Kommt oft mit der Nebenkostenabrechnung

Prüfen Sie Ihre Heizkostenabrechnung: Fünf häufige Fehler, die Sie bares Geld kosten

Die jährliche Heizkostenabrechnung ist öfter falsch, als gedacht. Mieter sollten deshalb die gängigsten Fehlerquellen kennen, um nicht zu viel zu bezahlen.

Wenn die Heizkostenabrechnung ins Haus flattert, ist das nicht unbedingt ein Grund zur Freude. Gerade in Zeiten gestiegener Energiekosten werden teils hohe Nachzahlungen fällig. Bevor Mieter die Abrechnung zähneknirschend bezahlen, sollten sie jedoch unbedingt noch mal einen Blick hineinwerfen: Heizkostenabrechnungen sind oft falsch und enthalten Fehler, die Mieter bares Geld kosten.

Viele Heizkostenabrechnungen sind falsch. Mieter sollten die Rechnung deshalb immer genau prüfen.

Heizkostenrechnung prüfen: Achten Sie auf diese Punkte

Die Heizkostenabrechnung wird Mietern oft zusammen mit der Nebenkostenabrechnung zugestellt. Grundsätzlich können sie jedoch auch getrennt voneinander erfolgen. Dabei passieren Vermietern durchaus Fehler bei der Abrechnung. Die gängigsten Fehlerquellen in der Heizkostenabrechnung:

  1. Verspätete Abrechnung: Genau wie bei der Nebenkostenabrechnung muss die Heizkostenabrechnung laut § 556 III 2 BGB spätestens 12 Monate nach Ende des Abrechnungszeitraums beim Mieter eingehen. Für das Abrechnungsjahr 2021 etwa, muss die Rechnung bis um 31.12. 2022 zugestellt werden.
  2. Falscher Abrechnungszeitraum: Der Abrechnungszeitraum darf vom Vermieter frei bestimmt werden. Dabei darf er jedoch längstens 12 Monate betragen. Einige rechnen das Kalenderjahr ab, andere wiederum die Zeit der Heizperiode von Anfang Oktober bis Ende April.
  3. Falsche Ablesewerte: Der Vermieter muss die Heizkostenabrechnung auf Grundlage der korrekten Ablesewerte erstellen. Zur Sicherheit können Mieter vom Ablesedienst einen Ablesebeleg anfordern oder am Tag der Ablesung die Verbrauchswerte selbst notieren und so mögliche Fehler aufdecken.
  4. Keine Umlage nach Verbrauch: Die Abrechnung der Heizkosten muss möglichst nach dem individuellen Verbrauch erfolgen, mindestens zu 50 bis 70 Prozent. Der Rest darf umgelegt werden. „Rechnet der Vermieter die gesamten Heizkosten mittels Umlageschlüssel ab, können Mieter die Abrechnung unter Umständen um 15 Prozent kürzen“, weiß das Verbraucherportal mieterengel.de.
  5. Mieterwechselgebühr bei Umzug: Bei Mieterwechsel muss eine Zwischenablesung der Heizung durchgeführt werden. Die Kosten für den Nutzerwechsel muss der Vermieter tragen und darf nicht auf die Bewohner abgewälzt werden.

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Heizkostenabrechnung: Mieter dürfen Einsicht in die Unterlagen verlangen

Um Fehler in der Heizkostenabrechnung zu prüfen, kann es für Bewohner von Mietshäusern hilfreich sein, die Verbrauchskosten der anderen Mieter zu kennen. Dafür dürfen Mieter auch die Unterlagen des Vermieters einsehen, die zur Erstellung der Betriebs- und Heizkostenabrechnung herangezogen wurden und sogar Fotos sowie Notizen machen.

Bei Fehlern Widerspruch gegen Heizkostenabrechnung einlegen

Haben Sie Fehler in der Heizkostenabrechnung entdeckt, sollten Sie unbedingt schriftlich Widerspruch dagegen einlegen. „Nachdem Sie Ihre Nebenkostenabrechnung erhalten haben, können Sie innerhalb von zwölf Monaten schriftlich Widerspruch einlegen. Danach ist in der Regel kein Widerspruch möglich“, schreibt die Verbraucherzentrale. Ein entsprechender Musterbrief ist auf der Seite der Verbraucherzentrale einsehbar.  

