St. Anna: Bald zieht die Feuerwehr ein

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Ulrich Zander (Feuerwehr) und Jan Köhler (Betriebsleiter St. Anna/v.l.) mit den Umbauplänen für die Rettungsdienstschule. Fotos: Andreas Fischer

Ausbildung auf neuestem Stand: Im Januar startet die Rettungsdienstschule mit ersten Kursen.

Von Manuel Praest

Wuppertal. Die ersten Räume sind bereits fertig, im Januar sollen die ersten Fortbildungen in der Rettungsdienstschule der Feuerwehr in der St. Anna-Klinik starten. Ausbildung auf modernstem Stand, konzentriert an einem Standort: So fassen die Verantwortlichen die Vorteile zusammen. Der Umbau des Traktes für die Feuerwehr, wo früher das Brustzentrum untergebracht war, läuft seit Monaten.

Dass ein neuer gemeinsamer Standort gebraucht werde, sei lange klar, erklärt Wuppertals Feuerwehr-Chef Ulrich Zander. „Seit Jahren gab es Probleme in der Rettungsdienstausbildung.“ Wobei er betont, dass damit ausschließlich organisatorische Gründe gemeint waren. Denn eigentlich gab es immer nur Übergangslösungen und Provisorien. In Zukunft stehen der Feuerwehr aber nun 1000 Quadratmeter an der Vogelsangstraße auf Uellendahl zur Verfügung, mit Option auf eine weitere Vergrößerung.

Vor allem „praxisnah“ soll trainiert werden, wie Zander und Roland Volke, zuständig für das Thema Ausbildung, beim Rundgang über die Baustelle ankündigen. „Früher hieß es oft in der Ausbildung ,Stell dir mal vor“, erzählt Volke. Vor allem theoretisch wurde – mangels Alternativen – geschult. In der neuen Schule werde es viel realistischer.

Realistisches Training mit Schrottauto und Badewanne

Direkt im hinteren Eingangsbereich etwa steht zukünftig ein voll ausgestatteter Rettungswagen, in der Nähe ein Unfallwagen mit abnehmbarem Dach. „Es soll eine Situation simuliert werden, die der Rettungsdienst am Unfallort vorfindet“, so Volke. In einem Raum findet sich sogar eine Badewanne. Auch sie dient Trainingszwecken. Das Szenario: Die Helfer vor Ort finden eine bewusstlose Person im Badezimmer.

Damit sich in diesem Schulungsbereich nicht alles „knubbelt“, wird in andere Räume übertragen, wie die Schüler mit der Situation umgehen. Überhaupt, so Volke, werde viel mehr Technik eingesetzt bei den Schulungen. Insgesamt werde der Unterricht „dem Einsatz draußen angepasst“, sagt Zander.

Im Schnitt würden gut 30 bis 40 Azubis täglich an der Vogelsangstraße unterrichtet, in der Spitze bis zu 60. Fünf bis sechs Lehrkräfte seien im Einsatz, weitere würden noch eingestellt. Synergieeffekte erhoffen sich Zander und Volke durch eine Zusammenarbeit mit der Akademie für Gesundheitsberufe, die ebenfalls im St. Anna untergebracht ist.

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