Gemüseschreck

Kartoffelkäfer bekämpfen: So einfach werden Sie die gefürchteten Schädlinge los

Kartoffelkäfer sind der Schreck jedes Gemüsegärtners. Bevor sie die Ernte zunichtemachen, sollte man die Schädlinge schnell finden und bekämpfen.

Immerhin sind sie gut zu erkennen, die Kartoffelkäfer: Auf ihrem Rücken tragen sie zehn schwarz-gelbe Längsstreifen. Wenn man sie jedoch nicht bekämpft, fressen Sie innerhalb weniger Wochen Blätter und Stiele der Kartoffelpflanze ab. Es werden weniger Kartoffeln gebildet und die Ernte sinkt.

Kartoffelkäfer bekämpfen: Einfach abschütteln und aufsammeln

Der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) ist ein gefürchteter Schädling. (Symbolbild)

Der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata) ist als Schädling im Gemüsegarten gefürchtet. Zu Recht: Ein Käferweibchen kann innerhalb von zwei Monaten bis zu 1200 Eier legen. Nach etwa zehn Tagen schlüpfen die rot-schwarzen Larven und machen sich ebenso wie die erwachsenen Käfer ab Ende Mai über die Kartoffelpflanze her. Durch das fehlende Grün der Blätter kann nur noch schwer die Photosynthese stattfinden, die für die Ausbildung der Kartoffelknollen nötig ist. Es sieht also schlecht aus mit der Ernte.

Wie Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen empfiehlt, ist die einfachste und sicherste Methode das Absammeln und Vernichten der Käfer, die im Frühjahr zur Eiablage in den Garten einwandern. Zumindest ist das Auffinden der Tiere nicht sehr schwer: Schüttelt man die Kartoffelpflanzen, fallen die Schädlinge wie Fallobst zu Boden. Am besten rückt man den gefräßigen Käfern aber schon im Larvenstadium zu Leibe, mit denen der Hobbygärtner genauso verfahren sollte. Auch sie müssen eingesammelt und am besten im Restmüll entsorgt werden, sonst fressen sie sich durch die Kartoffelbestände.

