Infrastruktur

Bahnhof Vohwinkel wird modernisiert

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Am Bahnhof Vohwinkel wird gearbeitet. Die Gleise 1 bis 4 sollen behindertengerecht werden. 

WUPPERTAL Zugänge sollen behindertengerecht gestaltet und für Rhein-Ruhr-Express verlängert werden

Von Eike Birkmeier

Gefordert wurde die Maßnahme am Vohwinkeler Bahnhof schon mehrfach, jetzt hat endlich die Umsetzung begonnen. Mit umfangreichen Arbeiten sollen die Bahnsteige von Gleis 1 bis 4 behindertengerecht umgebaut werden.

Das Projekt läuft seit einigen Wochen. An Gleis 1 und 2 wurden bereits neue Rand- und Pflastersteine verbaut sowie taktile Elemente für Sehbehinderte angebracht. Für einen Anschluss des Rhein-Ruhr-Expresses (RRX) ist laut Bahn noch eine Verlängerung der Bahnsteige 3 und 4 notwendig. Beeinträchtigungen des Zugverkehrs seien wegen der Arbeiten nicht zu erwarten. Kern der Baumaßnahme ist der von der Bahn angekündigte Einbau von Aufzügen an den derzeit nicht barrierefrei zugänglichen Ferngleisen.

„Darauf warten wir schon lange, und wir begrüßen das ausdrücklich“, sagt der Sprecher der Bürgerbahnhof-Initiative Uli Kopka. Die Aufzüge seien schon mehrfach versprochen, aber nie umgesetzt worden. „Wir hoffen sehr, dass es diesmal klappt“, so Kopka. Wann der Einbau genau erfolgen wird, ist bisher aber offen. Die gesamten Arbeiten sollen in den nächsten zwei Jahren fertig werden. Bisher gibt es lediglich einen barrierefreien Zugang zu den S-Bahn-Gleisen sowie zu den Gleisen 11, 12 und zur Nathrather Straße.

Aufzug zur Nathrather Straße soll Ende Juli wieder fahren

Der Aufzug zur Nathrather Straße bleibt ein Ärgernis, ist immer wieder defekt. Auch im Moment kann die Anlage nicht genutzt werden und ist seit mehreren Monaten außer Betrieb. In der letzten Sitzung der Vohwinkeler Bezirksvertretung äußerten die Politiker an der Situation Kritik. „So kann es nicht weitergehen“, findet Moritz Iseke von der CDU-Fraktion. Die Bezirksvertretung kündigte an, ein gemeinsames Schreiben an die Deutsche Bahn zu senden und darin Abhilfe zu fordern. Das Unternehmen verweist dagegen auf Probleme durch Vandalismus. „Im April wurde die Tür des Aufzugs zerstört“, sagt ein Bahnsprecher. Ein entsprechendes Ersatzteil sei bestellt worden, die Lieferung dauere aber zwölf Wochen. Zusammen mit Einbau und Abnahme könne der Aufzug laut Bahn voraussichtlich Ende Juli wieder fahren.

Pendler müssen so lange die Treppe benutzen. Für Menschen mit Behinderung ist es aber eine kaum bis gar nicht zu bewältigende Aufgabe. So geht es auch Fahrgästen mit Rollator, schwerem Gepäck oder Kinderwagen. Die Ausweichstrecke über die Bahnstraße bis zur Nathrather Straße bedeutet einen erheblichen Umweg, zumal es stetig bergauf geht.

Noch völlig ungeklärt ist der Bau einer Rampe für einen direkten barrierefreien Zugang vom Bahnhof zur Nordbahntrasse. Die Bahn sieht sich dafür nur teilweise zuständig, möchte die Kosten nicht allein übernehmen.

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