Grün-Rot-Schwäche

Tomaten an der Pflanze schnell reifen lassen: Der Apfel-Trick

Die Tomaten am Strauch wollen einfach nicht rot werden? Mit schon reifen Tomaten oder Äpfeln soll sich der Prozess beschleunigen lassen.

Kalte Nächte oder Sonnenmangel bringen die Tomatenernte ins Stocken? Wenn die Tomaten noch sehr grün sind, führt ein Nachreifen der gepflückten Früchte zu einem Aromaverlust. Mit einem Trick, für den man nur rote Tomaten, Bananen oder Äpfel benötigt, soll die Pflanze angeregt werden, schneller zu reifen.

Tomaten an der Pflanze schneller reifen lassen: Der Apfel-Trick

Damit Tomaten rot werden und ausreifen, benötigen sie das Reifegas Ethylen.

Nicht nur niedrige Temperaturen, auch eine zu große Hitze oder zu viele Blätter an der Pflanze können die Ursache für nur langsam errötende Tomaten sein. Damit Tomaten Farbe annehmen, muss das Reifegas Ethylen gebildet werden. Und genau auf diesem Stoff fußt der Trick des YouTube-Kanals Balkongarten:

Dafür hängt man eine Rispe rote reife Tomaten, gekauft oder schon selbst geerntet, ganz nah zu den grünen Tomaten. Diese sollen Ethylen ausstoßen und damit den Reifeprozess der unreifen Tomaten beschleunigen. Sehr effektiv kann es auch sein, reife Bananen oder Äpfel neben die Pflanze zu legen, da diese besonders viel von dem Reifegas produzieren. Diese Wirkung wird in einem geschlossenen Raum wie einem Gewächshaus noch verstärkt.

Diese Maßnahmen sollen außerdem helfen, um die Reife der Tomaten zu fördern:

  • Gegen eine zu große Blattmasse hilft das regelmäßige Ausgeizen und Entfernen einiger großer Blätter, die die Früchte beschatten.
  • The Handyman empfiehlt auf seinem YouTube-Kanal, eine Dürre vorzutäuschen, das heißt, die Tomaten weniger zu gießen. Dies führt dazu, dass die Pflanze ihre Kraft nicht in das Wachstum, sondern in die Früchte steckt.
  • Vor allem im Gewächshaus kann es hilfreich sein, für eine leichte Beschattung zu sorgen, damit der Hitzestress für die Pflanzen nicht zu groß wird.

Kaffeesatz als Natur-Dünger: 11 Pflanzen, die ihn lieben

Lachsfarbene Blüte einer Kamelie (Camellia japonica)
Im Gießwasser aufgelöst ist Kaffeesatz ein hervorragender Dünger für Kamelien. © imagebroker/Imago
Eine Rosenpflanze mit mehreren roten Kospen und eine kleine Gartenschaufel mit getrocknetem Kaffeesatz
Den getrockneten Kaffeesatz kann man auch direkt in den Boden rund um die Rosen einarbeiten. © Martin Bäuml Fotodesign/Imago
Eine weiß blühende Engelstrompete (Brugmansia sanguinea) im Kübel auf der Terrasse
Die Engelstrompete hat viele große Blüten und dementsprechend einen hohen Nährstoffbedarf. © Werner Otto/Imago
Zwei mehrere Meter hohe Rhododendronbüsche, die lila und pink blühen
Rhododendren benötigen wie auch Hortensien einen sauren Boden. Kaffeesäure ist daher als Dünger ideal. © Gottfried Czepluch/Imago
Ein kleiner rosa blühender Oleander im Kübel auf einer Terrasse
Eine Überdüngung ist beim Oleander unwahrscheinlich, daher: noch einen Kaffee, bitte. ©  allOver/Imago
Blätter des Frauenhaarfarns aus der Nähe
Auch Zimmerpflanzen wie Farne, zum Beispiel das Frauenhaar-Farn, freuen sich gelegentlich über eine Prise Kaffee. © blickwinkel/Imago
Eine Frauenhand pflückt Erdbeeren in eine Schüssel, im Beet liegen Gartenhandschuhe und eine Harke
Perfekte Resteverwertung: Der Kaffeesatz düngt die Erdbeeren nicht nur, er soll auch Schnecken abschrecken. © Westend61/Imago
Ein Kultur-Heidelbeer-Pflanze mit vielen blauen reifen Früchten
Die Heidelbeere mag sauren Boden und verträgt Kaffeesatz daher sehr gut. © blickwinkel/Imago
Eine Frau im gelben T-Shirt pflückt Brombeeren von einem Zweig mit reifen und unreifen Brombeeren.
Auch Beerensträucher wie die Brombeere bilden dank des Kaliums im Kaffeesatz aromatische Früchte. © Cavan Images/Imago
Auf einer Holzbank liegt eine große gelb-grüne Zucchini vor einer Zucchinipflanze
Zucchini wissen – ebenso wie ihre Verwandten, die Gurken –, während der Fruchtbildung eine Extraportion Kaffeesatz zu schätzen.  © Chromorange/Imago
Ein Mann kniet vor einer großen Tomatenpflanze mit mehreren noch grünen Ochsenherztomaten.
Da Tomaten Starkzehrer sind, benötigen sie genug Nährstoffe, um groß und aromatisch zu werden. ©  Westend61/Imago

Wer es nicht so eilig hat, der kann sich damit trösten, dass die Tomaten früher oder später auch von allein reif werden. Damit sie noch mehr Aroma bekommen, kann man ihnen aber mit Backpulver nachhelfen. Wenn die Tomaten zum Saisonende im Herbst noch grün sind, ist es durchaus sinnvoll, die Früchte abzupflücken und in einer Papiertüte oder in Zeitungspapier gewickelt nachreifen zu lassen.

Rubriklistenbild: © Shotshop/Imago

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