Grundausstattung

Vorsorge für den Notfall: Welche Werkzeuge Sie zu Hause wirklich brauchen

Das richtige Werkzeug kann entscheidend sein, um sich im Notfall versorgen zu können. Unsere Checkliste zeigt, welche Dinge Sie zu Hause haben sollten.

Ein umgestürzter Baum, der aufs Haus fällt, ein lang anhaltender Stromausfall oder Überschwemmungen – solche Krisenszenarien können Menschen schnell in Situationen bringen, in denen sie dringend Werkzeug und Hilfsmaterial benötigen. Dann sollte auch das richtige Werkzeug im Haus sein. Denn was nutzt eine Bohrmaschine, wenn der Strom ausfällt? Wir zeigen, welche Werkzeuge Sie benötigen, um auf Notfälle gut vorbereitet zu sein.

Das richtige Werkzeug kann in Notfällen sehr hilfreich sein. Hammer und Zange dürfen da nicht fehlen.

Werkzeug für den Notfall: Auf welche Situationen muss ich mich vorbereiten?

Wer sich auf Krisensituationen optimal vorbereiten möchte, für den sollte gutes Werkzeug und Arbeitsmaterialien an oberster Stelle stehen. Werkzeug benötigen Sie etwa, um Brennholz für eine Feuerstelle zu machen, Reparaturen am Haus durchzuführen oder um schlimmstenfalls einen wetterfesten Unterschlupf für die Familie zu bauen.

Exklusiv für unsere Leser: bestens vorbereitet für alle Fälle mit dem praktischen Ratgeber-Heft „Vorsorge für den Notfall“

Jetzt eMagazin herunterladen

Checkliste: Wichtiges Werkzeug für den Notfall

Marken-Werkzeug sollte hier die erste Wahl sein, damit Sie sich in solchen stressigen Situationen nicht auch noch mit minderwertigem Arbeitsmaterial herumschlagen müssen. Folgendes sollten Sie im Haus haben:

  • Hammer
  • Kombizange, Wasserpumpenzange
  • ein Satz Schraubenzieher
  • ein Satz Schraubenschlüssel
  • ein Satz Imbusschlüssel
  • Uhrmacherschraubenzieher (flasch und kreuz) für Brillen, Elektronik
  • Schere
  • Axt
  • Säge
  • Schaufel (z.B. zum Ausheben von Erde)
  • Spaten
  • Eimer (am besten mehrere große)
  • Feuerstahl, wasserfeste Streichhölzer und Feuerzeuge (zum Feuer machen)

Mit einem vernünftigen Werkzeugset lassen sich notwendige Reparaturen an Rohren, der Elektrik oder an sonstigen Stellen in Haus und Garten durchführen. Eine Axt sowie eine Hand-Säge leisten bei der Holzverarbeitung gute Dienste – denken Sie etwa an Feuerholz zum Kochen und als Heizungsersatz (im Freien!). In dem Zusammenhang darf natürlich auch Feuerstahl, Streichhölzer etc. nicht fehlen, um das Feuer zu entfachen. Als Alternative zum Kochen mit Feuer empfiehlt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) einen Gaskocher bereitzuhalten.

Spaten und Schaufel bieten sich an, um Sandsäcke zu füllen oder Erdlöcher auszuheben. Mehrere Eimer kann man immer gebrauchen – sei es zum Wasser holen, als Nottoilette oder um den Schlamm eines vollgelaufenen Kellers abzutransportieren.

