Tipps

So werden Sie mit Grauschimmel auf den Pflanzen fertig

Erntehelfer riecht an Weintrauben.
+
Grauschimmel befällt besonders gerne auch Weintrauben. (Symbolbild)

Grauschimmel ist einer der häufigsten Pilze, der vor allem geschwächte Pflanzen befällt. Wir erklären Ihnen alles zur Graufäule und wie Sie sie bekämpfen.

  • Grauschimmel ist eine äußerst lästige Pilzkrankheit.
  • Ist sie erst einmal da, lässt sie sich nur schwer loswerden.
  • Wir zeigen Ihnen, was Sie zur Vorbeugung und Bekämpfung tun können.

Grauschimmel, auch Graufäule genannt, konnten Sie bestimmt auch schon einmal an einer Ihrer Pflanzen beobachten. Es handelt sich hierbei um eine häufig vorkommende Pflanzenkrankheit*, die durch den Schimmelpilz Botrytis cinerea verursacht wird. Er macht sich durch den grauen Pilzrasen bemerkbar, der sich auf den Blättern und Früchten der Pflanze bildet und die befallenen Stellen faulen lässt.

Grauschimmel: Das sollten Sie zur Pilzkrankheit wissen

Der Grauschimmel fällt in die Klasse der Schlauchpilze und kann über 235 Wirtspflanzen befallen. Am besten überlebt er bei Temperaturen von 22 bis 25 Grad Celsius, aber auch bei höheren Temperaturen fühlt er sich wohl. Besonders in Zusammenwirkung mit einer feuchten Umgebung breitet sich der Pilz fast überall im Garten aus - an Tomaten, Zwiebeln oder Salat, aber genauso an Beerenobst wie Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren oder Stachelbeeren. Auch der Ziergarten mit Rosen, Tulpen oder Rhododendron bleibt vom Grauschimmel nicht verschont.

Woher kommt der Grauschimmel an meinen Pflanzen?

Der Grauschimmelpilz überwintert entweder als harte Dauerform, Sklerotien genannt, oder als Myzel auf abgestorbenen Pflanzenteilen. Daraus verbreiten sich im Frühjahr Sporen, die Ihre Pflanzen infizieren. Sowohl Wind als auch Spritzwasser sorgen für die rasche Ausbreitung des Grauschimmels.

Auch interessant: Mit diesen Hausmitteln bekämpfen Sie Mehltau jetzt erfolgreich.

Grauschimmel bekämpfen - mit Hausmitteln

Sobald Sie die ersten Anzeichen von Grauschimmel an den Pflanzen festgestellt haben, sollten Sie schnell sein: Entfernen Sie die befallenen Pflanzenteile, indem Sie die betroffenen Stellen mit einer scharfen Gartenschere zurückschneiden - es soll nur gesundes Gewebe übrig bleiben. Anschließend sollten Sie auch Ihr Gartenwerkzeug desinfizieren, um den Pilz nicht versehentlich an andere Pflanzen weiterzutragen. Die abgeschnittenen, befallenen Pflanzenteile werfen Sie in den Hausmüll. Denn auch auf dem Kompost kann der Schimmel überleben und im nächsten Jahr für Unheil sorgen.

Richtiges Gartenwerkzeug

Damit Ihre Pflanzen bei der Gartenarbeit keinen Schaden nehmen ist hochwertiges Gartenwerkzeug nötig. In einem Gartentrolley (werblicher Link) lassen sich die Geräte zudem handlich transportieren.

Da der Grauschimmel besonders bei geschwächten Pflanzen auftritt, ist es sinnvoll, Ihre Garten- oder Hausgewächse von Vornherein zu stärken. Dabei hilft eine Brühe, die Sie aus Schachtelhalmen herstellen: Besorgen Sie sich einfach etwa 100 Gramm Ackerschachtelhalme und machen Sie diese klein. Dazu geben Sie einen Liter Wasser und lassen das Ganze dann 24 Stunden ziehen. Danach fügen Sie im Verhältnis 1:10 Gießwasser hinzu, um die Brühe noch weiter zu verdünnen.

Danach ist Ihr Mittel einsatzbereit: Sprühen Sie es einfach auf die Blätter der Pflanzen - sie sorgt dafür, dass sich die oberste Zellschicht verstärkt und macht sie somit robuster gegenüber Pilzkrankheiten. Erdbeeren können Sie auch schon vor dem Setzen in Schachtelhalmbrühe tauchen, um das spätere Wachstum zu unterstützen.

Weiterhin bietet sich Knoblauch als Mischkultur an, wenn Sie vermeiden wollen, dass sich Ihre Pflanzen den Schimmelpilz einfangen. Achten Sie zudem auf Sorten, die robust gegenüber Pilzkrankheiten sind. Wie 24garten.de* berichtet, können Pilzkrankheiten bei Pflanzen sogar Baumkrebs auslösen.

Falls alles nichts mehr hilft, ist auch der Einsatz eines zugelassenen Fungizids möglich. Dieses bringen Sie am besten aus, sobald die ersten Symptome des Pilzes sichtbar sind. Da es sich um chemische Mittel handelt, sollten Sie diesen Eingriff vermeiden. *Merkur.de und 24garten.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Lesen Sie auch: Artenvielfalt: So sorgen Sie für blühendes Leben im heimischen Garten und auf dem Balkon.

