Verstoß gegen Corona-Schutzverordnung

Quarantänepflicht in vier Bundesländern entfallen: Was das für Reisen in Deutschland bedeutet

Das Ende der Corona-Quarantänepflicht in vier Bundesländern bietet vielen Bürgern wieder mehr Freiheiten. Allerdings gilt Vorsicht bei Reisen in Deutschland.

Wer sich in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen oder Schleswig-Holstein positiv auf das Coronavirus testet, muss seit dem 16. November nicht mehr in häusliche Quarantäne. Für Betroffene gilt einzig eine Maskenpflicht außerhalb der eigenen vier Wände – empfohlen wird das Tragen einer FFP2-Maske. Bisher galt deutschlandweit die Regel, dass Infizierte mindestens fünf Tage in Selbstisolation verbringen müssen. Wer sich nun trotz Corona-Infektion auf Reisen begeben will, sollte aber vorsichtig sein. In den anderen Bundesländern besteht weiterhin Quarantänepflicht.

Corona-Quarantänepflicht in anderen Bundesländern: Strafen von bis zu 5.000 Euro bei Verstößen

Mit dem Alleingang der vier Bundesländer herrscht nun wieder ein Flickenteppich in Deutschland. Positiv Getestete aus Bayern dürfen zum Beispiel mit Bus, Zug oder Flugzeug nach Baden-Württemberg oder Hessen reisen, jedoch nicht nach Hamburg oder Berlin. Wer in Hamburg nachweislich gegen die Quarantänebestimmungen verstößt, muss mit einer Strafe zwischen 150 und 2.000 Euro rechnen. In Berlin kostet ein Verstoß gegen die Corona-Schutzverordnung sogar zwischen 1.000 und 5.000 Euro. Die Lockerungen in Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein sind also kein Freifahrtschein, sich wieder ohne Auflagen innerhalb Deutschlands zu bewegen. Auch bei Reisen über die Landesgrenzen hinweg sollten positiv Getestete sich zuerst über die Bestimmungen des Landes informieren. In Frankreich gilt beispielsweise weiterhin eine Isolationspflicht.

Der Herbst bietet sich wunderbar an, um die Natur in Deutschland zu erkunden – bei einer Corona-Infektion sollten Sie aber vorsichtig sein.

Zuspruch und Kritik am Ende der Corona-Quarantänepflicht

Die Kassenärztlichen Vereinigungen begrüßen das Ende der Corona-Quarantäne in den vier Bundesländern und spricht sich sogar für ein bundesweit einheitliches Vorgehen aus. „Wir müssen zurück zur Normalität und mit Corona umgehen und leben wie mit anderen Infektionskrankheiten auch“, sagte der stellvertretende KBV-Vorstandsvorsitzende Dr. Stephan Hofmeister. „Im Falle gefährlicherer Varianten können Quarantäne-Regelungen natürlich weiterhin sinnvoll sein.“

Selbstbeteiligung oder mehr zahlen aufgrund des Alters: Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung

Ein Kreuz auf einem Friedhof
Wann greift die Reiserücktrittsversicherung? Bei Tod oder unerwarteter, schwerer Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Die Reiserücktrittsversicherung greift in der Regel auch, wenn eine unerwartete Impfunverträglichkeit auftritt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
Arbeitsmarkt
Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © picture alliance / dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität können valide Gründe für einen Reiserücktritt sein. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einem Bruch von Prothesen oder einer unerwarteten Lockerung von Implantaten können Sie von der Reiserücktrittsversicherung Gebrauch machen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Bei einer Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage können Sie von einer Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verschiebung des Termins nicht zustimmt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Wenn die Urlaubsvertretung eines Selbständigen ausfällt, zum Beispiel wegen Krankheit, dürfen Sie von der Reise zurücktreten. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch das gilt: Eine unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
Auch ein unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark) sorgt dafür, dass die Reiserücktrittsversicherung greift. © dpa

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Anders sieht das hingegen die Deutsche Stiftung Patientenschutz: Die Isolationspflicht verhindere laut Vorstand Eugen Brysch die Ausbreitung des Virus, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. „Darüber hinaus werden infizierte Arbeitnehmer geschützt, einem Beschäftigungsdruck nachzugeben. Diese Fakten wischen Bundesländer vom Tisch, die die Isolationspflicht beerdigen.“ Auch für Arbeitnehmer mit Tätigkeiten in anderen Bundesländern würden die unterschiedlichen Regelungen nur für Chaos sorgen. „Schließlich überqueren allein Millionen Pendler täglich Ländergrenzen. Nicht selten sind das nur wenige Schritte.“

Rubriklistenbild: © Imago

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