Selbstversorger-Garten für den Notfall: Zehn Obst- und Gemüsesorten, die man anbauen sollte

Eine Frau erntet die ersten reifen Radieschen
Radieschen haben den Vorteil, dass sie wenige Wochen nach der Saat schon erntereif sind.  © Countrypixel/Imago
Mann rodet Kartoffeln in seinem Garten
Natürlich Kartoffeln: Je nach Sorte liefern sie von Frühjahr bis in den Herbst Nährstoffe. Leicht anzubauen. © Martin Wagner/Imago
Ein Mann hält ein frisch geerntetes Bund Möhren in der Hand
Haupternte der Möhre ist von Juni bis in den November, außerdem lässt sie sich lange lagern. Was will man mehr? © fStop Images/Imago
Topinamburknollen liegen in und um ein Säckchen mit einem Messer
Der mehrjährige Topinambur wuchert wie Unkraut, sättigt gut und hat im Winter von Oktober bis März Saison. © Westend61/Imago
Ein großer grüner Moschuskürbis im Garten
Der Moschuskürbis ist bis zu einem Jahr lagerbar. Je nach Sorte haben Kürbisse von August bis zum Frost Saison.  © imago stock&people
Ein Mann hängt Zwiebelbündel in einem Schuppen auf
Sähzwiebeln gelten als länger lagerbar als Steckzwiebeln. Von Juni bis September ist die Haupternte. © Cavan Images/Imago
Nahaufnahme eines Weißkohl-Kopfes
Ein Tausendsassa unter den Gemüsesorten: Weißkohl lässt sich lange lagern und konservieren.  © CHROMORANGE/Imago
Ein einzelner Apfel hängt an Zweig
Wer beim Anbau auf lagerfähige Apfelsorten wie Topaz oder Ontario achtet, ist über viele Monate hinweg mit Vitaminen versorgt.  © ZUMA Wire/Imago
Ein Säulenobst-Birnbaum an einer Hauswand
Birnen können auch mit wenig Platz von Juli bis in den Winter einen hohen Ertrag bringen. Wintersorten lassen sich gut lagern. © Nature Picture Library/Imago
Eine Frau pflückt Himbeeren
Beeren wie Himbeeren, Erd- oder Brombeeren haben zwar nicht so lange Saison, sind aber perfekt zum Einmachen. © Cavan Images/Imago

Wichtiges Material für den Notfall

Neben dem richtigen Notfall-Werkzeug darf auch das richtige Material nicht fehlen:

  • Klebeband (z.B. Panzertape – sehr robust)
  • Islolierband (zum isolieren elektrischer Leitungen)
  • dickeres Seil
  • Paracord (Fallschirmschnur aus Nylon – sehr stabil und leicht zu knoten)
  • Nägel (mittel bis groß)
  • Schrauben
  • Holzbretter, Stangen etc. (etwa zum Fenster zunageln, Unterschlupf bauen)
  • stabile Kunststoffplanen (z.B. zum Fenster abdecken, Schutz vor Witterung)

Panzerband ist äußerst robust und lässt sich darüber hinaus wieder rückstandslos entfernen. Mit Isolierband sichert man offene elektrische Leitungen ab. Neben einem dickeren, stabilen Seil empfiehlt sich außerdem Paracord einzulagern. Dieses dünnere, aber robuste Nylon-Seil lässt sich prima knoten und entknoten – und das bei jeder Witterung.

Bei Unwettern werden Fenster oft als Erstes in Mitleidenschaft gezogen. Mit einer ordentlichen Plane, Brettern und großen Nägeln lassen sich zerborstene Fenster wieder abdecken und halten weiteren Regen und kalten Wind ab.

Was gehört zur Katastrophen- und Krisenvorsorge?

Von Notvorräten bis zur unabhängigen Energieversorgung liefert der Krisenvorsorge-Newsletter von Merkur.de viele Tipps, die jeder kennen sollte. Hier abonnieren!

Neben Werkzeug empfiehlt es sich für den Krisenfall auch einen Notvorrat an Lebensmitteln und Trinkwasser für mindestens zehn Tage im Haus zu haben. Das BBK stellt dafür eine Checkliste zur Verfügung, an der Sie sich orientieren können. Für einen Blackout sollten Sie darüber hinaus weitere nützliche Utensilien parat haben, wie einen Campingkocher.

Rubriklistenbild: © Addictive Stock/Imago

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare