Wirtschaft

Apotheke bleibt Familienunternehmen

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Ulrich und Gisela Braun sind „Heilberufler aus Leidenschaft“. Ihr Sohn Michael Ramon wurde von diesem Virus angesteckt. Auch seine Partnerin Maissun Al-Kaddah arbeitet bereits als Apothekerin im Familienbetrieb. 

WITZHELDEN Nach 35 Jahren übergeben Ulrich und Gisela Braun den Betrieb an ihren Sohn.

Von Kathrin Schüller

Es dauert ein bisschen, bevor Dr. Ulrich Braun am Telefon ist. Der Witzheldener Apotheker bleibt jetzt ebenso wie seine Frau Dr.  Gisela Braun mehr im Hintergrund der Apotheke. Neuer Chef ist ihr Sohn Michael Ramon. Für die Eltern geht damit „ein Herzenswunsch in Erfüllung“ und mehr Zeit für ihre vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben bleibt dem Paar künftig auch.

Als die beiden 1970 nach Witzhelden kamen, pachteten sie die ehemalige Apotheke für fünf Jahre und und promovierten gleichzeitig an der Universität Bonn im Fach Pharmakologie. Nach Wanderjahren, die auch einen mehrjährigen Forschungsauftrag an der Universität Berkeley in San Francisco einschlossen, kehrten sie 1984 ins Höhendorf zurück. 1998 wurde die Apotheke zum Soma-Gesundheitszentrum erweitert. Der Begriff „Soma“ kommt aus dem Chinesischen und umschreibt das, „was wir heute als Einheit von Körper, Seele und Geist verstehen“, erklärt die Familie.

Bei der Geschichte seiner Eltern überrascht es kaum, dass Michael Ramon die Leidenschaft zum Heilberuf quasi erbte. Schon als kleiner Junge verbrachte er viel Zeit in der Apotheke. Wie sein Vater studierte er in Bonn. Erfahrungen als approbierter Apotheker sammelte er in Berlin und Köln.

EHRENAMTLICHER EINSATZ

VERSCHÖNERUNGSVEREIN Ulrich Braun ist nicht nur in Gremien seines Berufsstandes vertreten, sondern engagiert sich seit 25 Jahren als Vorstandsmitglied des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Witzhelden (VVV). Seit 18 Jahren hat er den Vorsitz inne. Mit dem VVV hat er unlängst dazu beigetragen, dass Witzhelden im kreisweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gewonnen hat. 

WILMS-GESELLSCHAFT Nur mit seinen Aufgaben als Gründungs- und Beiratsmitglied der Johann-Wilhelm-Wilms-Gesellschaft ist Ulrich Braun ein bis zwei Tage in der Woche im Einsatz. Ziel: Das Werk des in Witzhelden geborenen Komponisten bekannter zu machen. 

HUNGER-PROJEKT Wichtig ist Braun auch die Arbeit im Hunger Projekt – eine internationale Organisation, die das Ziel verfolgt, Hunger weltweit zu überwinden. 1982 gründeten er, seine Frau und ein paar weitere Mitstreiter den deutschen Ableger. Unvergessen ist ihnen unter anderem eine Begegnung mit Nelson Mandela und Bill Clinton in einem Hotel in Washington. 

www.das-hunger-projekt.de

Vor über vier Jahren stieg Michael Ramon Braun in die Apotheke seiner Eltern ein. Parallel dazu absolvierte er das Zusatzstudium „Apotheker für geriatrische Pharmazie“. Der noch recht junge Zweig vermittelt uralte Arzneimittelkunde und berücksichtigt die besonderen Herausforderungen einer Gesellschaft, die immer älter wird. Im Pilgerheim Weltersbach kamen diese Kenntnisse bereits bei einem Modellprojekt zum Einsatz.

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