Einfache Hausmittel

Von Schmierseife bis Cola: Diese Hausmittel wirken besonders gut gegen Moos

Grüner Belag wie Moos ist besonders hartnäckig und lässt jeden noch so schönen Garten ungepflegt erscheinen. Mit welchen Hausmitteln man ihn loswird.

Grün ist im Garten normalerweise gerne gesehen – aber was, wenn es in Form von Moos auch den Boden der Terrasse, des Balkons oder des Gehweges erreicht? Aber um Moos zu entfernen, müssen Sie nicht zu chemischen Mitteln greifen. Es gibt bewährte Hausmittel.

Moos entfernen: Salzwasser und Cola sind besonders wirkungsvoll

Moos lässt Fugen und Steinplatten schnell ungepflegt wirken.

Vorab die gute Nachricht: Moos ist nicht schädlich und eher wertvoll, da in ihm Mikroorganismen und Insekten Leben finden. Allerdings sehen es die meisten dennoch als störend. Moos sammelt sich vermehrt zwischen Fugen und weniger an der Oberfläche, da sich in den Ritzen besonders viel Feuchtigkeit findet und diese nur wenig Sonne und Luft abbekommen. Zur Gefahr kann das satte Grün werden, wenn es sich um besonders viel Moos handelt und dieses sich unter den richtigen Witterungsbedingungen in einen Rutschteppich verwandelt. Wer kein Geld für einen Hochdruckreiniger ausgeben möchte, der kann zu folgenden Hausmitteln greifen, um das unliebsame Grün zu entfernen:

  • Cola: Die im Softgetränk enthaltene Phosphorsäure zersetzt Moos nach einer Weile. Doch großflächig sollte man Cola nicht auftragen, da Verfärbungen auftreten können.
  • Schmierseife: Da sie biologisch abbaubar ist, können Sie die Seife getrost großflächig und auch auf empfindlicheren Materialien anwenden. Zusammen mit Wasser gemischt ergibt sich ein effektives Mittel, das mit der Zahnbürste aufgetragen und verteilt werden kann.
  • Essig oder Salzwasser: Nicht nur Kalk und Schmutz können Sie mit Essig einfach entfernen, auch Moos schwindet beim Einsatz der Säure. Einen Haken hat das Ganze: Die Anwendung auf Pflastersteinen oder versiegelten Flächen ist nach dem Pflanzenschutzgesetz gänzlich untersagt, ebenso wie der Einsatz von Salz, da beide Mittel den pH-Wert verändern können und als Pflanzenschutzmittel gelten.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Frau gießt ihre Blumen. Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. ©  Westend61/Imago
Frau wässert Blumen mit Gartenschlauch. Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. ©  Westend61/Imago
Mann mäht seinen Rasen. Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Shotshop/Imago
Kübelpflanzen auf einer Terrasse. Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Shotshop/Imago
Mann gießt Jungpflanzen im Hochbeet. Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imagebroker/Imago
Gartenbewässerung. Das Wasser sollte beim Gießen nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Panthermedia/Imago
Frau bearbeitet ihr Blumenbeet. Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © Westend61/Imago
Blumenmeer. Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss/Imago
Frau düngt ihren Salat mit Kompost. Zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihre Pflanzen düngen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © Redeleit-L./Imago
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © YAY Images/Imago

Auf Beton und Steinplatten kann man das Moos außerdem mit Flammen entfernen. Indem man es komplett verbrennt und anschließend wegfegt, ist man das Problem so im Handumdrehen los. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass es mindestens zwei Tage am Stück trocken ist, da das Grün sonst nicht richtig wegbrennt. Diese Methode ist bei größeren Flächen aber nicht zu empfehlen, da das Brandrisiko nicht zu unterschätzen ist. (jl)

Rubriklistenbild: © Engdao Wichitpunya/Imago

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