Neubau

Die Außenanlage des neuen Gymnasiums wird erst 2020 fertig

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Die Außenanlage des Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasiums auf der Seite der Stadthalle wird erst Ende 2020 fertig werden. Die Stadt sucht derzeit eine neue Firma, die die Arbeiten abschließen soll. 

WUPPERTAL Bauboom sorgt für Verzögerungen. Die Südfassade soll bis zum Winter fertig sein.

Von Friedemann Bräuer

Wuppertal. Es bedarf schon einer ausgeprägten Fantasie, will man sich vorstellen, in welchem Glanz das Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium (WDG) in (ferner) Zeit nach erfolgter Komplettsanierung einmal erstrahlen wird. Denn noch ist nahezu das gesamte Areal durch einen Bauzaun abgesperrt, hinter dem an der bis auf das Treppenhaus komplett eingerüsteten Seite Südstraße die unterschiedlichsten Bauelemente auf ihren Einbau warten. Auch am Johannisberg versperrt ein Bauzaun den Aufgang über die imposante neue Treppe. Wer an der im Mai 1957 erstmals aufgestellten und von dem umstrittenen Künstler Arno Breker geschaffenen Statue der Pallas Athene vorbei geht, die bis zur Hüfte durch einen Holzstapel geschützt, ungerührt ihren Speer wurfbereit in der Hand hält, kommt auf den Schulhof, der mit grünen Pflanzen und zwei langen Bänken schon Gestalt angenommen hat. Allerdings sieht man wenige Meter weiter, dass die Fassadenverkleidung zum Teil, auf der Innenseite sogar ganz fehlt, was für die vor der Tür stehende kühlere Jahreszeit Schlimmes ahnen lässt.

Ein großer roter Kran neben einem hohen Erdhaufen verrät, dass auch hier noch viel zu tun ist. Doch Handwerker und Bauarbeiter, die Sanierung und Neubau des WDG entscheidend vorantreiben, sind nur wenige zu sehen, wie beim Ortstermin beobachtet wurde.

Dafür herrscht im Lehrerkollegium vor dem Schulbeginn schon eifrige Aktivität, die jedoch nicht mit Ärger über den schleppenden Fortgang der Außenarbeiten einhergeht. „Ich betone ausdrücklich, dass die Zusammenarbeit mit dem Gebäudemanagement (GMW) der Stadt ausgezeichnet ist“, stellt die Schulleiterin Claudia Schweizer-Motte eindeutig klar und äußert Verständnis: „Hier sehen wir die gleichen Probleme, die auch andere Kommunen haben: Infolge des Baubooms findet man keine Firmen, die die erforderlichen Arbeiten schnell und fristgerecht ausführen. Hat man welche gefunden, so ziehen die oft nach kurzer Zeit ihre Arbeiter zu anderen Baustellen ab. Und wenn eine Arbeit nicht fertig geworden ist, kann die folgende nicht begonnen werden. Das ist der Grund für die Verzögerungen. Da ergibt sich die kuriose Situation, dass Geld für die Schulsanierungen vorhanden ist, jedoch nicht effektiv eingesetzt werden kann.“

Stadt musste Unternehmen kündigen

Den Fortgang der Außenarbeiten sieht Claudia Schweizer-Motte mit Gleichmut und Optimismus. „Es wird schon, aber es geht eben nicht so schnell.“

Eine Anfrage beim Gebäudemanagement (GMW) bestätigte die Sichtweise von Claudia Schweizer-Motte. „Wir hoffen, dass zumindest die Dämmung an der Westseite der Südfassade bis zum Winter fertig wird“, erklärt Thomas Lehn vom GMW. Er zeigt jedoch wenig Zuversicht, was die Außenanlagen angeht. „Da mussten wir der beauftragten Firma kündigen und suchen nun ein neues Unternehmen. Da rechnen wir mit der Fertigstellung zum Ende 2020.“

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