Trotz frisch gewaschener Wäsche

Trockner stinkt? Was Sie gegen übel riechendes Kondenswasser tun können

Wenn Wäschetrockner einen unangenehmen Geruch verströmen, liegt das meist an der Restfeuchte, die im Gerät verbleibt. Wie Sie Gerüche beseitigen – und vorbeugen.

Im Badezimmer sorgt nicht nur die Waschmaschine für das ein oder andere Geruchsproblem. Auch Wäschetrockner können mit der Zeit anfangen zu stinken – und das, obwohl der Trockner gar nicht erst mit übel riechender Schmutzwäsche in Kontakt kommt. Was ist der Grund?

Nicht nur Waschmaschinen können stinken. Auch so mancher Trockner verströmt trotz frisch gewaschener Wäsche einen unangenehmen Geruch.

Warum stinkt der Wäschetrockner?

Die Ursache für einen stinkenden Trockner ist meist zurückgebliebenes Kondenswasser, das sich an verschiedenen Stellen im Gerät sammeln kann. Aber auch andere Verschmutzungen sind nicht ganz unschuldig, wenn wir beim Entnehmen der frisch getrockneten Kleidungsstücke nur noch die Nase rümpfen können:

Diese Wasch-Tipps von Oma haben ausgedient

Frau legt Wäsche in Waschmaschine. Sie kennen bestimmt auch einige Wäsche-Tipps von Ihrer Großmutter - wie hilfreich sind sie?
Sie kennen bestimmt auch einige Hausmittel zum Wäsche waschen, die Ihnen Ihre Großmutter ans Herz gelegt hat. Aber wie nützlich sind diese Wäsche-Tipps wirklich? © Shotshop/Imago
Kirschen. Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel.
Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Weißer Essig bringt leider nur wenig gegen hartnäckige Flecken von Obst oder Beeren. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel. © Jakub Porzycki/Imago
Wäscheständer. Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie unbedingt beherzigen.
Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie laut dem Experten unbedingt beherzigen. Zusätzlich zum kalten Wasser können Sie Spülmittel oder Seife hinzugeben. Verwenden Sie jedoch niemals heißes Wasser: Die Wärme lässt den Eiweißanteil im Blut gerinnen und so wird der Fleck erst recht hartnäckig. © Joko/Imgo
Ein Teebeutel in einer Tasse Tee. Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten.
Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten: Wenn der Fleck noch frisch ist, hilft es bereits den Stoff mit Wasser einzuweichen. Anstatt Glasreiniger sollte ein Spezialfleckenentferner verwendet werden. © Petra Schneider/Imago
Hotdog mit Senf. Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind.
Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind. Bei eingetrockneten Flecken helfen Fleckenvorbehandlungsmittel oder flüssiges Waschmittel. © Shotshop/Imago
Eine Frau bügelt. Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet. Feuchten Sie die Bürste einfach nur mit Wasser leicht an.
Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet.Vergessen Sie das Essigwasser und feuchten Sie die Bürste einfach leicht an. Den Glanzfleck aufrauen und dann ab in die Wäsche mit der Kleidung. © Shotshop/Imago
Erloschene Kerzen. Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur.
Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur - entfernen Sie das Wachs lieber zuerst mit der Hand und behandeln ihn dann mit einem Wachsfleckenentferner. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück bei höchst möglicher Temperatur in der Waschmaschine. ©  YAY Images/Imago
Kugelschreiber. Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt!
Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt! Der Alkohol im Parfüm ist ein gutes Lösungsmittel. Beträufeln Sie den Kugelschreiberfleck damit, reiben Sie ihn ein und stecken Sie das Kleidungsstück in die Wäsche. © YAY Images/Imago
Wäschekorb vor einer Waschmaschine. Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten.
Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten: Zwar hilft der Essig beim Reinigen der Wäsche... © Kirchner-Media/Imago
Defekte Waschmaschine steht auf einem Gehweg. Essig kann zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift.
... doch Essig kann auch zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift. Also bleiben Sie lieber beim Weichspüler. © Frank Sorge/Imago
  1. Trocknertür: Schließen Sie die Tür nach jedem Trocknerdurchlauf? Das ist keine gute Idee. In Wäschetrocknern sammelt sich jede Menge Kondenswasser an, was bei geschlossener Tür schnell zu Schimmelbildung führt. Lassen Sie deshalb die Tür – wie auch bei der Waschmaschine – immer ein wenig geöffnet, damit die Flüssigkeit entweicht.
  2. Kondenswasserbehälter: Die meisten Wäschetrockner besitzen einen Wasserbehälter, der das anfallende Kondenswasser auffängt. Wird der Behälter nicht zügig geleert, kann es anfangen zu stinken.
  3. Kondenseinheit: Kondens- und Wärmepumpentrockner besitzen eine Kondensierungseinheit oder einen Wärmetauscher, in dem sich mit der Zeit jede Menge Fusseln ansammeln – und das sorgt für schlechte Gerüche. Reinigen Sie den Bereich von Zeit zu Zeit. Oft lassen sich die Einheiten sogar aus dem Trockner entnehmen und mit einer Handbrause ganz einfach abspülen.
  4. Flusensieb: Im Flusensieb sammeln sich allerlei Fasern und Schmutz an – ein wahres Festmahl für Bakterien! Mit der Zeit kann daraus ein muffiger Geruch entstehen, weshalb Sie das Flusensieb nach jedem Trockengang reinigen sollten. Aber nicht nur deshalb: Ein volles Flusensieb erhöht auch die Brandgefahr.
  5. Trocknertrommel: Auch die Trommel selbst bleibt vor Verschmutzungen und Kalkablagerungen nicht verschont. Reinigen Sie die Trocknertrommel gelegentlich mit verdünntem Essig oder einem Spritzer Zitronensäure. Anschließend mit Wasser nachwischen - fertig! So bleiben auch die Feuchtigkeitssensoren funktionstüchtig.

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Übrigens: Viele Wäschetrockner werden ihrem Ruf als Stromfresser im Haushalt gar nicht mehr gerecht. Wärmepumpentrockner verbrauchen nur noch einen Bruchteil an Energie, der früher beim Wäschetrocknen nötig war. Dennoch können einige einfache Tipps helfen, mit dem Trockner Strom zu sparen. Oder Sie trocknen Ihre Wäsche gleich auf dem Wäscheständer im Freien – das ist sogar im Winter möglich.

Rubriklistenbild: © AndreyPopov/Imago

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