11 Mythen über das Energiesparen, auf die viele immer noch hereinfallen – Sie auch?

Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus.
Strom verbraucht am meisten Energie im Haushalt? Falsch! Nur sechs Prozent beträgt der Stromverbrauch am Gesamtenergieverbrauch. Die Heizung dagegen macht stolze 75 Prozent aus. © Fotostand/Imago
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.
Der Backofen muss in der Regel nicht vorgeheizt werden, da er sich ohnehin schnell erwärmt. Lediglich bei empfindlichen Teigen, wie Pizza oder Soufflé, ist ein Vorheizen sinnvoll.  © Michael Bihlmayer/Imago
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie.
Bei der Mikrowelle kommt es laut GEO darauf an: Bei Gerichten bis zu einem halben Kilogramm lohnt es sich, diese in der Mikrowelle zu erhitzen. Bei größeren Speisen verbraucht die Erwärmung auf dem Herd weniger Energie. © CHROMORANGE/Imago
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen.
Um das dreckige Geschirr nach dem Essen wieder sauber zu bekommen, ist der Geschirrspüler in der Regel die sparsamste Methode. Nur bei Single-Haushalten lohnt es sich, sein Geschirr per Hand zu spülen. © Westend61/Imago
Das Kurzwaschprogramm der Waschmaschine verbraucht nicht weniger, sondern sogar mehr Strom als ein normaler Waschgang. Schließlich muss mehr Energie aufgebracht werden, um in kürzerer Zeit auf das Waschergebnis zu kommen.
Das Kurzwaschprogramm der Waschmaschine verbraucht nicht weniger, sondern sogar mehr Strom als ein normaler Waschgang. Schließlich muss mehr Energie aufgebracht werden, um in kürzerer Zeit auf das Waschergebnis zu kommen.  © Shotshop/Imago
Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie – und sind schon lange keine Energiefresser mehr.
Wer einen Wärmepumpentrockner besitzt, kann seine Klamotten nach dem Waschgang getrost in den Trockner stecken. Im Vergleich zu früheren Kondensationstrocknern sparen diese 70 Prozent Energie – und sind schon lange keine Energiefresser mehr.  © YAY Images/Imago
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Ein voller Kühlschrank verbraucht mehr Strom als ein leerer? Ebenfalls ein hartnäckiger Mythos, der sich immer noch hält. Je leerer der Innenraum ist, desto schneller entweicht sogar die gekühlte Luft, was wiederum den Energieverbrauch steigert. © Michael Gstettenbauer/Imago
Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch laut Hersteller um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter sollten Sie deshalb abtauen.
Unterschätzt wird dagegen Eis im Gefrierschrank: eine dicke Eisschicht erhöht den Energieverbrauch laut Hersteller um bis zu 15 Prozent. Ab einem Zentimeter sollten Sie deshalb abtauen. © CHROMORANGE/Imago
Altgeräte auszutauschen lohnt sich nicht, solange sie laufen? Ein Irrtum, der Sie bares Geld kostet. Alte Kühlschränke & Co. verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Wechsel bereits nach zehn Jahren ratsam ist.
Altgeräte auszutauschen lohnt sich nicht, solange sie laufen? Ein Irrtum, der Sie bares Geld kostet. Alte Kühlschränke & Co. verbrauchen wesentlich mehr Energie als neue, weshalb ein Wechsel bereits nach zehn Jahren ratsam ist. © Gottfried Czepluch/Imago
Viele denken auch, dass Ladegeräte nur Strom ziehen, wenn sie am Handy angesteckt sind. Falsch! Deshalb immer den Stecker vom Netz nehmen, wenn Sie es nicht benötigen.
Viele denken auch, dass Ladegeräte nur Strom ziehen, wenn sie am Handy angesteckt sind. Falsch! Deshalb immer den Stecker vom Netz nehmen, wenn Sie es nicht benötigen. © MiS/Imago
Und auch unter der Dusche gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen. Pro Minuten prasseln hier nämlich 15 Liter Wasser aus der Leitung. Duschen ist also nur dann sparsamer als ein Vollbad (100 Liter), wenn Sie weniger als sieben Minuten unter der laufenden Brause stehen.
Und auch unter der Dusche gilt: Wasser abdrehen, wenn Sie es nicht brauchen. Pro Minuten prasseln hier nämlich 15 Liter Wasser aus der Leitung. Duschen ist also nur dann sparsamer als ein Vollbad (100 Liter), wenn Sie weniger als sieben Minuten unter der laufenden Brause stehen. © Michael Bihlmayer/Imago

Fehler in Heizkostenabrechnung entdeckt? Das spart bares Geld

Laut Mieterengel.de kann es sich durchaus lohnen, die Heizkostenabrechnung auf Unstimmigkeiten zu durchsuchen oder sie gleich von Fachleuten prüfen zu lassen. War die Abrechnung zu hoch, gibt‘s Geld zurück. Kam die Abrechnung zu spät, müssen Mieterinnen und Mieter eventuelle Nachforderungen gar nicht mehr bezahlen (es sei denn, den Vermieter trifft keine Schuld). Selbst wenn die Prüfung ergeben sollte, dass die Heizkostenabrechnung zu niedrig angesetzt war, müssen Sie keine Nachzahlung befürchten – Sie zahlen nur den Betrag aus der ursprünglichen Rechnung. Damit die Heizkostenabrechnung gar nicht erst so hoch wird, lohnt es sich ein paar Tipps zu befolgen, die „hunderte Euro“ an Heizkosten sparen.

Genau angeschaut? Stimmen Sie mit ab.

Rubriklistenbild: © ligfietsheizer/Imago

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