Dubiose Fälle

Urlauber ziehen vor Gericht wegen aufdringlicher Affen & fünf Stechmücken im Zimmer: Gerichtsurteile gefällt

Ein Weissschulterkapuzineraffe (Cebus hypoleucus) am Strand von Costa Rica mit Bananen in den Händen.
+
Affen können aggressiv reagieren – vor allem dann, wenn sie auf Futtersuche sind.

Wohl kein Urlaub läuft voll und ganz reibungslos ab. Oft hilft es, Kontakt zum Anbieter aufzunehmen. Wenn die Beschwerde nicht fruchtet, ziehen manche sogar vor Gericht.

Der Flug hat Verspätung, das Hotelzimmer entspricht nicht den Fotos auf den Internetseiten des Reiseanbieters oder der Shuttle-Service-Fahrer löst durch seinen Fahrstil Urängste aus? Jede Urlaubsreise hält die ein oder andere Tücke parat. Oftmals löst sich das Problem in Wohlgefallen auf, wenn man mit der Fluggesellschaft, dem Hotel oder dem jeweiligen Mitarbeiter Kontakt aufnimmt. Dann winken Gutscheine und ein Upgrade in ein schöneres Zimmer. Auch der Fahrer mit dem Bleifuß wird wahrscheinlich rücksichtsvoller fahren, wenn Sie ihn charmant darum bitten.

Doch manche Urlauber überspringen diesen Schritt einfach und fahren direkt schwere Geschütze auf – indem sie gerichtlich vorgehen. In manchen Fällen klingen die geschilderten Probleme allerdings eher nach einem schlechten Scherz* als nach ernstzunehmender Klage.

Das könnte Sie auch interessieren: „Schlichtweg sprachlos“: Urlauber klagten tatsächlich schon wegen dieser „Mängel“

Kläger ziehen wegen Affenbiss und zu vieler Mücken vor Gericht

So kam es etwa am Amtsgericht Köln zu einem derartigen Vorfall: Ein Mann hatte geklagt, weil er im Kenia-Urlaub von einem wilden Affen gebissen wurde. Wohlgemerkt war der Urlauber entgegen aller Warnschilder auf dem Hotelgelände mit einer Banane aus dem Hotelrestaurant getreten. Bananen und andere Lebensmittel offen mitzuführen, wäre eine willkommene Einladung für die Affen, die sich auf dem Hotelgelände und in der näheren Umgebung befinden, so die eindringliche Warnung der Hotelbetreiber, die der Urlauber allerdings missachtete. Das Amtsgericht Köln urteilte deshalb, dass der Kläger selbst die Schuld am Affenbiss trug, weshalb die Klage nicht weiter verfolgt wurde, wie die Augsburger Allgemeine berichtete.

Andere, weitaus kleinere Lebewesen, haben einen anderen Urlauber dazu veranlasst, Klage beim Amtsgericht Charlottenburg einzureichen. Im Bali-Urlaub ärgerte sich der Kläger jeden Abend über vier bis fünf Stechmücken im Hotelzimmer, wie die Augsburger Allgemeine berichtete. Für ein Deluxe-Zimmer wäre dies nicht akzeptabel, so die Meinung des Urlaubers, der seinen Reiseveranstalter kurzerhand verklagte. Doch das Amtsgericht Charlottenburg bewertete die „Mückenplage“ als Unannehmlichkeit, für die der Reiseveranstalter nicht die Verantwortung trägt. Ergo: Der Klage wurde nicht stattgegeben. (jg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

700 Kreuzfahrtpassagiere landen unfreiwillig auf den Bahamas – wegen nicht gezahlter Rechnungen
700 Kreuzfahrtpassagiere landen unfreiwillig auf den Bahamas – wegen nicht gezahlter Rechnungen
700 Kreuzfahrtpassagiere landen unfreiwillig auf den Bahamas – wegen nicht gezahlter Rechnungen

Kommentare