Nicht alles Gold, was glänzt

Kreuzfahrt-Junkie verrät: Sieben Dinge, die Sie nie an Bord kaufen sollten

Eine Frau war auf mehr als 50 Kreuzfahrten und kennt die Tricks an Bord. Nun warnt sie andere Reisende vor den gängigsten Kostenfallen – dazu gehören auch All-inclusive-Pakete.

Die Kreuzfahrt boomt: In den vergangenen Jahren ist ein regelrechter Hype um den Urlaub auf See entstanden. Durch die Coronakrise hat die Branche einen kleinen Knick erlebt, doch nun nimmt die Nachfrage wieder Fahrt auf. Wer sich also bereits jetzt für eine Kreuzfahrt im kommenden Jahr interessiert, für den hat Amanda Adler einige Tipps parat. Die Frau hat bereits mehr als 50 Seereisen mitgemacht und ist ein echter Profi, was das angeht.

Kreuzfahrt-Junkie verrät: Sieben Dinge, die Sie nie an Bord kaufen sollten

Viele Angebote an Bord klingen verlockend, können aber unnötig ins Geld gehen.

Sie weiß auch um die „Fettnäpfchen“, die andere Reisende gerne machen oder auch versteckte Kostenfallen, die man besser umschiffen sollte. Schließlich gibt es einige Verlockungen an Bord, die man sich allerdings getrost sparen und somit seinen Geldbeutel schonen kann.

1. Kostenfalle: Teure Balkonkabinen

Die Idee dahinter ist einfach: Wenn man eine Kabine auf einer Kreuzfahrt bucht, will man auch den Ausblick genießen. Um noch ein wenig mehr Privatsphäre zu haben, um die frische Luft zu genießen, bestehen manche auf einen Balkon. Doch Amanda Adler sieht das anders, sie findet, dass Balkonzimmer den Aufpreis nicht wert sind. Stattdessen kritisiert sie den Platzmangel gegenüber dem Newsportal businessinsider.de.

Schließlich ist ein Balkon nicht geräumig genug für Sitzgelegenheiten, geschweige denn für mehrere Personen, meint sie. Wer zudem gerne mal etwas Luft in die Kabine lässt, hat das Problem, dass Lärm, Zigarettenqualm und Co. von den umliegenden Balkonen hereinwehen. Die Mutter eines Sohnes rät daher zu Kabinen mit Bullauge für mehr Privatsphäre.

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2. Kostenfalle: All-inclusive-Getränkepakete

Viele Kreuzfahrtlinien bieten All-inclusive an, sei es beim Essen oder bei den Getränken. Damit können Passagiere während der gesamten Reise unbegrenzt schlemmen und trinken. Diese Pakete können bereits im Vorhinein hinzugebucht werden und sind vom Preis her je nach Reederei unterschiedlich gestaffelt. Doch Kreuzfahrt-Profi Adler hat nachgerechnet: So viel könne man am Tag gar nicht trinken (auch nicht teurere alkoholische Getränke), um das Geld, was man dafür ausgegeben hat, wieder hereinzuholen. Insgesamt spare man mehr, wenn man Getränke à la carte bestelle, sagt sie.

3. Kostenfalle: Duty free-Angebote

Auch wenn es auf dem Schiff Geschäfte gibt, die zollfreien Alkohol oder Parfüm anbieten, sollte man nicht sofort blind zuschlagen, warnt Adler. Sie habe sich auf ihren vielen Reisen umgeschaut und kaum wirklich günstige Angebote an Bord gefunden. Zwar sei etwa Parfüm dort oftmals etwas günstiger als im normalen Einzelhandel, doch die Expertin habe bereits auch ähnlich günstige Angebote an Land gefunden, verrät sie.

Umwelt-Drama: Diese sieben Reiseziele werden "dank" Kreuzfahrtschiffen komplett zerstört

