Auch für Mieter möglich

Gas sparen: Wie Sie mit einer kleinen Veränderung am Heizkörper viel Geld sparen

Wer Gas sparen will, sollte bei der Heizung anfangen, denn hier liegt laut Experten das größte Einsparpotential. Wie Sie sich jetzt schon auf den Winter vorbereiten.

Rund die Hälfte der Gebäude in Deutschland werden mit Gas beheizt. In Zeiten explodierender Gaspreise und einem drohenden Gasstopp durch Russland, bietet es sich also an, vor allem beim Heizen Gas einzusparen. Hier liegt tatsächlich auch das größte Einsparpotential, weiß Immanuel Stieß, Leiter des Forschungsschwerpunkts Energie und Klimaschutz im Alltag am Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE): „68 Prozent des Energieverbrauchs privater Haushalte entfallen auf das Heizen von Gebäuden“, sagt der Experte im Gespräch mit ZDFheute. Doch wie können Mieter und Eigenheimbesitzer Gas sparen, ohne im Winter frieren zu müssen? Tatsächlich lässt sich schon durch kleine Veränderungen der Energieverbrauch beim Heizen senken.

Wer das Thermostat an seiner Heizung etwas herunterdreht, kann seinen Gasverbrauch senken – und so Geld sparen.

Gas sparen beim Heizen: Raumtemperatur richtig einstellen

Vor allem die richtige Raumtemperatur bietet die größte Einsparmöglichkeit. Laut Verbraucherzentrale sparen Sie sich mit jedem Grad weniger etwa 6 Prozent Energie. Übertreiben Sie es aber nicht: In ungeheizten Räumen droht schnell Schimmelbildung – kälter als 16 Grad sollte es in keinem Raum sein. Für Schlafzimmer wird eine Raumtemperatur von 18° empfohlen, im Wohnzimmer dürfen es 21° Celsius sein.

Bei Standard-Thermostaten wird die Temperatur über Stufen (1-5) geregelt. Die Stufen entsprechen in der Regel etwa folgenden Raumtemperaturen:

  • Stufe 2: etwa 16° Celsius
  • Stufe 3: etwa 20° Celsius
  • Stufe 4: etwa 24° Celsius
  • Stufe 5: etwa 28° Celsius

Viele Bewohner stellen die Heizung gleich auf Stufe 5, in der Annahme, dass es dann schneller warm wird – das stimmt jedoch nicht. Tatsächlich verschwenden Sie damit lediglich Energie, weil der Raum übermäßig geheizt wird.

