Verkehr

Baustelle am Hildener Kreuz ist auf der Zielgeraden

Die A-3-Brücke, die über die A 46 führt, soll noch mal an drei Wochenenden vollgesperrt werden – erstmals ab heute. Fotos: Stephan Köhlen
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Die A-3-Brücke, die über die A 46 führt, soll noch mal an drei Wochenenden vollgesperrt werden – erstmals ab heute.

Drei Vollsperrungen stehen an – im ersten Quartal 2022 soll das Großprojekt fertig sein

Von Tobias Dupke

Hilden. Wenn alles nach Plan läuft, stehen in den kommenden Wochen die letzten drei Vollsperrungen im Kreuz Hilden an. Die Brücke der A 3 über die A 46 ist bereits fertiggestellt, nun stehen noch Restarbeiten an. „Voraussichtlich im ersten Quartal 2022 ist die Baumaßnahme komplett beendet“, erklärt Sabrina Kieback von der Autobahn GmbH. Das Unternehmen hat das Mega-Bauprojekt von Straßen.NRW übernommen. Bereits seit 2018 wird die Brücke im Autobahnkreuz neu gebaut – und das hat seitdem immer wieder für Staus auf der Autobahn und auch in den umliegenden Städten gesorgt, wenn die Schnellstraße mal wieder dicht war.

Die erste Vollsperrung steht bereits an diesem Wochenende an: Von Freitag, 27. August, 22 Uhr, bis Montag, 30. August, 5 Uhr, ist die A 46 dicht. „Jetzt wird eine neue Fahrbahndecke aufgebracht“, erklärt Sabrina Kieback. Außerdem werden die Betonschutzwände aufgestellt.

Die weiteren Vollsperrungen: von Freitag, 3. September, 22 Uhr, bis Montag, 6. September, 5 Uhr. Und von Freitag, 17. September, 22 Uhr, bis Montag, 20. September, 5 Uhr. „Bereits ab 20 Uhr steht nur eine von drei Fahrspuren auf der A 46 je Fahrtrichtung zur Verfügung“, berichtet Sabrina Kieback weiter.

Sperrung der Autobahn A46 beeinträchtigt nicht den Berufsverkehr

Laut der Unternehmenssprecherin hätte die Autobahn GmbH vor der Frage gestanden, durch die aktuellen Arbeiten entweder über mehrere Wochen starke Verkehrseinschränkungen zu verursachen oder die A 46 konzentriert an drei Wochenenden zu sperren und die Arbeiten dann ungestört und zügig durchzuführen. In Absprache mit der Polizei und den Verkehrsbehörden habe man sich für die Vollsperrung entschieden. „So ist der Berufsverkehr davon nicht beeinträchtigt“, erklärt Sabrina Kieback.

In der Spitze nutzen täglich 230 000 Autos und Lkw den Knotenpunkt an der Stadtgrenze zwischen Hilden und Erkrath. Die größte Herausforderung bei dem Projekt: „Das war nicht der Bau der Brücke – sondern die Bemühungen, den Verkehr am Laufen zu halten.“ Bereits seit drei Jahren wird das Autobahnkreuz erneuert.

„Allerdings gibt es aktuell beim Stahl Lieferprobleme.“

Sabrina Kieback, Autobahn GmbH

Das zentrale Brückenbauwerk der A 3 über die A 46 ist bereits seit vergangenem Jahr fertig, die Restarbeiten sollten eigentlich bis Ende dieses Jahres erledigt sein. „Allerdings gibt es aktuell Lieferprobleme beim Stahl“, sagt Sabrina Kieback. Dadurch könnten die Verkehrszeichenbrücken noch nicht gebaut und abschließend errichtet werden. Daher verzögert sich die Fertigstellung des Gesamtmaßnahme um einige Monate.

Die Brücke über die A 46 musste erneuert werden, weil die sogenannte Tragfähigkeitsreserve aufgebraucht war – sie berechnet laut Unternehmenssprecherin Kieback, wie viel Belastung das Bauwerk aushält. „Das bedeutet nicht, dass die Brücke bald zusammengebrochen wäre.“, sagt sie. Handlungsbedarf war jedoch gegeben. „Wir mussten kurzfristig reagieren.“ Die Planungen und die Ausschreibungen dauerten zwei bis drei Jahre – laut der Unternehmenssprecherin eine extrem kurze Zeit für solche Projekte. Der Neubau hat einen niedrigen zweistelligen Millionen-Betrag gekostet.

Neu: Verkehrsschilderbrücken.

Die fehlende Tragfähigkeitsreserve ist auch Grund dafür, dass die Brücke nicht erst im Zuge des achtspurigen Ausbaus der A 3 erneuert werden konnte. Das Bauwerk ist jedoch bereits darauf ausgelegt – allerdings müssten die Verbindungsfahrbahnen noch umgebaut werden. Die heute vorhandenen Spuren und Rampen können den Verkehr in Spitzenzeiten nicht mehr aufnehmen. Aktuell befinden sich drei Varianten in der engeren Wahl. Mit einem Baubeginn rechnet die Autobahn GmbH allerdings erst 2030.

Der Arbeitsfortschritt während er drei Vollsperrungen in den kommenden Wochen hängt stark von den Witterungsbedingungen ab. „Wir brauchen Trockenheit und eine gewisse Außentemperatur“, erklärt Sabrina Kieback. Sollte es durchregnen, können die Arbeiten nicht durchgeführt werden. Sollte das Wetter mitspielen, sind es die letzten drei längeren Vollsperrung. Alle anderen Restarbeiten könnten mit kleineren Einschränkungen oder kurzen, nächtlichen Sperrungen durchgeführt werden.

Vollsperrungen: Überfahrten nicht nutzbar

Überfahrten: Folgende Überfahrten sind nicht befahrbar: von der A 3 aus Oberhausen kommend auf die A 46 nach Wuppertal, von der A 3 aus Frankfurt kommend auf die A 46 nach Düsseldorf, von der A 46 aus Düsseldorf kommend auf die A 3 nach Oberhausen, von der A 46 aus Wuppertal kommend auf die A 3 nach Frankfurt. Umleitungen sind ausgeschildert.

Fernverkehr: Der Fernverkehr auf der A 1 mit Fahrtziel Düsseldorf/Neuss wird bereits ab Wuppertal-Nord über die A 1 und ab dem Kreuz Leverkusen über die A 3 umgeleitet. Der Verkehr auf der A 46 mit diesen Fahrtzielen fährt ab dem Kreuz Hilden über die A 3 (Fahrtrichtung Oberhausen) sowie ab dem Kreuz Ratingen-Ost über die A 44 und schließlich im Kreuz Meerbusch auf die A 57 (Richtung Neuss).

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