"Finanzielle Probleme"

Studentinnen vermieten Schlafplatz auf Balkon - für absurden Preis

Not macht erfinderisch - so wirkt es zumindest bei zwei Studentinnen aus Berlin, die ein Wohnungsinserat im Netz posteten, das für viel Ungläubigkeit sorgt.

Die Mieten in deutschen Großstädten steigen von Jahr zur Jahr an. Gerade Studenten oder Auszubildende, die noch einen geringeren Lohn verdienen, haben dabei das Nachsehen. Aus der Not heraus scheinen deshalb zwei junge Frauen auf eine kuriose Idee gekommen zu sein.

Schlafplatz auf Balkon? Über dieses Inserat diskutiert das Netz

Auf dem Online-Portal WG gesucht stellten die beiden Damen ein Wohnungsinserat ein, das nun im Netz auf Ungläubigkeit stößt. Darin bieten sie ihren zehn Quadratmeter großen Balkon als Schlafplatz an - als Wind- und Wetterschutz wird dem zukünftigen Mitbewohner ein Zelt angeboten. Dafür muss der- oder diejenige allerdings 260 Euro inklusive Nebenkosten im Monat hinblättern - schließlich dürfen Bad und Küche mitbenutzt werden.

"Wir vermieten aufgrund von finanziellen Problemen einen Schlafplatz auf unserem Balkon! Falls es dich nicht stört, wenn wir uns ab und zu auf dem Balkon sonnen oder am Abend einen Drink dort zu uns nehmen, freuen wir uns, von dir zu hören", heißt es in der Anzeige im Wortlaut. Zudem werden Interessierte mit einer optimalen Lage in Berlin Mitte und Nähe zu den öffentlichen Verkehrsmitteln angelockt.

Passend dazu: Dieses skurrile Immobilienangebot sorgt für Lacher im Netz.

Das sagen Nutzer zu dem Inserat

Im Netz reagieren zahlreiche Nutzer ungläubig über das Angebot: "Bei Regen liegt man direkt im Planschbecken...tolle Idee. Was haben die beiden studiert, Politikwissenschaft? Ist ja eine echte Abzocke", schreibt ein User auf Facebook entrüstet. Allerdings gibt es auch einige, die es gar nicht für unwahrscheinlich halten, dass sich viele Interessierte auf die Anzeige hin melden. "In Berlin ist nichts unmöglich. Kann ich mir sehr gut vorstellen", heißt es zum Beispiel.

Die Anzeige wurde auf dem Portal mittlerweile deaktiviert - ob sich bereits ein Mitbewohner gefunden hat oder es sich dabei einfach nur um einen Scherz handelte, ist nicht bekannt.

Doch auch in Berlin sind, wie bei so vielen Städten, die Mietpreise in den letzten Jahren enorm angestiegen. Laut Studis Online in der Hauptstadt sogar um 4,2 Prozent von 2016 auf 2017. Ein Quadratmeter kostete deshalb im letzten Jahr im Schnitt 21,31 Euro.

Auch interessant: Diese dreiste Anzeige beschreibt den überteuerten Wohnungsmarkt perfekt.

Da kann man was draus machen:

Rubriklistenbild: © Facebook/104.6 RTL Berlins Hitradio

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