Windrichtung beachten

Wespen mit Kaffeepulver vertreiben: Den Duft mögen sie nicht

Kaffeepulver soll Wespen aus dem Garten fernhalten. Doch stimmt das? Experten raten dazu – aber nur, wenn eine Voraussetzung erfüllt ist.

In der Wohnung, am Gartentisch oder im Beet: Bereits jetzt klagen viele Gartenbesitzer über Wespen. Diese schwirren um einen herum, sind lästig und gehen gerne auf Tuchfühlung mit Kuchen, Menschen und Tieren. Viele stört das, weil sie Angst haben, gestochen zu werden. Die meisten versuchen, den Plagegeistern Herr zu werden, indem sie sie verscheuchen. Sie schlagen nach ihnen, fuchteln mit den Händen herum oder laufen sogar vor ihnen weg.

Wespen mit Kaffeepulver vertreiben: Den Duft mögen sie gar nicht 

Doch Experten warnen davor, schließlich mache dieses Verhalten Wespen nur aggressiv. Mit der Folge, dass sie dann doch zustechen, was besonders problematisch für Allergiker ist. Was aber gegen nervige Gäste tun, wenn man sich gerade auf dem Balkon oder der Terrasse ein Stück Kuchen zu Gemüte führen möchte? Da Wespen unter Artenschutz stehen, darf man sie auch nicht töten. Besser ist es, so Experten, sie sanft und schonend zu vertreiben.

Kuchenessen im Sommer gestaltet sich im Freien schwierig, wenn Wespen in der Nähe sind.

Das geht vorzugsweise mit Hausmitteln wie Kaffeepulver und -satz. Doch stimmt das wirklich? Offenbar soll der Geruch von Kaffee für die störenden Insekten unangenehm sein. Aus diesem Grund bleiben sie dann auch fern. Doch es reicht nicht, einfach eine Tasse Kaffee auf den Tisch zu stellen oder ein paar Bohnen auszulegen. Kaffeepulver ist das Mittel der Wahl, günstig reicht allemal. Frisch muss es auch nicht sein, dafür aber trocken.

Wespen mit Kaffeepulver vertreiben: So gehen Sie Schritt für Schritt vor

Damit die Wespen auch den Duft des Kaffeepulvers leichter wahrnehmen können, ist der nächste Schritt, das trockene Kaffeepulver anzuzünden. Es sollte am besten vor sich hin glimmen und dabei viel Rauch und Qualm erzeugen. Das ist nicht giftig, reicht aber aus, dass die Wespen Abstand halten.

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Übrigens: Haben Sie getrockneten Kaffeesatz aus dem Siebträger oder Filtermaschine übrig, können Sie diesen ebenfalls dafür verwenden. So gehen Sie vor:

  • Ziehen Sie Handschuhe an oder verwenden Sie ein dickes Baumwolltuch.
  • Nehmen Sie ein feuerfestes Behältnis, am besten aus Metall.
  • Geben Sie ein bis zwei Esslöffel Kaffeepulver oder -satz hinein.
  • Platzieren Sie die Schüssel im Freien (nicht in geschlossenen Räumen!) auf einen feuerfesten Untergrund.
  • Stellen Sie sicher, dass Kinder oder Tiere das Behältnis nicht erreichen können.
  • Achten Sie darauf, die Schale aufgrund des Qualms einige Meter weg vom Gartentisch zu platzieren.
  • Nehmen Sie ein Streichholz und zünden Sie das Häufchen Kaffeepulver in der Mitte an.
  • Warten Sie, bis es ganz durchglimmt.

Zusätzlich ist es ratsam, wenn Sie das Behältnis positionieren, darauf zu achten, von wo der Wind kommt. Ansonsten bläst der Qualm in Ihre Richtung, was ebenfalls unangenehm sein kann. Gut zu wissen: Solange das Kaffeepulver glimmt, hält auch die Wirkung des natürlichen Hausmittels gegen die Wespen an. Bei zwei Esslöffeln sind das ungefähr ein bis zwei Stunden. Sitzen Sie allerdings länger, müssen Sie Kaffeepulver oder -satz nachlegen und eventuell dieses neu anzünden.

Kaffeesatz als Natur-Dünger: 11 Pflanzen, die ihn lieben

Lachsfarbene Blüte einer Kamelie (Camellia japonica)
Im Gießwasser aufgelöst ist Kaffeesatz ein hervorragender Dünger für Kamelien. © imagebroker/Imago
Eine Rosenpflanze mit mehreren roten Kospen und eine kleine Gartenschaufel mit getrocknetem Kaffeesatz
Den getrockneten Kaffeesatz kann man auch direkt in den Boden rund um die Rosen einarbeiten. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Eine weiß blühende Engelstrompete (Brugmansia sanguinea) im Kübel auf der Terrasse
Die Engelstrompete hat viele große Blüten und dementsprechend einen hohen Nährstoffbedarf. © Werner Otto/Imago
Zwei mehrere Meter hohe Rhododendronbüsche, die lila und pink blühen
Rhododendren benötigen wie auch Hortensien einen sauren Boden. Kaffeesäure ist daher als Dünger ideal. © Gottfried Czepluch/Imago
Ein kleiner rosa blühender Oleander im Kübel auf einer Terrasse
Eine Überdüngung ist beim Oleander unwahrscheinlich, daher: noch einen Kaffee, bitte. ©  allOver/Imago
Blätter des Frauenhaarfarns aus der Nähe
Auch Zimmerpflanzen wie Farne, zum Beispiel das Frauenhaar-Farn, freuen sich gelegentlich über eine Prise Kaffee. © blickwinkel/Imago
Eine Frauenhand pflückt Erdbeeren in eine Schüssel, im Beet liegen Gartenhandschuhe und eine Harke
Perfekte Resteverwertung: Der Kaffeesatz düngt die Erdbeeren nicht nur, er soll auch Schnecken abschrecken. © Westend61/Imago
Ein Kultur-Heidelbeer-Pflanze mit vielen blauen reifen Früchten
Die Heidelbeere mag sauren Boden und verträgt Kaffeesatz daher sehr gut. © blickwinkel/Imago
Eine Frau im gelben T-Shirt pflückt Brombeeren von einem Zweig mit reifen und unreifen Brombeeren.
Auch Beerensträucher wie die Brombeere bilden dank des Kaliums im Kaffeesatz aromatische Früchte. © Cavan Images/Imago
Auf einer Holzbank liegt eine große gelb-grüne Zucchini vor einer Zucchinipflanze
Zucchini wissen – ebenso wie ihre Verwandten, die Gurken –, während der Fruchtbildung eine Extraportion Kaffeesatz zu schätzen.  © Chromorange/Imago
Ein Mann kniet vor einer großen Tomatenpflanze mit mehreren noch grünen Ochsenherztomaten.
Da Tomaten Starkzehrer sind, benötigen sie genug Nährstoffe, um groß und aromatisch zu werden. ©  Westend61/Imago

Rubriklistenbild: © fotototo/Imago

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