Immer wieder gibt es Proteste gegen den Kreuzfahrt-Tourismus in der spanischen Stadt. Der Hafen von Barcelona soll schließlich der am stärksten von Umweltverschmutzung betroffener Hafen Europas sein. 32 Tonnen Schwefeloxid landeten allein 2017 im Wasser. Nun wird an einem Einfahrtslimit gefeilt.
Immer wieder gibt es Proteste gegen den Kreuzfahrt-Tourismus in der spanischen Stadt. Der Hafen von Barcelona soll schließlich der am stärksten von Umweltverschmutzung betroffener Hafen Europas sein. 32 Tonnen Schwefeloxid landeten allein 2017 im Wasser. Nun wird an einem Einfahrtslimit gefeilt. © dpa / David Zorrakino
Die Altstadt des kroatischen Dubrovnik ist UNESCO-Welterbe und Drehort der Fantasy-Kultserie "Game of Thrones". Kein Wunder, dass tausende Fans jedes Jahr in die Stadt strömen. Täglich sollen zudem zehn Kreuzfahrtschiffe mehr als 10.000 Passagiere am Hafen absetzen - zu viel für die engen Gassen Dubrovniks.
Die Altstadt des kroatischen Dubrovnik ist UNESCO-Welterbe und Drehort der Fantasy-Kultserie "Game of Thrones". Kein Wunder, dass tausende Fans jedes Jahr in die Stadt strömen. Täglich sollen zudem zehn Kreuzfahrtschiffe mehr als 10.000 Passagiere am Hafen absetzen - zu viel für die engen Gassen Dubrovniks. © dpa / Jens Kalaene
Die UN stufte die Galapagosinseln 2007 als gefährdetes Weltkulturerbe ein. Der Grund dafür: Durch die Zunahme von Kreuzfahrten, Frachtern & Co. sollen immer mehr fremde Arten in das fragile Ökosystem eingeschleppt worden sein. Heute wird jedes Kreuzfahrtschiff, das anlegen möchte, von den Behörden präventiv überprüft.
Die UN stufte die Galapagosinseln 2007 als gefährdetes Weltkulturerbe ein. Der Grund dafür: Durch die Zunahme von Kreuzfahrten, Frachtern & Co. sollen immer mehr fremde Arten in das fragile Ökosystem eingeschleppt worden sein. Heute wird jedes Kreuzfahrtschiff, das anlegen möchte, von den Behörden präventiv überprüft. © dpa / Guillermo Legarias
Medienberichten zufolge versenkte ein Schiff der Carnival Cruise 2018 illegal Lebensmittelabfälle im fragilen Ökosystem vor der Küste Australiens. Laut einem Bericht der australischen Behörde für maritime Sicherheit geht man von mehr als 27.000 Litern aus. Die verheerende Folge: Die Hälfte aller Korallen soll an den Folgen der Meeresverschmutzung erstickt sein.
Medienberichten zufolge versenkte ein Schiff der Carnival Cruise 2018 illegal Lebensmittelabfälle im fragilen Ökosystem vor der Küste Australiens. Laut einem Bericht der australischen Behörde für maritime Sicherheit geht man von mehr als 27.000 Litern aus. Die verheerende Folge: Die Hälfte aller Korallen soll an den Folgen der Meeresverschmutzung erstickt sein. © dpa / Great Barrier Reef Marine Park Authority
Mallorca ist ein beliebtes Ziel von Kreuzfahrtschiffen. Doch den Einwohnern reicht's: Mehr als 11.000 Mallorquiner haben eine Petition unterzeichnet, die nur ein Kreuzfahrtschiff pro Tag fordert. Aus gutem Grund: Mallorca liegt auf der Liste der am stärksten durch Umweltverschmutzung betroffenen Häfen in Europa 2017 auf Platz 2.
Mallorca ist ein beliebtes Ziel von Kreuzfahrtschiffen. Doch den Einwohnern reicht's: Mehr als 11.000 Mallorquiner haben eine Petition unterzeichnet, die nur ein Kreuzfahrtschiff pro Tag fordert. Aus gutem Grund: Mallorca liegt auf der Liste der am stärksten durch Umweltverschmutzung betroffenen Häfen in Europa 2017 auf Platz 2. © dpa / Clara Margais
Auf dem griechischen Santorin wurde bereits ein Passagierzahlenlimit verhängt. Schließlich strömen 10.000 Touristen pro Tag auf die gerade mal 76 Quadratkilometer große Insel. Die Gemeinde versucht derzeit, diese auf 8.000 zu begrenzen. Die Strom- und Wasserversorgung sollen an ihr Limit gelangen, die Abfallmenge hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt.
Auf dem griechischen Santorin wurde bereits ein Passagierzahlenlimit verhängt. Schließlich strömen 10.000 Touristen pro Tag auf die gerade mal 76 Quadratkilometer große Insel. Die Gemeinde versucht derzeit, diese auf 8.000 zu begrenzen. Die Strom- und Wasserversorgung sollen an ihr Limit gelangen, die Abfallmenge hat sich in den letzten fünf Jahren verdoppelt. © dpa / Angelos Tzortzinis
600 Kreuzfahrtschiffe legen jedes Jahr im Hafen von Venedig an. Die UNESCO warnt daher vor dem "außerordentlich hohen Touristendruck", der Venedigs "Identität und kulturelle und soziale Integrität" gefährden soll. Schließlich ist Venedig bereits seit längerem von Hochwasser und großen Verschmutzungen betroffen. Nun hat die Stadt die Einfahrt von Kreuzfahrtschiffen, die mehr als 96.000 Tonnen wiegen, in den Guidecca-Kanal verboten.
600 Kreuzfahrtschiffe legen jedes Jahr im Hafen von Venedig an. Die UNESCO warnt daher vor dem "außerordentlich hohen Touristendruck", der Venedigs "Identität und kulturelle und soziale Integrität" gefährden soll. Schließlich ist Venedig bereits seit längerem von Hochwasser und großen Verschmutzungen betroffen. Nun hat die Stadt die Einfahrt von Kreuzfahrtschiffen, die mehr als 96.000 Tonnen wiegen, in den Guidecca-Kanal verboten. © dpa / XinHua

4. Kostenfalle: Fotos als Erinnerung

Auf jedem Schiff gibt es einen Fotostand, wo man Urlaubsbilder für die Ewigkeit festhalten kann. Sie sind ein schönes Souvenir, zudem werden die Fotos vor lustigen Kulissen und einem professionellen Setting geschossen. Doch wer vom Schiffsfotografen abgeknipst werden möchte, muss dafür lange anstehen, weiß Adler. Günstiger und authentischer sei es ihr zufolge, mit dem Smartphone oder einer eigenen Kamera Schnappschüsse von den Liebsten festzuhalten.

4. Kostenfalle: Internet zum großen Preis

Wer nicht mit einer horrenden Rechnung nach der Kreuzfahrt überrascht werden will, sollte besser sein Smartphone und Laptop ausschalten und eine „Digital Detox“ einlegen. Mitten auf dem Ozean gibt es schließlich fast keine Internetverbindung. Zwar bieten bereits viele Schiffe diesen Service an, doch das Wi-Fi ist oftmals mit hohen Kosten verbunden. Wer allerdings nicht davon lassen kann oder sogar arbeiten muss, sollte am besten an Land im Hafen oder in den Städten suchen, wo es zuverlässiges (und kostenloses) WLAN gibt.

Rubriklistenbild: © Stelian Porojnicu/Imago

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