Eschbachtal

Bäder nutzen die unfreiwillige Auszeit

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Christian Liese in einem der leeren Becken. 

Für den Sommer geplante Arbeiten konnten auch im Remscheider H2O vorgezogen werden.

Von Manuel Böhnke

Remscheid. Wo normalerweise reger Betrieb herrscht, plätschert derzeit nicht einmal das Wasser: Aufgrund der Corona-Krise müssen die Tore des Bade- und Saunaparadieses H2O in Lennep geschlossen bleiben. Die Zeit nutzen die Verantwortlichen, um die 1996 eröffnete Anlage auf Vordermann zu bringen.

Normalerweise muss das H2O alle paar Jahre unmittelbar nach den Sommerferien für die so genannte Revision schließen. Zuletzt war das 2017 der Fall. In diesem Jahr sollte es wieder soweit sein. „Wir sind froh, dass wir viele der geplanten Arbeiten vorziehen und die aktuelle Schließung so wenigstens produktiv nutzen können“, sagt Betriebsleiter Christian Liese. Auch den meisten Handwerkern komme das in der derzeitigen Lage entgegen.

An vielen Stellen des Sauna- und Badeparadieses sind die Gewerke derzeit mit Sicherheitsabstand im Einsatz. „Den Großteil machen Maler-, Fliesen- und Fugenarbeiten aus“, sagt Liese. Die Ruhe, die trotz der anwesenden Handwerker derzeit im H2O herrscht, ist beeindruckend. Besonders ungewohnt ist das Bild, das die Becken bieten: Sie sind komplett leer. So können die Arbeiter kaputte Fliesen identifizieren und austauschen. Rund fünf Kilometer Silikonfugen sind nach der Revision ausgetauscht. Hinzu kommen allerlei Einzelmaßnahmen. Teile des Außenbereichs etwa haben ein neues Pflaster erhalten. Das Sport-Außenbecken beleuchten fortan energiesparende LED-Leuchtmittel.

Der finanzielle Schaden, den die Schließung auslöst, ist hoch

Vor diesem Hintergrund habe die derzeitige unfreiwillige Auszeit auch einen positiven Effekt. Dennoch: Aus wirtschaftlicher Sicht ist die Lage schwierig. Die aktuellen Investitionen im niedrigen sechsstelligen Bereich waren zwar eingeplant. Die wegbrechenden Einnahmen dagegen nicht. Ein Großteil der mehr als 100 Mitarbeiter – darunter viele Teilzeitstellen mit Aushilfskräften – befindet sich in Kurzarbeit.

Liese vermutet, dass die Nachfrage nach Freizeitangeboten nach Lockerung der Corona-Schutzmaßnahmen groß sein wird. Er arbeite an Konzepten, wie man mit möglichen Vorgaben wie begrenzten Kapazitäten umgehen könnte.

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