Kontrolle erwünscht

Von Blattlaus bis Spinnmilbe: Pflanzen-Schädlinge im Winterquartier möglichst schnell bekämpfen

Wer seine Pflanzen im Haus überwintert und nicht aufpasst, hat oft mit Schädlingen wie Blattläusen zu kämpfen. Hier besteht rascher Handlungsbedarf.

Nun hat man die Pflanzen gerade rechtzeitig vor dem Frost in Sicherheit gebracht, da droht im Winterquartier schon die nächste Gefahr: Schädlinge wie Blatt- und Wollläuse, Spinnmilben oder Weiße Fliegen heißen die grünen Neuankömmlinge in den vier Wänden herzlich willkommen – wenn sie nicht schon von draußen mit eingeschleppt wurden. Eine regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge ist daher das A und O bei der Überwinterung von Kübelpflanzen aus dem Garten oder vom Balkon.

Blattlaus, Spinnmilbe & Co.: Bei Überwinterung schnell bekämpfen

Die eher unscheinbare Schildlaus zählt zu den häufigen Pflanzenschädlingen im Winterquartier.

Wer das Ungeziefer nicht ernst nimmt und zeitnah bekämpft, kann seine sonst sorgsam umhegten Pflanzen innerhalb weniger Wochen verlieren – und das gilt nicht nur für die aus dem Garten, sondern auch für Zimmerpflanzen, auf die die Schädlinge überwandern können. Die Plagegeister wittern die empfindlichen Pflanzen regelrecht. Temperaturunterschiede, wenig frische Luft, andere Lichtverhältnisse und mangelnde Pflege im Winterquartier schwächen Geranien & Co. und locken die Schädlinge an wie Zecken das Blut.

Damit es nicht so weit kommt, sollte man krankes und welkes Laub beim Einwintern entfernen und die Kübelpflanzen sofort auf Schädlinge kontrollieren. Sehr häufig sind:

  • Weiße Fliege: An den Blattunterseiten findet man laut Gartenflora.de ausgewachsene Tiere, Larven und Eier.
    Bekämpfung: mit Gelbtafeln, Seifenlauge und Raps- oder Neemöl-Präparaten.
  • Blattläuse und Schildläuse: Braune oder grüne Läuse sowie klebrige Spuren auf Blättern und Ästen.
    Bekämpfung: Tiere mit Küchenpapier oder dem Messerrücken entfernen und die Pflanze mit einem Rapsöl-Präparat oder einer Mischung aus Schmierseife und Spiritus behandeln.
  • Wolllaus: weiße, klebrige, „wollartige“ Läuse auf Blättern und in oberer Erdschicht.
    Bekämpfung: Neemöl für die Blätter; Läuse aus der Erde entfernen, die Pflanze bei starkem Befall umtopfen.
  • Spinnmilben: Ein feines, oft rötliches, spinnennetzartiges Gespinst mit winzigen spinnenähnlichen Tieren.
    Bekämpfung: Pflanze abduschen, regelmäßig mit Wasser besprühen und eventuell eine Plastiktüte um die Pflanze wickeln, sodass eine hohe Luftfeuchtigkeit entsteht.

Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel

Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
Um den Geruch von Zimt machen Trauermücken, Ameisen und ungewünschte Nagetiere einen Bogen. © Panthermedia/Imago
Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
Ein Häuschen und ein Zaun aus Streichhölzern gebastelt auf einem Kunstrasen mit blauem Hintergrund
Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
In einem Badezimmer hält eine Frau ein Stück Seife über ein Waschbecken und lässt Wasser darauf laufen
Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
Ein Holzlöffel mit Natronpulver liegt auf einem Holzuntergrund
Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

Gute Bedingungen für Pflanzen im Winterquartier schaffen

Auf Nummer sicher geht man am besten, indem man die befallenen Pflanzen von anderen isoliert. Folgende Maßnahmen sind beim Umzug in das Winterquartier außerdem wichtig:

  • Ein Rückschnitt ist je nach Pflanze förderlich, da er die Blattmasse verringert, die Kraft raubt und in der sich noch mehr Schädlinge einnisten können.
  • Eine eher niedrige Raumtemperatur schützt die Pflanzen besser als zu warme, trockene Heizungsluft.
  • Nicht zu viel gießen.
  • In einem zu dunklen Raum liefern Pflanzenlampen Energie und Kraft, sich Schädlingen zu widersetzen.
  • An milden Wintertagen vertragen die Pflanzen laut Mein schöner Garten eine Kältephase vor der Tür.

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Auch wenn in der Anfangszeit noch alles gut gegangen ist, sollte man die Pflanzen weiterhin etwa einmal in der Woche auf Schädlinge untersuchen.

Rubriklistenbild: © Manfred Ruckszio/Imago

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