Protest

Remscheid: Junge Klima-Aktivisten campen vor Rathaus

Seit dem Wochenende protestieren junge Remscheider vor dem Rathaus gegen die Klimapolitik.Foto: Michael Schütz
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Seit dem Wochenende protestieren junge Remscheider vor dem Rathaus gegen die Klimapolitik.

Das Klima-Camp Remscheid hat mit seiner einwöchigen Protestaktion auf dem Rathausplatz begonnen. Das Bündnis Remscheid, das als Nachfolgeorganisation von Fridays for Future ins Leben gerufen wurde, hat die Organisation übernommen.

Von Peter Klohs

Remscheid. Ein kleiner Stand ist aufgebaut, auf dem zahlreiches Informationsmaterial liegt. Banner mit politischen Aussagen stehen zwei Meter daneben, auf der anderen Seite ein geräumiges Zelt, in dem weiteres Material gelagert wird und das groß genug ist, dass drei Personen darin schlafen können. Das Klima-Camp Remscheid hat mit seiner einwöchigen Protestaktion auf dem Rathausplatz begonnen. Das Bündnis Remscheid, das als Nachfolgeorganisation von Fridays for Future ins Leben gerufen wurde, hat die Organisation übernommen. Einige andere Organisationen haben sich angeschlossen: die Seebrücke Remscheid, Extinction Rebellion sowie der Remscheider Jugendrat.

Ihr Anliegen ist vielschichtig. Widerspruch von Andersdenkenden bleibt nicht aus. Es wird diskutiert am Stand der Aktivisten. „Wir bleiben bis zum Wahltag am 26. September hier“, verspricht Daniel Pilz, Kopf des Bündnisses. Und zwar exakt bis 12.05 Uhr. Das hat mit Symbolik zu tun. „Es ist nämlich bereits längst fünf nach zwölf, was das Klima betrifft“, sagt Daniel Pilz.

Höhepunkt der Woche wird der globale Klimastreik am kommenden Freitag sein. Um 13 Uhr soll es dann auch auf dem Theodor-Heuss-Platz zu einer großen Demo kommen. „Wir wollen deutlich machen, dass diesmal eine Regierung gewählt werden sollte, die beim Klimaschutz endlich ernst macht“, sagt Pilz. Er selbst ist Mitglied der SPD, trat bei der Kommunalwahl 2020 an. Eine Wahlkampfveranstaltung soll die Aktion vor dem Rathaus dennoch nicht sein. Das ist den jungen Aktivisten wichtig: „Es zählt der Umweltgedanke“, sagen sie: „Die Parteizugehörigkeit ist absolut zweitrangig.“

Mindestens zwei Mitglieder des Klima-Camps verbringen regelmäßig auch die Nacht im Zelt vor dem Rathaus. Das sei schon gewöhnungsbedürftig, sagen sie. „Morgens um halb vier wird der Platz gesäubert. Das geschieht nicht geräuschlos. Viel Schlaf bekommen wir hier nicht mit.“

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