Verkehr

A46: Gegenwärtige und zukünftige Baustellen

An der Kreuzung Haan-Ost verweist ein Schild nach Wuppertal. Der Ausbau auf sechs Spuren zwischen Haan-Ost und dem Sonnborner Kreuz soll bald abgeschlossen sein.
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An der Kreuzung Haan-Ost verweist ein Schild nach Wuppertal. Der Ausbau auf sechs Spuren zwischen Haan-Ost und dem Sonnborner Kreuz soll bald abgeschlossen sein.

Wuppertal. Das nächste Projekt ist die Sanierung der Fahrbahn, des Lärmschutzes und der Entwässerung der A 46 im Bereich der Anschlussstelle Wuppertal-Wichlinghausen.

Von Christian Töller

Bereits in den 1960er-Jahren entstand der Abschnitt von Düsseldorf nach Wuppertal der heutigen A 46, damals noch als vierspuriger Neubau der B 326. Er war der erste realisierte Abschnitt der späteren Bundesautobahn 46 (BAB 46 oder kurz A 46). Im Juni 1968 begann der Bau des Sonnborner Kreuzes, für den mehrere Stadtstraßen verlegt, die Wupper auf zwei Kilometer Länge abgesenkt, die Schwebebahntrasse angehoben und die Bahnstrecke Düsseldorf-Elberfeld gekreuzt wurden. 1972 wurde der Streckenzug Düsseldorf-Wersten – Wuppertal-Nord zur Autobahn heraufgestuft. Das Sonnborner Kreuz wurde am 16. Mai 1974 offiziell eröffnet.

Die Autobahn musste mit der Zahl der Autos mitwachsen

Autobahn 46

Mit der Fertigstellung der verschiedenen Autobahnabschnitte endet jedoch nicht die Geschichte ihrer Baustellen. Würde man die Historie sämtlicher Baustellen nur im Zusammenhang mit Wuppertal aufschreiben wollen, spränge das den hier vorliegenden Rahmen. Im Folgenden werfen wir daher einen Blick auf einige Aspekte dieser langjährigen Geschichte, basierend auf der damaligen Berichterstattung in der Westdeutschen Zeitung. Der Lärmschutz entlang der A 46 spielt eine wichtige Rolle. So berichtete die Wuppertaler Tageszeitung WZ am 1. Juli 2008 über „Ärger an der Lärmschutz-Front“. Nach Lieferproblemen am Sonnborner Kreuz waren im Abschnitt Langerfeld Schutzwand-Fundamente zu niedrig geplant worden und mussten nachträglich aufgestockt werden. An der Lärmschutzbaustelle Sonnborn hakte es monatelang, es gab eine juristische Auseinandersetzung mit einer Baufirma.

Um Technik gegen den Dauerstau auf der A 46 ging es im Januar 2009. Dort rückte der Begriff des Verkehrsmanagements in den Mittelpunkt als zweite Stellschraube – neben dem Ausbau der A 46 – zur Bewältigung der stetig anwachsenden Fahrzeug-Massen. Kern war damals die Frage, wie sich möglichst viele Fahrzeuge mit möglichst wenigen Staus möglichst schnell auf und über die Autobahn schicken lassen. Stichworte waren Ampeln an den Autobahnauffahrten und sogenannte „Verkehrsbeeinflussungs-Anlagen“ auf der Autobahn selbst. Bereits 1984 wurde ein erstes Zeichensystem mit Tempovorgaben installiert, das allerdings zehn Jahre später wegen einer Pannenserie wieder abgeschaltet wurde. So zeigte die Anlage beispielsweise bei leerer A 46 in Richtung Düsseldorf Tempo 60 an, bei Nebel und schlechter Sicht dagegen Tempo 120. Später wurden dann weiter entwickelte Anlagen installiert. Im April 2010 kam die Frage auf, ob die A 46 in Wuppertal auf sechs Fahrspuren erweitert werden soll. Damals hieß es in der Berichterstattung, dass rund um die Großbaustelle A 46 die Sorge wachse, dass die Autobahn durch das Wuppertaler Stadtgebiet so ausgebaut werden könnte, dass sie noch mehr Verkehr aufnehmen könne. „Wir haben keine Erkenntnisse darüber, dass sechs Spuren eingerichtet werden“, erklärte damals Verkehrsdezernent Frank Meyer im zuständigen Ausschuss der Stadt.

Aktuell liegt die zuständige Autobahn GmbH bei den Arbeiten für den sechsspurigen Ausbau der A 46 zwischen Haan-Ost und dem Sonnborner Kreuz auf der Zielgeraden. Baubeginn war im Jahr 2016. Neben dem Ausbau auf sechs Spuren gehört auch die Verbesserung des Lärmschutzes zu den Zielen dieser umfangreichen Maßnahme.

„Zurzeit errichten wir die Lärmschutzwände in Fahrtrichtung Westring“, teilt Jasmina Matera, Sprecherin der Autobahn GmbH, mit. Zudem soll lärmmindernder Asphalt für einen besseren Schutz sorgen. „Sobald die Temperaturen einige Tage stabil über zehn Grad Celsius liegen, können wir den offenporigen, lärmmindernden Asphalt einbauen“, so Jasmina Matera. „Diese Temperaturen sind notwendig, damit der Asphalt eingebaut werden kann.“ Da die Statik und die Breite der Brücke Westring für eine Verkehrsführung über sechs Fahrspuren nicht ausgereicht hätte, wurde die Brücke an gleicher Stelle mit breiteren Maßen neu gebaut. Die Kosten für den sechsspurigen Ausbau belaufen sich inklusive des Neubaus der Brücke auf circa 46,5 Millionen Euro – 30,6 Millionen für den Ausbau der Strecke, 16,9 Millionen für den Neubau der Brücke. Fertig sein solle alles im Frühjahr 2023, kündigt Matera an.

Weitere Baugeschichten an der A 46 sind bereits in Planung

Das nächste Projekt, das in diesem Jahr Fahrt aufnimmt, ist die Sanierung der Fahrbahn, des Lärmschutzes und der Entwässerung der A 46 im Bereich der Anschlussstelle Wuppertal-Wichlinghausen.

Zudem werden im Zuge der Arbeiten vier Brücken abgerissen und neu gebaut. Die statischen Berechnungen der Brücken in der Anschlussstelle Wichlinghausen und der Brücken Schellenbeck, Marklandstraße und Nordpark ergabe, dass eine Sanierung finanziell keinen Sinn ergäbe. Während der gesamten Bauzeit wird der Verkehr am Baufeld vorbeigeführt. Die Autobahn bleibt auf zwei Spuren pro Fahrtrichtung befahrbar. Zahlreiche weitere Arbeiten auf der gesamten A 46 zwischen Cronenberg bis zum Überflieger – der Brücke, die die L 418 und die A 46 Richtung Düsseldorf verbindet – sind in Planung. Darunter Brücken- und Lärmschutzarbeiten, sowie Fahrbahnsanierungen.

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