Blick hinter die Kulissen

Von Diebstahl bis zur „kalten Abreise“: Zimmermädchen gibt schlimmste Erlebnisse mit Gästen preis

Angestellte in der Tourismusbranche erleben nicht selten die kuriosesten Dinge. Ein ehemaliges Zimmermädchen verriet nun ihre schlimmsten Erfahrungen.

Man selbst bekommt sie während eines Hotelaufenthalts oft gar nicht zu Gesicht – dafür erfahren Zimmermädchen aber umso mehr über die Gewohnheiten und Verhaltensweisen der Gäste. Wie interessant ein Blick hinter die Kulissen sein kann, zeigt nun ein „AMA“-Thread auf der Online-Diskussionsplattform Reddit. „AMA“ steht für „Ask me anything“ (dt. „Fragt mich alles“) und wird oft von Usern als Aufhänger genutzt, die einem interessanten Job nachgehen und anonym Fragen dazu beantworten wollen. Jetzt packte dort ein ehemaliges Zimmermädchen unter dem Nutzernamen „u/Kaffeetasse286“ aus, das drei Jahre lang in dem Beruf gearbeitet hat. Verifiziert ist ihre Geschichte allerdings nicht, deswegen ist alles mit Vorsicht zu genießen.

Zimmermädchen berichtet anonym von unangenehmen Erlebnissen mit Hotelgästen

Bei den Nutzern stößt die Option, ein Zimmermädchen nach ihrem Arbeitsalltag zu befragen, auf großes Interesse. Einer möchte sofort wissen: „Was war dein unangenehmstes Erlebnis mit einem Gast?“ Und wie zu erwarten, hat die ehemalige Hotelmitarbeiterin hier einige Anekdoten zu erzählen. Eine davon ist zum Beispiel: „Ein Gast hat behauptet, ich hätte ihm erlaubt, um 18.00 Uhr auszuchecken. War gelogen und ich habe per Kamera nachgewiesen, dass ich den Gast nie gesprochen habe.“ Bei einer anderen Begebenheit habe sie einem Gast sein gewaschenes und gebügeltes Hemd bringen wollen „und er hat mich angeschrien, denn er wollte nicht gestört werden“. Dabei habe er das Hemd gebraucht. Auch in unangenehme Situationen sei sie versehentlich hineingeplatzt: „Ein Pärchen, das ‚dabei‘ war und mein Klopfen nicht gehört hat – die haben mich nicht mal gesehen und ich bin leise wieder raus.“

Zimmermädchen bekommen so einiges von ihren Gästen mit. (Symbolbild)

Was Hotelgäste gerne mitgehen lassen

Immer wieder hört man auch davon, dass Gäste sich fast schon zu sehr wie daheim fühlen und einfach Kleinigkeiten aus dem Hotelzimmer mitgehen lassen. Auch das ehemalige Zimmermädchen bestätigt auf Reddit, wie großzügig sich manche Gäste am Inventar des Hotels bedienen: „Gäste haben fast das komplette Zimmer ausgeräumt inkl. Stühlen und Minibar. Eigentlich dämlich, man weiß ja, wer es war. Klassiker waren Handtücher, alles andere kaum, z. B. Bademäntel hat in der ganzen Zeit keiner bei meinen Zimmern geklaut.“

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Zimmermädchen berichtet von „Kaltabreise“ eines Gastes

Abgesehen von Fauxpas‘ und ungehobeltem Verhalten der Gäste können Hotelmitarbeiter aber auch in tragische Situationen geraten, wie eine Frage eines weiteren Users offenbart. Dieser wollte wissen, ob das ehemalige Zimmermädchen schon einmal erlebt hat, dass ein Gast im Hotel verstorben ist. „Ja, nicht bei mir, aber bei einer Kollegin – einer lag unter dem Bett“, schreibt die Frau. „Ganz makaber wurden solche Fälle eine ‚Kaltabreise‘ genannt, da kriege ich immer noch Gänsehaut“. Wie er unter das Bett gekommen war, verstehe sie bis heute nicht.

Selbstbeteiligung oder mehr zahlen aufgrund des Alters: Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung

Ein Kreuz auf einem Friedhof
Wann greift die Reiserücktrittsversicherung? Bei Tod oder unerwarteter, schwerer Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Die Reiserücktrittsversicherung greift in der Regel auch, wenn eine unerwartete Impfunverträglichkeit auftritt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Arbeitsmarkt
Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © picture alliance / dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität können valide Gründe für einen Reiserücktritt sein. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einem Bruch von Prothesen oder einer unerwarteten Lockerung von Implantaten können Sie von der Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage können Sie von einer Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verschiebung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wenn die Urlaubsvertretung eines Selbständigen ausfällt, zum Beispiel wegen Krankheit, dürfen Sie von der Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch das gilt: Eine unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch ein unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark) sorgt dafür, dass die Reiserücktrittsversicherung greift. © dpa

Trinkgeld bei Zimmermädchen immer gerne gesehen

Viele Reddit-Nutzer interessieren sich außerdem, dafür, wie man dem Personal etwas Gutes tun kann. Die Antwort darauf ist sehr simpel: „Kein Witz – ein ‚Hallo‘, ‚guten Morgen‘ oder irgendwas in der Art. Das war für mich tatsächlich ganz schlimm, denn sobald ich die Uniform trug, wurde ich für die Gäste unsichtbar und sie haben mich nur sehr selten zurückgegrüßt. Sie guckten mich nur an und gingen weiter.“ Wer den Zimmermädchen zusätzlich unter die Arme greifen wolle, könne seine Bettwäsche selbstständig abziehen und aufs Bett oder den Boden werfen. Auch über ein Trinkgeld habe sie sich immer sehr gefreut – gerade weil es kein Muss sei.

Rubriklistenbild: © Zeljko Dangubic/Imago

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