem seit 2012 geschlossenen Freizeitbad Bergische Sonne auf Lichtscheid Feuer aus. Eine Sauna brannte, aber die Feuerwehrmänner entdeckten zwei davon unabhängige kleinere Brandherde in dem Gebäude. Die Polizei ermittelt daher wegen des Verdachts auf Brandstiftung.

Zumal es in jüngster Vergangenheit bereits einige Vorfälle von Vandalismus und Hausfriedensbruch in der städtischen Immobilie gegeben hat, die offensichtlich eine große Anziehungskraft besonders auf Kinder und Jugendliche ausübt. Die Eindringlinge lassen sich von Sperrzäunen und Absperrgittern nicht aufhalten. Nach Aussage von Stadtdirektor Johannes Slawig ist frühestens 2020 mit dem Abriss des Freizeitbades zu rechnen. Die Stadt will das Grundstück nach dem Abriss des Gebäudes als Gewerbefläche vermarkten.

„Die Polizei sucht weiterhin Zeugen, die in der Nacht zum Mittwoch oder bereits am Dienstagabend etwas Verdächtiges bemerkt haben. Bis zum Ausbruch des Feuers hat es möglicherweise ein paar Stunden gedauert“, sagt Polizeisprecher Stefan Weiand. Einsätze auf dem Gelände der Bergischen Sonne standen für die Polizei zuletzt fast schon auf der Tagesordnung. Am 5. April hielten sich Kinder und Jugendliche in dem früheren Freizeitbad auf. Passanten hatten die Polizei alarmiert, weil sie Gebrüll und das Geräusch von klirrenden Scheiben gehört hatten. Weitere Polizeieinsätze gab es am 15. März und 21. März aus ähnlichem Anlass. „Auch im vergangenen Jahr wurden dort immer wieder einmal Eindringlinge bemerkt“, sagt Polizeihauptkommissar Weiand.

Bis Sommer soll dem Stadtrat ein entsprechender Beschluss zur Abstimmung vorgelegt werden. Stimmt der Stadtrat zu, soll im zweiten Halbjahr die Ausschreibung und Vergabe der Abrissarbeiten folgen“, sagt Johannes Slawig. Nach einer eingehenden Prüfung durch Baufachleute geht Slawig von Kosten von mehr als einer Million Euro aus. Das ist mehr als eine Verdoppelung der ursprünglich veranschlagten Summe. ab

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