Flinker Lästling

Kellerasseln im Haus sind nicht gefährlich, aber sie weisen auf Schimmel hin

Im Garten sind Kellerasseln nützlich. Doch in Haus oder Wohnung mag man sie nicht haben. Das Gefühl trügt nicht, denn dann ist die Luftfeuchtigkeit zu hoch.

Für Kinder ist es ein Heidenspaß, Kellerasseln anzustupsen und dabei zu beobachten, wie sie sich ganz schnell zusammenrollen. Aber da endet auch die Sympathie der Erwachsenen für die Tiere. Auch wenn von den Kellerasseln keine Gefahr für die Gesundheit des Menschen ausgeht, sind sie im Keller oder in der Wohnung doch ein Hinweis auf eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. Die wiederum kann Schimmel begünstigen.

Kellerasseln im Haus: Sie können ein Hinweis auf Schimmel sein

Aus der Nähe sieht die Kellerassel gefährlich aus. Dem Menschen tun sie aber nichts.

Kellerasseln mögen es gern feucht und modrig. Daher findet man sie oft im Garten unter Laub, Steinen und im Kompost, wo sie eine wertvolle Rolle bei der Bildung von Humus haben. Durch Bodenfugen oder undichte Ritzen gelangen sie aber auch ins Haus oder in die Wohnung, wo sie sich zum Beispiel im Keller oder im Bad aufhalten. Auch wenn sie selten einmal Kartoffeln, Äpfel oder Wurzeln von Kübelpflanzen anknabbern, sind sie eher harmlose Lästlinge als Schädlinge. Zumal sie keine Krankheiten auf den Menschen übertragen.

Kellerasseln vertreiben, indem man Luftfeuchtigkeit verringert

Wie das Umweltbundesamt erklärt, sind Kellerasseln jedoch ein Zeichen für eine zu hohe Luftfeuchtigkeit in den Räumen. Diese wiederum kann schnell zur Bildung von gesundheitsschädlichen Schimmelpilzen führen, deren Sporen bei manchen Menschen zu allergischen Reaktionen führen und Krankheiten auslösen. Um hier kein Risiko einzugehen, ist es sinnvoll, die Luftfeuchtigkeit zu verringern. Damit verschwinden dann auch die Kellerasseln:

  • In den Räumen zwei bis drei Mal täglich für etwa fünf Minuten Stoß- oder Querlüften.
  • Keine Wäsche in (fensterlosen) Räumen trocknen, die man nicht gut lüften kann, nach dem Duschen gut lüften und das Wasser von den Wänden abziehen und Badematten auslüften.
  • Bevorzugt Aufenthaltsorte von Kellerasseln – zum Beispiel Risse, Fugen oder Löcher in Tapeten, Wänden oder Böden – abdichten.
  • Wenn man mehrere Tage abwesend ist, die Türen in der Wohnung offenlassen, sodass der Feuchtigkeitsaustausch gewährleistet ist.
  • Fliegengitter vor Kellerfenstern versperren den Tieren diesen Zugangsweg.

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10 Tierchen in der Wohnung, die wirklich harmlos sind – Silberfischchen bis Tausendfüßer

Eine Bernstein-Waldschabe (Ectobius vittiventris) auf einem Stein
Sieht aus wie eine Kakerlake, ist aber keine: Die harmlose Bernstein-Waldschabe ist im Gegensatz zum Schädling auch tagsüber aktiv. © blickwinkel/Imago
Eine Hauswinkelspinne auf einem aufgeschlagenen Buch
Hauswinkelspinnen sind zwar nützlich, aber in den eigenen vier Wänden kein gern gesehener Gast. © blickwinkel/Imago
Eine Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) auf einem Blatt
Die Florfliege ist sogar ein Nützling: Nur etwa einen Zentimeter groß, aber eine Meisterin im Blattlausvertilgen. © imagebroker/Imago
Eine Gemeine Wespe (Vespula vulgaris) auf Brombeere
Wespen sollte man sanft nach draußen geleiten – sie sind nur für Allergiker gefährlich © imagebroker/Imago
Ein Silberfischchen (Lepisma saccharina) auf Holz
Das Silberfischchen liebt hohe Luftfeuchtigkeit und huscht bei Licht betrachtet schnell weg. © blickwinkel/Imago
Ein Tausendfüßer auf einem Holzstück in der Nahaufnahme
Solange der Tausendfüßler nicht in Massen auftritt: Den Lästling einfach nach draußen kehren. © Panthermedia/Imago
Eine Grüne Stinkwanze (Palomena prasina), zwischen zwei Fingern
Wenn Stinkwanzen sich bedroht fühlen, geben sie einen fauligen Geruch ab. Darum nicht zerdrücken! © blickwinkel/Imago
Eine Gelbtafel mit Trauermücken
Trauermücken sind schädlich für Zimmerpflanzen, aber nicht für den Menschen. Gelbtafeln helfen am besten. © Panthermedia/Imago
Eine Menge Kellerasseln in Holzritze
Wenn so viele Kellerasseln herumwimmeln, ist dies ein Hinweis auf eine (zu) hohe Luftfeuchtigkeit im Raum. © blickwinkel/Imago
Ein Gemeiner Ohrwurm (Forficula auricularia) auf einem Holzbrett
Ohrenkneifer oder Ohrwürmer sind für den Menschen vollkommen ungefährlich – sie krabbeln nachts auch nicht in die Ohren. © blickwinkel/Imago

Um Kellerasseln noch schneller zu bekämpfen, kann man sie auch mit Hausmitteln vertreiben oder Fressfallen aufstellen.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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