Aras

Neues Vogelhaus im Zoo soll komplett privat finanziert werden

Großer Erlebnisfaktor: So könnte es im geplanten Freiflughaus Aralandia aussehen. Simulation: Dan Pearlman
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Großer Erlebnisfaktor: So könnte es im geplanten Freiflughaus Aralandia aussehen.

WUPPERTAL Im Jahr seines 60-Jährigen Bestehens hat der Zoo-Verein ein großes Neubauprojekt auf den Weg gebracht. Mehr als 300 Mitglieder stimmten bei drei Gegenstimmen und etwa 20 Enthaltungen für den Bau der Freifluganlage Aralandia.

Von Andreas Boller

1,5 Millionen Euro wird der Verein - das ist fast das aktuelle Vereinsvermögen (1,637 Millionen Euro) - zu den Kosten von 3,5 Millionen Euro beisteuern. Rund zwei Millionen Euro sollen zudem durch Spenden und über Sponsoren aufgebracht werden.

„Wir finanzieren alles mit privaten Mitteln.“
Bruno Hensel, Vorsitzender des Wuppertaler Zoovereins

Bruno Hensel, der zuvor einstimmig zum 1. Vorsitzenden wiedergewählt worden war, erklärte vor der Abstimmung, dass es sich um einen sogenannten Vorratsbeschluss handele. Vorstand und Beirat würden damit beauftragt, Gespräche zu führen und Sponsorenpakete zu schnüren. Davon sei abhängig, ob das Projekt realisiert werden könne. Die Investition bewege sich in der Größenordnung der Pinguin-Anlage.

„Ziel ist die Eröffnung im Frühsommer 2017“, kündigte Hensel an, was für ein Raunen im Zuschauerraum sorgte. „Wir finanzieren alles mit privaten Mitteln, daher bleibt uns eine langwierige Ausschreibung erspart“, begründete Hensel den knappen Zeitrahmen.

Zoodirektor Dr. Arne Lawrenz hatte zuvor die Pläne für den Carl-Fuhlrott-Campus und den Grünen Zoo 2020 erläutert.

Die Aras sollen aus Teneriffa ins Bergische kommen

Besonders im Eingangsbereich will der Zoo sich einladender und attraktiver präsentieren. Dazu passen auch die Pläne des Zoovereins, der vor allem die Haltung und Zucht der Papageien verbessern will. In der veralteten Ara-Anlage fristen die dort lebenden Tiere zurzeit eher ein Schattendasein. Arne Lawrenz wies daraufhin, dass das Kupieren der Flügel aus Tierschutzgründen nicht mehr erlaubt sei. In der bis zu zehn Meter hohen Freiflughalle sollen die Besucher die seltenen Papageienarten beim Flug beobachten können.

ZOOVEREIN

FINANZEN Der Wuppertaler Zooverein hat aktuell 1556 Mitglieder, die Tendenz ist steigend. Einnahmen hat der Verein über Mitgliederbeiträge und Spenden, wobei die Sparkasse als langjähriger Partner allein im vergangenen Jahr 75 000 Euro beisteuerte. Zuwendungen in bis zu sechsstelliger Höhe erhält der Verein aus Erbschaften. Hinzu kommt der ehrenamtliche Einsatz vieler Mitglieder zum Beispiel beim Verkauf an den Kiosken des Zoovereins.

Ob Flamingos aus dem aktuellen Bestand des Wuppertaler Zoos im neuen Vogelhaus aufgenommen werden könnten, müsse noch geprüft werden. Ins Bergische werden die Aras aus dem Loro Park auf Teneriffa „eingeflogen“, wo über 400 Arten gezüchtet werden.

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