Prost!

Arena-Mitarbeiter müssen Zapfen lernen

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Frank Wackers gab allen Zapfenden Tipps. 

Düsseldorf: Lieferant will keine Beschwerden.

So ein bisschen Bier in ein Glas oder einen Becher laufen zu lassen, kann ja an sich nicht so schwer sein. Zapfhahn auf, Bier laufen lassen, Zapfhahn zu – fertig. Was so kinderleicht aussieht, ist aber eine Wissenschaft für sich.

Denn um ein schön gezapftes Bier zu bekommen, sind viele Faktoren zu berücksichtigen. Die Temperatur des Bieres und der Umgebung. Wie ist das Glas gespült, sind die Gläser nass oder trocken – um nur einige Beispiele zu nennen. Schon wenn man die Position des Bierfasses nach dem Anschlagen verändert, sorgt dies dafür, dass das Bier einen anderen Schaum bekommt.

„Bier ist so sensibel wie eine Frau, da kann man ganz schnell etwas falsch machen“, meint Frank Wackers. Und der muss es wissen, seit 33 Jahren arbeitet er als Zapfer bei der Brauerei Schumacher.

Auch über die richtige Glashygiene wurde informiert

„Das perfekte Bier hat zudem einen zwei Finger breiten Schaumrand unter dem Glasrand“, meint Braumeister Kai Krumholz. Da Schumacher seit dieser Saison Bierlieferant in der Arena in Düsseldorf ist, wurden die Mitarbeiter des Caterers im Stadion von Fortuna Düsseldorf nun in der hohen Kunst des Bierzapfens geschult. In der Vergangenheit zählte das nicht zu den Kernkompetenzen der Mitarbeiter, es gab Beschwerden.

Wichtig ist allerdings nicht nur das korrekte Zapfen, sondern auch die Glashygiene. Wenn ein Bierglas nicht richtig gespült wird oder noch Reste vom Spülmittel im Glas sind, fällt der Bierschaum sehr schnell in sich zusammen.

Etwa 80 Mitarbeiter wurden geschult. Auch erfahrene Zapfer lernten noch dazu. „Kurz bevor das Glas voll ist, muss das Glas ganz leicht abgesenkt werden, um eine perfekte Schaumkrone zu bekommen“, verrät Wackers zum Beispiel. „Ein guter Zapfer wird man nicht von heute auf morgen. Um perfekt zu sein, braucht man etwa ein halbes Jahr.“

Neue Biersorten in der Arena und dem ISS-Dome

Altbier kommt in der Arena nun von Schumacher, das Pilsbier statt von Warsteiner nun von Carlsberg. Auch im ISS Dome laufen die Bierverträge 2020 aus. Dann löst die Hausbrauerei Füchschen die Brauerei Schlösser ab. Der neue Pilslieferant steht noch nicht fest. ak

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