Diese zehn Fehler können Ihren Garten ruinieren

Frau gießt ihre Blumen. Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern.
Gießen Sie Ihren Garten eher abends? Dann machen Sie es falsch. Denn es ist immer noch so heiß, dass der Großteil der Feuchtigkeit verdunstet. Deshalb ist die Mittagszeit auch der schlechteste Zeitpunkt, um die Gießkanne auszupacken. Am besten ist es, die Pflanzen morgens gegen sechs Uhr zu bewässern. ©  Westend61/Imago
Frau wässert Blumen mit Gartenschlauch. Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen.
Oft wird beim Gießen nicht besonders darauf geachtet, wieviel Wasser die Pflanzen eigentlich individuell benötigen. So brauchen Sie mediterrane Pflanzen meist nicht so stark bewässern, da sie schwüles Wetter gewöhnt sind. Als Faustregel gilt: Je größer die Blätter, umso mehr Wasser benötigt die Pflanze. ©  Westend61/Imago
Mann mäht seinen Rasen. Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage.
Die meisten Hobbygärtner verlassen sich bei der Gartenpflege auf den Rasenmäher mit Fangkorb. Doch dadurch lassen Sie sich eine einfache Gelegenheit, den Rasen zu düngen und vor der Hitze zu schützen, durch die Lappen gehen. Lassen Sie stattdessen den Schnitt als Mulch auf dem Rasen liegen - er versorgt ihn mit Nährstoffen und speichert Feuchtigkeit für heiße Tage. © Shotshop/Imago
Kübelpflanzen auf einer Terrasse. Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann.
Topfpflanzen bekommen meist genauso viel Zuwendung, wie alle anderen Pflanzen im Garten - doch das ist ein Fehler. Sie brauchen mehr Wasser, da sie von weniger Erde umgeben sind, die die Feuchtigkeit speichern kann. Deshalb müssen Sie täglich ausgiebig bewässert werden. Um die weggewaschenen Nährstoffe wieder herzustellen, brauchen Topfpflanzen zudem eine regelmäßig Düngung. © Shotshop/Imago
Mann gießt Jungpflanzen im Hochbeet. Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an.
Zu wenig gießen ist schlecht, aber zu viel gießen kann auch ein Problem werden. Denn bei Staunässe fangen die Wurzeln der Pflanzen im Erdreich zu faulen an. Gießen Sie also erst wieder, wenn die oberste Erdschicht angetrocknet ist. © imagebroker/Imago
Gartenbewässerung. Das Wasser sollte beim Gießen nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger.
Das Wasser sollte beim Gießen außerdem nicht auf den Blättern verteilt werden - wie zum Beispiel bei einem Rasensprenger. Feuchte Blätter sind nämlich der perfekte Nährboden für Krankheiten und Pilze. Zielen Sie stattdessen genau auf die Wurzeln oder nutzen Sie ein Tropfbewässerungssystem. © Panthermedia/Imago
Frau bearbeitet ihr Blumenbeet. Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind.
Schon beim Anlegen des Gartens drohen viele Fehler: Ein tolle Auswahl an Blumen und Stauden bringt nichts, wenn sie nicht richtig angeordnet sind. Pflanzen, die höher wachsen, sollten in zweiter Reihe stehen, damit die vorderen Blumen gut zu sehen sind und genügend Licht bekommen. © Westend61/Imago
Blumenmeer. Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet.
Beim Anpflanzen scheint das Beet noch ganz leer zu sein - deshalb neigen Hobbygärtner gerne dazu, die Zwiebeln und Samen dicht anzuordnen. Gedeihen die Pflanzen allerdings erst einmal, wird es schnell eng im Beet. Damit sie sich nicht gegenseitig beim Wachsen behindern, sollten Sie beachten, wie hoch und breit die Pflanzen werden können - und dementsprechend mehr Platz einberechnen. © Rolf Poss/Imago
Frau düngt ihren Salat mit Kompost. Zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihre Pflanzen düngen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen.
Auch für das Düngen braucht es ein gutes Händchen. Die einen machen es zu oft, die anderen überhaupt nicht. Doch zweimal im Jahr - Frühjahr und Herbst - sollten Sie Ihren Pflanzen diese Nährstoffzufuhr gönnen. Dazu reicht es, dem Boden einfach eine gute Menge Kompost hinzuzufügen. © Redeleit-L./Imago
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig.
Wenn manche Pflanzen nicht so wachsen wollen, wie sie sollen, liegt das nicht immer an der Pflege - sondern am Boden selbst. Vielleicht ist er zu sauer oder kalkig, zu sandig oder zu lehmig. Deshalb dürfen Sie nicht vergessen, vorher schon eine Bodenprobe zu nehmen und diese untersuchen zu lassen - damit Sie dem Erdreich den richtigen Dünger zufügen können. © YAY Images/Imago

Dieser Artikel enthält Affiliate-Links.

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Heizung dieses Jahr erst später anmachen? Bei niedrigen Temperaturen wird es kritisch
Heizung dieses Jahr erst später anmachen? Bei niedrigen Temperaturen wird es kritisch
Heizung dieses Jahr erst später anmachen? Bei niedrigen Temperaturen wird es kritisch

Kommentare