Krankmachende Keime

Leitungswasser: In welchen Ländern lauern Krankheitserreger und wo nicht

Als Kind bläuen einem die Eltern ein, in bestimmten Urlaubsregionen besser nicht Wasser aus dem Hahn zu trinken. Das gilt besonders für Schwangere.

In Deutschland ist man verwöhnt: Das Wasser ist vielerorts so rein und gut aufbereitet, dass man Leitungswasser problemlos aus dem Hahn trinken kann. Man muss sich nur wenig Gedanken darüber machen, ob sich darin krankheitserregende Keime tummeln oder giftige Metalle befinden. Besonders ersteres ist auch ein Hauptgrund, warum sich viele nicht trauen, Leitungswasser im Urlaub zu trinken. Das gilt besonders für Länder wie Ägypten, die Dominikanische Republik oder die Türkei.

In welchen Urlaubsländern kann man bedenkenlos Wasser aus dem Hahn trinken? 

Schließlich wird immer wieder davor gewarnt, dass das Leitungswasser aus diesen Ländern verseucht sein und für unangenehme Beschwerden wie Durchfall oder Erbrechen sorgen könnte. 80 Prozent aller Reiseerkrankungen führt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) demnach auf verunreinigtes Trinkwasser zurück. Das lässt sich allein dadurch vermeiden, dass man es entweder abkocht oder Wasser aus Flaschen bezieht. Aber auch wenn es nicht verunreinigt ist, können darin Krankheitserreger sein, die für die Einheimischen kein Problem darstellen, aber Urlaubern zu schaffen machen.

Wer im Urlaub Wasser aus dem Hahn benutzen will, sollte sich vorher darüber informieren.

Dennoch gibt es Ferienorte, wo es völlig unbedenklich ist, Wasser aus dem Hahn zu sich zu nehmen, wenn der Durst kommt. In diesen Urlaubsländern können Sie laut reisereporter.de beherzt aus dem Hahn trinken:

  • Amerikanische Jungferninseln
  • Aruba
  • Australien

    Belgien
  • Costa Rica

    Curaçao
  • Dänemark
  • Deutschland

    Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland

    Großbritannien
  • Grönland
  • Guadeloupe
  • Irland
  • Island
  • Israel
  • Italien
  • Japan
  • Kanada
  • Kroatien
  • Liechtenstein
  • Luxemburg
  • Martinique
  • Monaco
  • Neukaledonien
  • Neuseeland
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Portugal
  • Puerto Rico
  • La Réunion
  • San Marino
  • Schweden
  • Schweiz
  • Singapur
  • Slowakei
  • Slowenien
  • Spanien
  • Südkorea
  • Tschechien
  • Ungarn
  • USA
  • Vereinigte Arabische Emirate

Wasser aus dem Hahn trinken: In manchen Ländern voller Chlor

Allerdings gibt es auch einige Länder aus der Liste, deren Trinkwasser zwar unbedenklich, aber dennoch mit Vorsicht zu genießen ist. Dazu zählen unter anderem die USA, Belgien oder Portugal. Das Leitungswasser ist dort trinkbar, dennoch beschweren sich viele Urlauber über einen seltsamen Geschmack. Das liegt daran, dass dort das Leitungswasser gechlort wird. Grundsätzlich ist es daher besonders für Schwangere, Stillende und ältere Menschen ratsamer, auch in diesen Ländern Wasser aus Flaschen zu verzehren.

Diese Viren und Bakterien machen uns krank

Eine mit Coronaviren befallene Zelle
Ende 2019 wurde zum ersten Mal über das Coronavirus Sars-CoV-2 berichtet. Zuerst nur in China diagnostiziert, breitete sich die durch Coronaviren ausgelöste Krankheit Covid-19 weltweit aus. Die Pandemie hat im Jahr 2020 weltweit etwa 1.900.000 Todesopfer gefordert. Auf der Darstellung oben ist eine menschliche Zelle (grün) zu sehen, die mit Coronaviren (gelb) infiziert ist.  © Niaid/dpa
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat.
HIV-Virus: Das Virus löst die Immunschwäche Aids aus. Rund 20 Jahre nach seiner Entdeckung ist Aids die verheerendste Infektionskrankheit, die die Menschheit seit der Pest im 14. Jahrhundert herausgefordert hat. © dpa
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch.
Pest Erreger Yersinia pestis: Die Infektionserkrankung wird erstmals im 6. Jahrhundert im Mittelmeerraum nachgewiesen. 1894 wird das Bakterium entdeckt. Heutzutage sind bei früher Diagnose die Heilungschancen durch Antibiotika hoch. © dpa
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff.
Ebola Virus: Das Virus verursacht mit inneren Blutungen einhergehendes Fieber. In bis zu 90 Prozent der Fälle verläuft die Krankheit tödlich. Wissenschaftler arbeiten mit Hochdruck an einem Impfstoff. © dpa
Grippe Virus
Grippe Virus: Antigene (gelbe und blaue Antennen) sitzen auf einer doppelten Fettschicht, die sich um die Erbsubstanz im Inneren schließt. Mit der Vermischung verschiedener Virentypen entstehen neue Erbsubstanzen und damit auch Antigene. © dpa
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus.
Herpes Virus: Herpes simplex-Viren sind weltweit verbreitet. Nach einer Erstinfektion verbleibt das Virus in einem Ruhezustand lebenslang im Organismus. © dpa
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16)
Rhinovirus Human rhinovirus 16 (HRV16): Schnupfen verbreitet sich weltweit durch Rhinoviren. © dpa
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung.
Schweinegrippe Virus 1976: Die klassische Schweinegrippe ist ein Influenza-A-Virus vom Subtyp H1N1, der 1930 erstmals isoliert wurde. Daneben sind auch die drei Subtypen H1N2, H3N2 und H3N1 von Bedeutung. © dpa
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann.
Schweinegrippe Virus unter einem Transmissionselektronenmikroskop: 2009 brach die Schweinegrippe in Mexiko aus. Dabei handelt es sich um ein mutiertes Schweinegrippevirus vom Subtyp H1N1, das anders als gewöhnlich auch von Mensch zu Mensch übertragen werden kann. © dpa
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen.
Spanische Grippe Virus: Die Spanische Grippe (1918) gilt als die schlimmste Grippe-Pandemie aller Zeiten. Bei der Spanischen Grippe handelt es sich um den Virenstrang H1N1, der besonders junge Menschen dahin raffte. Experten schätzen die Zahl der Opfer auf 40 bis 50 Millionen. © dpa
Auslöser der Tuberkulose sind Bakterien (Mycobacterium tuberculosis)
Tuberkulosebakterium Mycobacterium tuberculosis: Die auch als Schwindsucht bekannte Krankheit ist, obwohl sie heutzutage als heilbar gilt, eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten der Welt. © dpa
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz.
Vogelgrippe Influenza-A: Schema des Influenza-A-Virus (Computer-Darstellung von Januar 2006). Der aggressive Vogelgrippe-Virus des Subtyps H5N1 gehört zur Gruppe der Influenza-A-Viren, ebenso wie die zahlreichen menschlichen Grippeviren. Das Virus ist kugelrund, sein Durchmesser beträgt nur 0,1 tausendstel Millimeter. In seinem Inneren ist lediglich Platz für ein paar Proteine und die Erbsubstanz. © dpa

Rubriklistenbild: © Maskot/Imago

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