Baumaßnahmen

Baustellen bremsen weiter am Hahnerberg

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Viele Pendler kennen das: Stau in Cronenberg. Auch im Jahr 2020 wird im Bereich Hahnerberg und Cronenberg noch weitergebuddelt. 

WUPPERTAL Die Wuppertaler Stadtwerke sind auf den Höhen noch lange nicht fertig. Bauarbeiter sind zudem Mangelware.

Von Friedemann Bräuer

Wer als Autofahrer Cronenberg ansteuert, der sollte den Fuß vom Gas nehmen und Verzögerungen einplanen, denn oben auf dem Hahnerberg beginnt es schon mit Baustellen, die einem ungestörten Verkehrsfluss hinderlich entgegenstehen. In der Theishahner Straße etwa und der damit verbundenen Großbaustelle Hahnerberger Straße bis hinein in die Jägerhofstraße. „Da werden Fernwärme- und Gasleitungen verlegt“, erklärt Sascha Burghoff, der für die Baustellenkommunikation der Wuppertaler Stadtwerke zuständig und ein ständiger Ansprechpartner für Fragen und Klagen der Bürgerinnen und Bürger ist.

Die Geduld der Autofahrer, die zu einspurigem Fahren und Tempo 30 gezwungen sind, und die der Anlieger und Fußgänger wird allerdings noch einige Zeit strapaziert werden. „Wir gehen davon aus, dass die gesamte Maßnahme erst gegen Ende 2020 fertig gestellt sein wird“, meint Burghoff bedauernd.

Bodenfrost bringt die Arbeiten zum Erliegen– Asphalt braucht +5 Grad

Doch setzt das voraus, dass das Wetter nicht allzu große Kapriolen schlägt und damit den Baubetrieb behindert oder gar zum Erliegen bringt. „Wenn Bodenfrost herrscht, kann nicht in der Erde gearbeitet werden“, so Burghoff. Mindestens fünf Grad plus sind erforderlich, damit Asphalt verlegt werden kann. „Und wenn es in Strömen regnet und die Gefahr besteht, dass die Baustellen volllaufen, kann natürlich auch nicht gearbeitet werden. Dann ist Schlechtwetter angesagt“, führt der Baustellenkommunikator weiter aus und weist noch auf andere Störfaktoren hin: „Wir bekommen einfach nicht so viele Tiefbauer, Rohrbauer oder auch Straßenbauer auf dem Arbeitsmarkt, wie wir eigentlich benötigen“, wirbt Burghoff um Verständnis, dass man auch bei vermehrt auftretenden Störungen Prioritäten setzen müsse.

Allerdings sind die genannten nicht die einzigen Baustellen auf den Cronenberger Südhöhen, wo beispielsweise in Herichhausen noch an der Gasversorgung gearbeitet wird. „Hier hoffen wir, dass wir die Arbeiten im Januar des kommenden Jahres abschließen können.“

Kreuzung Hauptstraße und Theishahner Straße ist wieder frei

Ähnlich optimistisch sieht man dem Ende der Baumaßnahmen und Reparaturarbeiten Kohlfurther Straße (Wasserversorgungsleitung), Kuchhausen (Gasversorgung), Küllenhahner Straße (Wasserversorgung), Oberkamper Straße (Stromversorgung), Schütt (Wasserversorgung) und der Unterkohlfurth entgegen, wo gleichfalls an der Wasserversorgung gearbeitet wird. „Hier handelt es sich jedoch nur um kleinere Baumaßnahmen, die in Kürze fertig gestellt sein sollten.“

Im Laufe des Gesprächs hatte Sascha Burghoff noch eine gute Nachricht parat: „Ich mache mich gleich auf den Weg, um die Baustelle, an der Ecke Hauptstraße/ Theishahner Straße, wo wir den Kreuzungsbereich ausgeweitet haben, freizugeben.“ Was übrigens vornehmlich die Inhaber und Mitarbeiter der anliegenden Geschäfte aufatmen lassen dürfte.

Zu weiteren Baumaßnahmen und Plänen auf Cronenberger Gebiet wollten die Wuppertaler Stadtwerke derzeit noch nicht Stellung nehmen. Es wird wohl noch weiter gebuddelt.

Auch die Kreuzung Hastener Straße ist wieder offen

Immerhin eine gute Nachricht gibt es auch: Nach über zwei Jahren Bauzeit ist seit dieser Woche die Kreuzung Hastener Straße/Hahnerberger Straße wieder offen. Die Arbeiten an Versorgungsleitungen samt Straßensanierung sind abgeschlossen. Das alles dauerte viel länger als geplant, weil die Arbeiter auf Fels stießen. Durch die Großbaustelle hat sich die Situation an anderen Stellen verschärft. So nutzten seit September 2017 zahlreiche Pendler aus Richtung Remscheid kommend Sudberg als Verbindung nach Cronenberg. Jetzt ist hier die Straße marode – auch dort droht eine Baustelle.

URSACHEN FÜR VERWAISTE BAUSTELLEN

UNSICHTBAR Eine oft gestellte Frage an die Wuppertaler Stadtwerke ist, warum man auf einigen der aktuellen Baustellen oft niemanden arbeiten sieht – zumindest nicht auf den ersten Blick beim raschen Vorbeifahren. „Dass keine Bauarbeiter vor Ort sind, heißt nicht, dass auf der Baustelle nichts passiert. Niemand muss in der Baugrube arbeiten, wenn die WSW Rohrleitungen spülen, deren Dichtigkeit überprüfen oder die Keimbelastung des Wassers messen. Eine Baustelle kann auch tagsüber unbesetzt sein, wenn Maßnahmen anstehen, die man besser frühmorgens oder abends erledigen kann. Das ist beispielsweise der Fall, wenn Strom oder Wasser abgestellt werden muss“, erklärte Wuppertals Stadtwerke-Pressesprecher Holger Stephan dazu.

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