Alterserscheinung

Karotten schälen: Zu lange Lagerung macht sie oft bitter

Karotten muss man nicht schälen, aber aus kulinarischen Hinsicht ist dies manchmal zu empfehlen. Oder wenn das Gemüse Bitterstoffe entwickelt.

München – Schälen oder nicht schälen, das ist hier die Frage. Natürlich kann man die Schale von Möhren normalerweise unbedenklich mitessen, sowohl roh als auch gegart. In manchen Fällen ist es jedoch sinnvoll, sie zu entfernen, vor allem wenn sie bitter schmeckt.

Karotten schälen: Zu lange gelagert schmecken sie oft bitter

Sind die Karotten noch ganz frisch, ist ein vorheriges Schälen nicht nötig. (Symbolbild)

Frische knackige Karotten sind viel zu schade, um sie zu schälen: Sie schmecken oft aromatisch süßlich und direkt unter der Schale stecken besonders viele Nährstoffe wie Beta-Carotin, Eisen und Vitamin B6. Allerdings lassen sich das Gemüse im Kühlschrank meist nur etwa eine Woche lagern, bevor es auf unschönen Weise altert, oft weich und schrumpelig wird. Manchmal wird die Schale dann auch bitter.

Es gibt noch andere Theorien, warum Möhren bitter werden können, nicht alle davon sind jedoch belegt:

  • Lagerung mit reifen Tomaten, Birnen oder Äpfeln: Diese geben das Gas Ethylen ab, das die Möhren bitter machen soll.
  • Schimmel: Schwarze Flecken an der Möhre könnten ein Hinweis darauf sein. Sind diese noch „jung“, reicht ein großzügiges Schälen, schmeckt eine Möhre mit dunklen Stellen bitter, sollte sie entsorgt werden.
  • Bodenfrost oder Schädlinge: Diese Eingriffe ins Wachstum führen bei der Pflanze zu einer Stressreaktion und lässt sie bitter werden.
  • Transport: Wenn die Karotten nach der Ernte eng anliegend (zum Beispiel im Plastikbeutel) über mehrere Minuten hinweg zu stark geschüttelt werden.

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Karotten schälen: Beim Dämpfen oder für Babynahrung ist es sinnvoll

Es gibt aber auch andere Gründe, Möhren zu schälen, und zwar kulinarische: Da die Schale bei einigen Sorten eine etwas andere Textur als der Rest der Karotte hat, kann sie härter oder gröber sein, dies ist in der feineren Küche oftmals störend. Vor allem beim Dämpfen, der gesündesten Zubereitungsart, aber für ein glattes Püree, eine Suppe oder Babynahrung bietet sich das Schälen an. Beim Entsaften und Braten von Möhren, für eine Brühe, einen Sud oder eine Sauce, die am Ende abgeseiht werden müssen, ist es besser, die Schale dranzulassen.

Natürlich sollten Sie Ihr Obst und Gemüse immer waschen, am besten mit Salzwasser, um das Risiko von Krankheiten und Pestiziden zu verringern, schließlich wächst das Gemüse in der Erde. Und wenn Sie die Karotten geschält haben, heißt das nicht, dass Sie die Schalen wegwerfen müssen. Solange sie nicht bitter oder zu stark mit Erde besetzt sind, lassen sich Karottenschalen zum Beispiel in einer Brühe oder im Kuchen weiterverwerten.

Übrigens, ob Sie Karotten schälen oder nicht, mag Geschmackssache sein, allerdings ist es in puncto Gesundheit sehr zu empfehlen, Möhren statt roh öfter gegart zu verzehren, am besten mit etwas Fett wie Butter, Sahne oder Öl. Denn dadurch kann das Beta-Carotin, die Vorstufe des Vitamin A vom Körper besser aufgenommen werden.

Rubriklistenbild: © Cavan Image/Imago

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