Tourismus

Betrugsmasche in Spanien: Polizei warnt vor falschen Euro-Münzen

In Spanien sind aktuell vermehrt falsche Euro-Münzen im Umlauf. Die ansässige Polizei bittet darum, dass Urlauber besonders aufmerksam beim Bezahlen sind.

Seit 2002 bezahlen fast zwei Drittel der EU-Länder mit dem Euro. 2023 wird auch Kroatien als 20. Land auf diese Währung umstellen. Doch was auf der einen Seite das Einkaufen in vielen verschiedenen Ländern einfacher – und zum Teil auch günstiger – macht, birgt auch Potenzial für Kriminelle. Denn einige ausländische Münzen sehen dem Euro zum Verwechseln ähnlich – sind aber nur einen Bruchteil davon wert. Betrüger versuchen so, Touristen zu hintergehen und sie um ihr Geld zu bringen.

Seit 2002 gehören Euromünzen und -scheine fest zum Alltag. Doch einige andere Münzen sehen ihnen zum Verwechseln ähnlich.

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Betrugsmasche in Spanien: Polizei warnt vor falschen Euro-Münzen

Aktuell ist das zum Beispiel in Spanien der Fall. Hier warnt die Polizei (spanisch: Guarda Civil) davor, dass wieder viele Lira-Münzen aus der Türkei im Umlauf seien. Die sehen der gängigen 2-Euro-Münze auf den ersten Blick sehr ähnlich, sind aber umgerechnet gerade mal 32 Cent wert.

Für Touristen ist der Unterschied leicht zu erkennen, man muss nur einmal genau hinschauen. Die Lira-Münze prägt der Schriftzug „Türkiye Cumhuyireti“ (deutsch: Republik Türkei) auf der einen Seite, die andere Seite ist mit einem kleinen Sichelmond über der Zahl versehen.

Euro-Münzen: Spanische Polizei warnt vor weiteren Doppelgängern

Die Zeit vor dem Euro: Wer kennt diese Währungen noch?

Belgische Franc
Vor dem Euro und zwar von 1832 bis 2001 war die Währung Belgiens der Belgische Franken bzw. Belgische Franc. © Johan/Imago
Belgische Franken
Während er in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens Franken genannt wurde, war er in Deutschland und Österreich meist als Franc bekannt. 1 Franc ergab 100 Centimes. © Paolo77/Imago
D-Mark-Scheine und Pfennigmünzen
Diese Scheinchen und Münzen dürften Ihnen bekannt vorkommen. Haben Sie noch D-Mark und Pfennig zuhause? © Imago
Estnische Krone
Von 1928 bis 1940 und von 1992 bis 2010 war die Estnische Krone die Währung Estlands. In der Zeit dazwischen war Estland von der Sowjetunion annektiert worden – zur gemeinsamen Währung wurde der Sowjetische Rubel. Seit dem Beitritt Estlands am 1. Januar 2011 in die Europäische Währungsunion zahlt man in dem baltischen Staat mit Euro. © Johan/Imago
Finnische Mark
Die Finnische Bank tauschte noch bis Ende Februar 2012 Finnische Mark und Pfennig in Euro um. Seitdem hat die Währung, die umgangssprachlich in Deutschland auch Finnmark genannt wurde, nur noch Sammlerwert.  © Janusz Pienkowski/Imago
Französische Franc
Der Französische Franc, ehemalige Währung in Frankreich, zirkulierte auch in Monaco parallel zum Monegassischen Franc und war einziges gesetzliches Zahlungsmittel in Andorra. © Marek Uliasz/Imago
Monegassischer Franc
Der Monegassische Franc des Fürstentums Monaco war paritätisch an den Französischen Franc gebunden und auch in Frankreich gesetzliches Zahlungsmittel, da eine Währungsunion zwischen Monaco und Frankreich besteht. © Ivan Vdovin/Imago
Griechische Drachme
Die Drachme gilt als älteste Währungseinheit der Welt, denn schon in der Antike zahlte man mit Drachmen. Mit der Einführung des Euro ging in Griechenland eine Ära zu Ende. © CSP_majaan/Imago
Irischer Pfund
Beim Irischen Pfund galt, ebenso wie beim Britischen Pfund, 100 Pence = 1 Pfund. © Schöning/Imago
Italienische Lira
Mit Italienischer Lira bezahlte man vor der Einführung des Euro in Italien, San Marino und in der Vatikanstadt. © Imago

Die Guardia Civil warnt aber nicht nur vor der türkischen Lira. Auch die argentinische 2-Peso-Münze hat eine große Ähnlichkeit mit der 2-Euro-Münze. Allerdings ist hier der umgerechnete Wert mit 24 Cent sogar noch geringer als bei der türkischen Lira. Und bei dem ägyptischen Pfund handelt es sich ebenfalls so ganz und gar nicht um „den Schatz des Pharaos Ramses II.“, wie die spanische Polizei schreibt. Mit umgerechnet nicht mal fünf Cent ist der Wertverlust massiv: „Lassen Sie sich nicht betrügen!“, warnt die Guardia Civil hier ganz deutlich. Aber auch hier sind die Unterschiede leicht mit einem genauen Blick auszumachen, der Kopf des Pharaos ist ein ganz deutliches Warnzeichen.

Urlauber aufgepasst: Beim Rückgeld genau hinschauen

Auch, wenn es hier nicht um Riesenwerte geht, kann ein Verlust sehr ärgerlich sein. Urlauber sollten deswegen gerade auf Märkten oder beim Ticket-Kauf das Wechselgeld genau überprüfen:

  • Sind die Zahlen identisch (z.B. eine türkische Lira, wenn es zwei Euro sein sollten)?
  • Kommt Ihnen die Münze bekannt vor?
  • Was steht drauf (Stichwort: Euro)?

Wer auf diese wichtigen Punkte achtet, kann sich vor falschen Münzen schützen. Übrigens: Auch das Geldabheben an Automaten im Ausland kann einige Fallstricke aufweisen, auf die man achten sollte.

Rubriklistenbild: © Westend61/Imago

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