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Riesen-Flugzeug: Tragflächen des Stratolaunch sind länger als ein Fußballfeld

Zwei Rümpfe und so lange Tragflächen, dass sie kaum in den Hangar passen – das ist der amerikanische Stratolaunch. Nun absolvierte er einen wichtigen Testflug.

Da wirkt selbst ein Airbus A380 wie ein Mini-Flieger: Der Stratolaunch ist zwar von der Nase bis zum Heck genauso lang wie der zweistöckige Passagierjet, nämlich 73 Meter – hat aber zwei Rümpfe und eine Spannweite von 117 Metern (A380: 80 Meter). Selbst ein Fußballfeld ist mit 106 Metern nicht annähernd so lang wie die Tragflächen dieses Superjets.

Riesen-Flugzeug: Seine Tragflächen sind länger als ein Fußballfeld

Der Stratolaunch passt mit 117 Metern Spannweite gerade so in den Hangar.

Als Teilespender für sein spektakuläres Model 351 (so die offizielle Werksbezeichnung) nutzte das US-Unternehmen Stratolaunch Systems zwei gebrauchte Boeing 747–400. Aus den Jumbo-Jets stammen unter anderem die sechs Triebwerke des Herstellers Pratt & Whitney, das Fahrwerk, die Avionik sowie das rechte Cockpit, das mit zwei Piloten und einem Ingenieur besetzt ist.

Sechs Stunden in der Luft: Der Stratolaunch absolvierte seinen bislang längsten Testflug.

Konzipiert ist die auch „Roc“ (nach dem Fabel-Riesenvogel Roch) genannte Maschine als fliegende Startrampe für künftige Überschall-Flugzeuge oder für bis zu drei Raketen, die sie auf eine Höhe von bis zu 30.000 Fuß (neun Kilometer) bringen kann. Den Erstflug hatte das Einzelstück bereits 2019, bislang fand sich allerdings kein Käufer – obwohl es Gerüchten zufolge Verhandlungen mit dem Flug- und Raumfahrt-Unternehmer Richard Branson gegeben haben soll.

