30 Bewerber stehen zur Auswahl

Circular Valley

Wuppertal -ab- Das Projekt Circular Valley der Wuppertalbewegung nimmt weiter an Fahrt auf. Bei Vorwerk im Werk Laaken werden in Zukunft neugegründete Firmen beziehungsweise Start-ups, die sich mit Themen der Kreislaufwirtschaft beschäftigen, für jeweils vier Monate zu Gast sein und dort intensiv von Experten aus der Wirtschaft und Wissenschaft betreut werden. Am 30. April endete die Bewerbungsfrist für die erste Kohorte von Start-ups. Im ersten Schritt wurde eine Top-30-Liste erstellt. Daraus werden nun die 15 Start-ups ausgewählt, die ab Juni die erste Kohorte bilden werden – coronabedingt noch nicht in Wuppertal, sondern virtuell. Doch bereits im Herbst soll die zweite Kohorte die Räume des sogenannten Circular Economy Accelerator bei Vorwerk in Laaken auch real in Betrieb nehmen.

Start-ups beschäftigen sich mit ressourcenschonender Produktion

Die ausgewählten Start-ups werden sich mit Themen beschäftigen, die für die Zukunft des Planeten von existenzieller Bedeutung sind. Einen ungezügelten Ressourcenverbrauch kann sich die Welt in Bezug auf Produktion und Konsum nicht länger leisten. Carsten Gerhardt, Vorsitzender der Wuppertalbewegung, hat für seine Idee schon zahlreiche Mitstreiter begeistern können. So reicht das Netzwerk bereits weit über Wuppertal hinaus. Neben großen Unternehmen aus Wuppertal wie Bayer, der Barmer GEK, der Gebrüder Becker GmbH, Knipex, der Stadtsparkasse, den Stadtwerken oder der Vorwerk & Co. KG haben bereits die BASF, die Steinbeis Holding oder die BayWa ihre Unterstützung bekundet.

Viele hoch qualifizierte, nationale und internationale Bewerber

Professor Thomas Müller Kirschbaum, wissenschaftlicher Leiter des Accelerators (das bedeutet in etwa Start-up-Beschleuniger) ist erfreut über die Vielzahl nationaler und internationaler Bewerbungen, zum Beispiel aus China, dem Libanon oder der Türkei. „Nicht nur die Zahl, sondern auch die Qualität der Bewerber hat uns überwältigt. Daher werden wir uns ein paar Tage länger Zeit nehmen müssen, um die abschließende Auswahl vorzunehmen“, sagt Thomas Müller Kirschbaum.

Folgende Themenfelder wird die erste Kohorte bearbeiten: Gebäude und Infrastruktur; Konsumgüter und Verpackung; Elektronik; Lebensmittel und Ernährung; Informationstechnik und Digitalisierung; Textilien und Biokonversion. Biokonversion bedeutet die Umwandlung von Biomasse in energetisch oder stofflich nutzbare Produkte.

„Voraussichtlich im Juni wird das Accelerator-Team die Arbeit aufnehmen und neben der bislang rein ehrenamtlichen Arbeit ein Vollzeit-Team etablieren. Alles deutet darauf hin, dass wir in den nächsten Tagen den Förderbescheid der Bezirksregierung in Düsseldorf erhalten“, so Carsten Gerhardt zum Stand des Projekts.

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