Spielevent

Als Werwolf lebt es sich kurz auf Schloss Burg

Eine Spielerin hat eine Werwolfkarte gezogen. In der folgenden Spielrunde wird sie also mit ihrem Rudel den Bergfried von Schloss Burg unsicher machen. Ob die Werwölfe gegen die vielen Dorfbewohner eine Chance haben?
+
Eine Spielerin hat eine Werwolfkarte gezogen. In der folgenden Spielrunde wird sie also mit ihrem Rudel den Bergfried von Schloss Burg unsicher machen. Ob die Werwölfe gegen die vielen Dorfbewohner eine Chance haben?

Im Bergfried fand das erste Spielevent „Werwölfe auf Schloss Burg“ statt – Dreißig Spielerinnen und Spieler waren da.

Von Michelle Jünger

Solingen. Geister und ihre Geschichten gehören einfach zu Burgen und Schlössern. Und auch Schloss Burg hat ein eigenes Schlossgespenst. Doch damit ist es nicht genug. Seit Donnerstagabend gibt es auf der Burg sogar Werwölfe.

Ich möchte probieren, es zu einem eigenen Event weiterentwickeln

Peter Wendland

Peter Wendland hat die „Werwölfe auf Schloss Burg“ angesiedelt. Dreißig Personen zog es zu dem Spielevent, welches auf dem Rollenspiel „Die Werwölfe von Düsterwald“ basiert. „Ich möchte probieren, es zu einem eigenen Event weiterzuentwickeln“, sagt Wendland. Als Privatevent hatte er es schonmal gemacht, auf Schloss Drachenburg. Nun ist also auch Schloss Burg an der Reihe.

Bei dem Spiel wird ein Dorf oder in diesem Fall Schloss Burg von Werwölfen heimgesucht. Wenn alle nachts schlafen, werden die Werwölfe aktiv und suchen sich ein Opfer aus. Am Tag will das Dorf die Werwölfe finden und aus dem Dorf vertreiben. Die Spielerinnen und Spieler schlüpfen dabei in die Rolle verschiedener Figuren, manche davon haben ungewöhnliche Kräfte, manche sind normale Dorfbewohner. Die Hexe darf zum Beispiel Heilen und Vergiften und Graf Engelbert II. nimmt mit seinem rostigen Schwert einen Werwolf mit in den Tod. Richtig mittelalterlich also.

Eigentlich will Peter Wendland an diesem Abend eine einfache erste Runde spielen, zwei sind geplant. „Die erste soll eine Einsteigerrunde werden“, so Wendland. Doch bei der großen Gruppe braucht er dann so gut wie alle Figuren.

Etwa die Hälfte der Spielerinnen und Spieler sind Teenager. Manche haben ihre Eltern mitgebracht. Einige kennen das Spiel noch nicht, deswegen kosten Erklärungen zum Spielablauf und den Figuren zunächst viel Zeit. Trotzdem bleibt die Laune gut. Es wird gewitzelt und viel gelacht.

Erwartungsvolle Stille legt sich über den Raum, als die farbigen Lichter endlich aus gehen. Es ist Nacht im Dorf. Alle Spieler haben die Augen geschlossen und Peter Wendland führt sie durch die Runde. Mit Soundeffekten wie Uhurufen, Glockenspiel oder dröhnendem Donner begleitet er sein Publikum durch die Nacht, in der die Werwölfe ihre Opfer fordern. Sobald die farbigen Lichter im Bergfried wieder angehen, ist Tag, und das Dorf darf diskutieren, anklagen und versuchen, die Wölfe zu vertreiben. Und so geht es im Tag-Nacht-Rhythmus weiter. Bis das Dorf die erste Runde gewinnt.

Die endet jedoch sehr spät, 22.30 Uhr ist es bereits. Für die Hälfte der Spielerinnen und Spieler gibt's keine zweite Runde, so viel Spaß sie auch hatten. Denn für viele geht es am Freitagmorgen in die Schule.

Verbesserungspotential gibt es, das Event kam aber gut an

Sascha Küpper hat das Spiel zum ersten Mal gespielt und war am Anfang etwas überfordert mit den vielen Figuren. Der Rahmen und das Spielkonzept seien es ihm aber absolut wert gewesen „Es gab so lustige Gründe, wieso einer rausgewählt werden sollte“, fügt er hinzu. Vor allem vom aufgebauten Ambiente waren Stefan und Anna Rüsten überzeugt. „Obwohl wir uns alle nicht kannten, kam richtig Stimmung auf“, sagte Stefan Rüsten.

Anregungen für die Zukunft gab es aber auch, zum Beispiel kleinere, dafür mehr Gruppen mit Spielleitern. Mit diesem Feedback möchte Wendland in Zukunft auch arbeiten. „Ich lerne auch bei diesem ersten Mal dazu“, merkt er an. Mit etwas Glück dürften die Werwölfe Schloss Burg also erneut heimsuchen.

Veranstaltungen

Neben den Familienführungen gibt es weitere Angebote von Schloss Burg. Darunter auch Kräuterwanderungen und Konzerte.

Das „Burgleuchten“ fällt dieses Jahr aufgrund der Restaurationsarbeiten an der Fassade aus. Stattdessen werden aber die Gruselnächte veranstaltet. Mit geisterhaftem Leuchten und gruseligem Sound kann das Schloss mal etwas anders erkundet werden.

Vom 28. Oktober bis 6. November soll es außerdem wieder den Basar der Kunsthandwerker in den Räumen der Burg geben. Alle weiteren Termine und Informationen gibt es auf der Website.

www.schlossburg.de

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Verfolgungsjagd endet vor Gericht
Verfolgungsjagd endet vor Gericht
Verfolgungsjagd endet vor Gericht
 „Die Kommissare“ zeigt Geschichte der Kriminalpolizei
„Die Kommissare“ zeigt Geschichte der Kriminalpolizei
„Die Kommissare“ zeigt Geschichte der Kriminalpolizei
Bayram Ö. wegen Totschlags angeklagt
Bayram Ö. wegen Totschlags angeklagt
Bayram Ö. wegen Totschlags angeklagt
Zwei Wohnhäuser brennen in Wuppertal - Feuerwehr steckt in zugeparkten Straßen fest
Zwei Wohnhäuser brennen in Wuppertal - Feuerwehr steckt in zugeparkten Straßen fest
Zwei Wohnhäuser brennen in Wuppertal - Feuerwehr steckt in zugeparkten Straßen fest

Kommentare