So überleben die Balkonpflanzen Ihren Urlaub

Üppige Blumenkästen auf einem Balkon in einem Wohngebiet. Wir verraten, wie Ihre Pflanzen Ihren Urlaub problemlos überstehen.
Auf dem Balkon blüht und sprießt es endlich. Doch steht der Urlaub an, bangen viele Hobbygärtner um ihre Blütenpracht. Wir verraten, wie Ihre Pflanzen Ihre Abwesenheit problemlos überstehen. © Hanke/Imago
Jemand gießt seine Balkonpflanzen mit einer Gießkanne. Der simpelste Tipp ist die Pflanzen vor Urlaubsantritt noch einmal kräftig zu bewässern.
Der simpelste Tipp ist natürlich die Pflanzen vor Urlaubsantritt noch einmal kräftig zu bewässern – je mehr Wasser die Erde aufnimmt, umso länger kann Ihr Grün daran zehren. Achten Sie nur darauf, dass überschüssiges Wasser noch ablaufen kann, damit die Wurzeln nicht zu faulen beginnen. © Westend61/Imago
Ältere Dame telefoniert. Bitten Sie Verwandte, Freunde oder Nachbarn für Sie nach dem Rechten zu sehen und Ihre Pflanzen zu gießen.
Bitten Sie Verwandte, Freunde oder Nachbarn für Sie nach dem Rechten zu sehen und Ihre Pflanzen zu gießen. © Westend61/Imago
Automatisches Bewässerungssystem. Wenn sich kein Aufpasser für Ihre Grünlinge findet, können Sie sich im Baumarkt ein Bewässerungssystem zulegen. J
Wenn sich kein Aufpasser für Ihre Grünlinge findet, können Sie sich im Baumarkt ein Bewässerungssystem zulegen. Je nach Bedarf gießen diese Ihre Pflanzen automatisch ein- bis zweimal täglich. Eine besonders spezielle Technik mit Sensoren unterbricht die Bewässerung, wenn ausreichend Flüssigkeit im Topf vorhanden ist. © allOver/Imago
Blick durch Balkontür auf Dachterrasse. Holen Sie die Pflanzen aus der prallen Sonne – Sie können ja nie wissen wie heiß das Wetter in Ihrer Abwesenheit Zuhause wird.
Holen Sie die Pflanzen aus der prallen Sonne – Sie können ja nie wissen wie heiß das Wetter in Ihrer Abwesenheit Zuhause wird.  © Addictive Stock/Imago
Balkon im Halbschatten. Stellen Sie die Blumen während des Urlaubs in ein schattiges Eck oder holen Sie die Töpfe gleich zu sich in die Wohnung.
Stellen Sie die Blumen während des Urlaubs in ein schattiges Eck oder holen Sie die Töpfe gleich zu sich in die Wohnung. So schützen Sie Ihre Balkonpflanzen nicht nur vor dem Austrocknen, sondern auch vor möglichen Unwettern. © Westend61/Imago
Leere Plastikflaschen in einem Korb. Der Flaschentrick eignet sich ebenfalls perfekt für die Urlaubszeit: Stechen Sie ein paar Löcher in den Deckel einer befüllten Wasserflasche und stellen Sie sie kopfüber in den Blumenkübel.
Der Flaschentrick eignet sich ebenfalls perfekt für die Urlaubszeit: Stechen Sie ein paar Löcher in den Deckel einer befüllten Wasserflasche und stellen Sie sie kopfüber in den Blumenkübel. Auf diese Weise erhalten Ihre Pflanzen eine stetige Wasserzufuhr. Probieren Sie allerdings vorher ein bisschen aus, wie groß die Löcher sein müssen, damit die Dosierung nicht zu hoch ist, und ob Ihre Flasche einen sichereren Stand hat. © fStop Images/Imago
Badewanne. Auch ein genialer Trick, von dem Sie vielleicht schon gehört haben: Stellen Sie Ihre Pflanzen einfach ohne Übertopf in die Badewanne, sobald Sie ein bisschen Wasser eingelassen und den Boden mit alten Tüchern ausgelegt haben.
Auch ein genialer Trick, von dem Sie vielleicht schon gehört haben: Stellen Sie Ihre Pflanzen einfach ohne Übertopf in die Badewanne, sobald Sie ein bisschen Wasser eingelassen und den Boden mit alten Tüchern ausgelegt haben. So können die Wurzeln über längere Zeit an der Flüssigkeit zehren. © Addictive Stock/Imago
Ältere Frau schneidet Blumen mit einer Gartenschere. Schneiden Sie Ihre Pflanzen vor dem Urlaub ein wenig zu: So verbrauchen Sie weniger Energie für die Wasserverteilung.
Schneiden Sie Ihre Pflanzen vor dem Urlaub ein wenig zu: So verbrauchen Sie weniger Energie für die Wasserverteilung. Vor allem verfaulte oder trockene Blätter und Stängel sollten entfernt werden. © Westend61/Imago
Frau Pflanzt Blumen auf dem Balkon. Sollten einige Balkonpflanzen Ihren Urlaub doch nicht überlebt haben, so können Sie welke, abgestorbene Pflänzchen immer noch durch neue Blumen ersetzen.
Und sollten einige Balkonpflanzen Ihren Urlaub doch nicht überlebt haben, so können Sie welke, abgestorbene Pflänzchen immer noch durch neue Blumen ersetzen. © Westend61/Imago

Noch besser wäre es, die länglichen Eier des Kartoffelkäfers zu finden und zu entfernen bzw. zu zerdrücken. Diese haben eine gelblich-orange Färbung und werden von dem Kartoffelkäferweibchen immer in größeren Gruppen auf der Blattunterseite der Pflanzen abgelegt. Diese darf man jedoch nicht mit den Eiern des nützlichen Marienkäfers verwechseln, die eher gelb sind.

Eine andere mögliche natürliche Schädlingsbekämpfung ist ein Sud aus Rainfarn, den die Kartoffelkäfer gar nicht mögen. Wenn Sie die befallene Pflanze damit besprühen, sollten die Käfer zu Boden fallen.

Wenn Sie nach den Larven oder Käfern suchen, sollten Sie auch einen Blick auf Ihre Tomaten, Paprika oder Auberginen werfen, denn auch an diesen Gemüsepflanzen fressen die Schädlinge gerne. Wer in seinem Garten eine Mischkultur im Gemüsebeet anbaut, verringert außerdem das Risiko für Schädlingsbefall.

In Costa Rica gibt es übrigens einen noch auffälligeren Käfer als den Kartoffelkäfer – die Skarabäus-Art Chrysina limbata und zugleich den wahrscheinlich coolsten Käfer der Welt. (ia)

Rubriklistenbild: © Hanke/Imago

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