Diese Wasch-Tipps von Oma haben ausgedient

Frau legt Wäsche in Waschmaschine. Sie kennen bestimmt auch einige Wäsche-Tipps von Ihrer Großmutter - wie hilfreich sind sie?
Sie kennen bestimmt auch einige Hausmittel zum Wäsche waschen, die Ihnen Ihre Großmutter ans Herz gelegt hat. Aber wie nützlich sind diese Wäsche-Tipps wirklich? © Shotshop/Imago
Kirschen. Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel.
Hausmittel Nummer 1: Weißer Essig entfernt Obstflecken. Weißer Essig bringt leider nur wenig gegen hartnäckige Flecken von Obst oder Beeren. Versuchen Sie es lieber mit Bleichmittel. © Jakub Porzycki/Imago
Wäscheständer. Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie unbedingt beherzigen.
Hausmittel Nummer 2: Frische Blutflecken auf der Kleidung werden so schnell wie möglich mit kaltem Wasser ausgespült. Diesen Tipp sollten Sie laut dem Experten unbedingt beherzigen. Zusätzlich zum kalten Wasser können Sie Spülmittel oder Seife hinzugeben. Verwenden Sie jedoch niemals heißes Wasser: Die Wärme lässt den Eiweißanteil im Blut gerinnen und so wird der Fleck erst recht hartnäckig. © Joko/Imgo
Ein Teebeutel in einer Tasse Tee. Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten.
Hausmittel Nummer 3: Schwarztee auf der Kleidung wird mit dem Glasreiniger entfernt. Davon ist abzuraten: Wenn der Fleck noch frisch ist, hilft es bereits den Stoff mit Wasser einzuweichen. Anstatt Glasreiniger sollte ein Spezialfleckenentferner verwendet werden. © Petra Schneider/Imago
Hotdog mit Senf. Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind.
Hausmittel Nummer 4: Senfflecken gehen mit Sodawasser weg. Dieser Trick funktioniert nur, wenn die Flecken noch ganz frisch sind. Bei eingetrockneten Flecken helfen Fleckenvorbehandlungsmittel oder flüssiges Waschmittel. © Shotshop/Imago
Eine Frau bügelt. Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet. Feuchten Sie die Bürste einfach nur mit Wasser leicht an.
Hausmittel Nummer 5: Glanzflecken werden mit Essigwasser ausgebürstet.Vergessen Sie das Essigwasser und feuchten Sie die Bürste einfach leicht an. Den Glanzfleck aufrauen und dann ab in die Wäsche mit der Kleidung. © Shotshop/Imago
Erloschene Kerzen. Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur.
Hausmittel Nummer 6: Wachsflecken entfernen, indem man Löschpapier darüberlegt und darüber bügelt. Bei dieser Methode verschlimmert sich der Fleck nur - entfernen Sie das Wachs lieber zuerst mit der Hand und behandeln ihn dann mit einem Wachsfleckenentferner. Anschließend waschen Sie das Kleidungsstück bei höchst möglicher Temperatur in der Waschmaschine. ©  YAY Images/Imago
Kugelschreiber. Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt!
Hausmittel Nummer 7: Kugelschreiberflecken lassen sich mit Parfüm lösen. Das stimmt! Der Alkohol im Parfüm ist ein gutes Lösungsmittel. Beträufeln Sie den Kugelschreiberfleck damit, reiben Sie ihn ein und stecken Sie das Kleidungsstück in die Wäsche. © YAY Images/Imago
Wäschekorb vor einer Waschmaschine. Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten.
Hausmittel Nummer 8: Verwende Essig im letzten Spülgang anstatt Weichspüler. Auf diesen Tipp sollten Sie verzichten: Zwar hilft der Essig beim Reinigen der Wäsche... © Kirchner-Media/Imago
Defekte Waschmaschine steht auf einem Gehweg. Essig kann zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift.
... doch Essig kann auch zu einem großen Schaden an der Waschmaschine führen, da er Kunststoff- und Metallteile angreift. Also bleiben Sie lieber beim Weichspüler. © Frank Sorge/Imago

Programmierbare Thermostate bieten neues Potential zum Gas sparen

Die Einstellung über Stufen ist Ihnen zu ungenau? Inzwischen gibt es auch programmierbare Thermostate, die sich über ein Display oder eine App gradgenau auf die Wunschtemperatur im Wohnraum einstellen lassen. Sogar unterschiedliche Heizphasen für Tag/Nacht oder unterschiedliche Wochentage können vorab eingestellt werden. Programmierbare Thermostate lassen sich grundsätzlich an allen Heizkörpern anbringen, beim Kauf sind bereits Adapter dabei. Wer seine Thermostate so programmiert, dass sie die Raumtemperatur etwa tagsüber absenkt und gegen Feierabend wieder erhöht, kann so durchaus zusätzlich Gas sparen. Das hängt jedoch auch vom bisherigen Heizverhalten ab.

Dürfen auch Mieter das Thermostat austauschen?

Auch Mieter dürfen das vorhandene Thermostat gegen ein neues austauschen. Sie benötigen lediglich eine Wasserpumpenzange oder einen Schraubendreher. Nur wenn das Ventil mit ausgetauscht werden muss, sollte dies ein Fachmann erledigen. Bewahren Sie die alten Thermostate gut auf, denn beim Auszug müssen Sie den ursprünglichen Zustand der Wohnung und damit auch der Heizkörper wieder herstellen.

Übrigens, auch beim Duschen lässt sich einiges an Gas einsparen. Und auch der Energieverbrauch des Kühlschranks kann mit einfachen Kniffen sofort gesenkt werden. (as)

Rubriklistenbild: © Imago/Political-Moments

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