Nicht ungefährlich

Ratten vertreiben: Sieben tierfreundliche Methoden

Ratten sind nicht harmlos. Sie können zur Plage werden und Krankheiten übertragen. Um sie im Garten zu bekämpfen, gibt es auch Methoden ohne Gift.

Ratten im Garten sind wirklich unangenehm. Und das ist noch eine Untertreibung. Da sie Krankheiten übertragen, stellen sie auch eine Gefahr für den Menschen dar und müssen daher dem Gesundheitsamt gemeldet werden. Wer sie im Garten entdeckt, sollte daher zügig handeln. Auch vorbeugend gibt es Methoden, die Tiere ohne Gift zu vertreiben.

Ratten im Garten: Sieben Methoden, sie ohne Gift zu vertreiben

Ratten sehen manchmal recht niedlich aus, können aber viele Krankheiten übertragen.

Ratten übertragen über Urin und Kot Krankheiten wie Tollwut, Salmonellen oder den Rattenbandwurm und sind daher in Deutschland meldepflichtig. Achten Sie daher auf ihren schwarz glänzenden, etwa zwei Zentimeter langen Kot oder einen starken Ammoniakgeruch im Garten. Auch angenagte Kunststoffgegenstände, Papier und Holzmöbel oder rund fünf Zentimeter große Löcher im Rasen können Hinweise auf Ratten sein.

Wenn Sie die Tiere sogar tagsüber sichten, ist der Befall laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) stark. Nun sind Sie verpflichtet, das Gesundheits- oder Ordnungsamt zu informieren. Denn die Schädlinge vermehren sich sehr schnell. Im nächsten Schritt sollte man einen professionellen Schädlingsbekämpfer beauftragen, um die Tiere aus dem Garten oder Haushalt zu entfernen.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt es einige Maßnahmen, die sie versuchen können, ohne die Tiere zu töten:

  • Minz-, Nelken- oder Lavendelöl riechen für Ratten sehr unangenehm. Ebenso benutztes Katzenstreu.
  • Einen Lappen mit Terpentin oder Essigessenz tränken und an Kot- oder Urinstellen ablegen.
  • Der NABU empfiehlt Gitter an Kellerfenstern und Abflüssen.
  • Man sollte außerdem keine Essensreste kompostieren und diese auch nie über die Toilette entsorgen. Rund um den Kompost hilft ein engmaschigeres Gitter.
  • Heruntergefallenes Obst möglichst schnell aufsammeln.
  • Mülltonnen gut verschließen.
  • Keine Haus- oder Wildtiere im Garten füttern.

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Lebend- oder Schlagfallen sind auf Dauer nicht sehr erfolgversprechend, da Ratten sehr intelligent sind und diese schnell umgehen können. Sie sind jedoch immer noch besser als Rattengift, das andere Tiere – auch Katzen – und Kinder gefährdet.

Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel

Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
Um den Geruch von Zimt machen Trauermücken, Ameisen und ungewünschte Nagetiere einen Bogen. © Panthermedia/Imago
Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
Ein Häuschen und ein Zaun aus Streichhölzern gebastelt auf einem Kunstrasen mit blauem Hintergrund
Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
In einem Badezimmer hält eine Frau ein Stück Seife über ein Waschbecken und lässt Wasser darauf laufen
Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
Ein Holzlöffel mit Natronpulver liegt auf einem Holzuntergrund
Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

Rubriklistenbild: © ZUMA Wire/Imago

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