Flughafen Frankfurt in Bildern: Das Drehkreuz in die Welt

Die Skyline immer im Blick: Der Flughafen Frankfurt liegt rund zwölf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.
Die Skyline immer im Blick: Der Flughafen Frankfurt liegt rund zwölf Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. © Arnulf Hettrich/Imago
So sah der Flughafen Frankfurt Ende der 1950er Jahre aus.
So sah der Flughafen Frankfurt Ende der 1950er Jahre aus. In dieser Zeit begann der zivile Luftverkehr deutlich zu wachsen. Nach dem Zweiten Weltkrieg war der Flughafen wichtiger Ausgangspunkt für die Berliner Luftbrücke. © Gerhard Leber/Imago
Im April 1970 wurde der Frankfurter Flughafen per Vertrag zur Heimatbasis der Lufthansa – und das ist bis heute so.
Im April 1970 wurde der Frankfurter Flughafen per Vertrag zur Heimatbasis der Lufthansa – und das ist bis heute so. © Sebastian Gollnow/dpa
Ender der 1970er Jahre war schon deutlich mehr los. Hier wird eine Boeing 727 am Gate abgefertigt.
Ender der 1970er Jahre war schon deutlich mehr los. Rund neun Millionen Passagiere fliegen jährlich über den Flughafen Frankfurt. Hier wird eine Boeing 727 am Gate abgefertigt. © Gerhard Leber/Imago
Die Nordwest-Landebahn auf der östlichen Seite der A3 am Flughafen Frankfurt wurde 2011 eingeweiht.
Die Nordwest-Landebahn auf der östlichen Seite der A3 am Flughafen Frankfurt wurde 2011 eingeweiht. Während der Corona-Pandemie fungierte sie als Parkplatz für stillgelegte Flieger. © Uli Deck/dpa
Ebenfalls seit 2011 gilt am Flughafen Frankfurt ein nächtliches Start- und Landeverbot zwischen 23:00 und 5:00 Uhr. Anwohner sehen sich auch tagsüber starken Fluglärm ausgesetzt.
Ebenfalls seit 2011 gilt am Flughafen Frankfurt ein nächtliches Start- und Landeverbot zwischen 23:00 und 5:00 Uhr. Anwohner sehen sich auch tagsüber starken Fluglärm ausgesetzt. © Arne Dedert/dpa
Rund 81.000 Menschen arbeiten am Flughafen Frankfurt, um wie im Vor-Corona-Jahr 2019 rund 70 Millionen Passagiere abzufertigen. Die große Anzeigetafel im Terminal 1 ist weltbekannt und ein beliebtes Fotomotiv.
Rund 81.000 Menschen arbeiten am Flughafen Frankfurt, um wie im Vor-Corona-Jahr 2019 rund 70 Millionen Passagiere abzufertigen. Die große Anzeigetafel im Terminal 1 ist weltbekannt und ein beliebtes Fotomotiv. © Becker&Bredel/Imago
Während der Corona-Pandemie herrschte am Flughafen Frankfurt gähnende Leere. Der Verlust für Betreiber Fraport und die Airline summiert sich im Milliarden-Bereich.
Während der Corona-Pandemie war es am Flughafen Frankfurt besonders ruhig. Der Verlust für Betreiber Fraport und die Airline summiert sich im Milliarden-Bereich. © Boris Roessler/dpa
Die Einflugschneise über die A5 ist bei Fotografen und Luftfahrtfans besonders beliebt.
Die Einflugschneise über die A5 ist bei Fotografen und Luftfahrtfans besonders beliebt. © Silas Stein/dpa
Nicht nur Menschen fliegen vom Flughafen Frankfurt: Bei normaler Auslastung werden in der Cargo City Süd zwei Millionen Tonnen Luftfracht im Jahr ein- und ausgeladen.
Nicht nur Menschen fliegen vom Flughafen Frankfurt: Bei normaler Auslastung werden in der Cargo City Süd zwei Millionen Tonnen Luftfracht im Jahr ein- und ausgeladen. © Stefan Rebscher/dpa
Schaltzentrale: Blick aus dem Kontrolltower auf das Vorfeld. Hier wird der Verkehr auf dem Flughafen Frankfurt koordiniert.
Schaltzentrale: Blick aus dem Kontrolltower auf das Vorfeld. Hier wird der Verkehr auf dem Flughafen Frankfurt koordiniert. © Frank Rumpenhorst/dpa
Der Flughafen Frankfurt ist hin und wieder auch Beginn der Partymeile, wie bei der Rückkehr von Eintracht Frankfurt nach dem Europa-League-Sieg.
Der Flughafen Frankfurt ist hin und wieder auch Beginn der Partymeile, wie bei der Rückkehr von Eintracht Frankfurt nach dem Europa-League-Sieg. © Thomas Frey/dpa
Am Flugsteig G des Terminal 3 am Flughafen Frankfurt wird noch fleißig gewerkelt.
Am Flugsteig G des Terminal 3 am Flughafen Frankfurt wird noch fleißig gewerkelt. 2026 soll es auch ab hier in die weite Welt gehen. © brennweiteffm/Imago
Vom Flieger in die Bahn: Das 660 Meter lange und 65 Meter breite Gebäude „The Squaire“ steht weithin sichtbar auf einer Plattform über dem ICE-Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt.
Vom Flieger in die Bahn: Das 660 Meter lange und 65 Meter breite Gebäude „The Squaire“ steht weithin sichtbar auf einer Plattform über dem ICE-Fernbahnhof am Flughafen Frankfurt. © Arne Dedert/dpa
Ein pulsierender Ort: Der Flughafen Frankfurt.
Ein pulsierender Ort: Der Flughafen Frankfurt. © Stefan Rebscher/dpa

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Riesen-Flugzeug: Käufersuche und sechsstündiger Testflug

Um seine Praxis-Tauglichkeit zu beweisen, absolvierte der Stratolaunch jetzt seinen bislang längsten Flug: einen sechsstündigen Trip über der Mohave-Wüste im Südwesten der USA. Danach feierten soziale Medien, etwa Facebook, es als „größtes Flugzeug der Welt“. Und ernteten sofort Widerspruch: „Nicht ‘größtes’. Nur größte Spannweite“, postete ein fachkundiger User, und verwies auf die 84 Meter lange Antonov An-225 – deren letztes Exemplar allerdings beim russischen Überfall auf die Ukraine zerstört wurde. Etwas länger als der Stratolaunch ist im Übrigen auch die Boeing 747-8 (die auch die nächste Air Force One wird), mit 76 Metern. Die Faszination des mächtigen Zwei-Rümpfers beeinträchtigt das freilich nicht.

Rubriklistenbild: © Stratolaunch Systems

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