Räuberische Nützlinge

Blattläuse bekämpfen: Schlupfwespen erledigen die Schädlinge effektiv

Blattläuse sind der Feind jedes Gärtners. Wer die Schädlinge dezimieren möchte, kann Schlupfwespen einsetzen, die ihre Eier in die Läuse legen.

Münster – Wenn sich Blattläuse in Scharen über die schönen Blumen und das Gemüsebeet hermachen, möchte manch Hobbygärtner verzweifeln. Doch gegen diese scheinbare Übermacht kann man sich zur Wehr setzen, indem man die Schädlinge mit Nützlingen wie der für den Menschen ungefährlichen Schlupfwespe bekämpft.

Blattläuse bekämpfen: Schlupfwespen erledigen die Schädlinge wirkungsvoll

Blattlaus-Schlupfwespen legen Eier in die Schädlinge. (Symbolbild)

Der biologische Kreislauf der Schlupfwespe klingt grausam, ist aber eine wirkungsvolle Hilfe gegen die lästigen Blattläuse: Mit ihrem guten Suchvermögen spürt die Schlupfwespe die Läuse auf und legt mit ihrem Stachel ein Ei in den Schädling. Nach etwa zwei Tagen schlüpft daraus eine Larve, die sich von der Blattlaus ernährt und als erwachsenes Tier aus der Laus schlüpft. Dabei sind verschiedene Schlupfwespenarten auf jeweilige Blattlausarten spezialisiert.

Der Einsatz von Schlupfwespen sollte möglichst schon vor zu starkem Blattlausbefall erfolgen. Nach Angaben der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen kann man die Nützlinge folgendermaßen gegen die Läuse einsetzen:

  • Schlupfwespen bestellt man als erwachsene Tiere oder im Puppenstadium, sie kommen in Kunststoffbehältern oder Pappröhrchen ins Haus. Es gibt auch verschiedene Mischungen, die man gezielt für Beerenobst, Gemüse, Kräuter oder Zierpflanzen einsetzt.
  • Ist die Blattlausart bekannt, kann gezielt eine Schlupfwespenart gegen den Schädling eingesetzt werden und ist dementsprechend wirkungsvoller.
  • Im Gewächshaus oder Wintergarten ist der Einsatz von Schlupfwespen besonders effektiv: Stellen Sie die Behältnisse mit den Wespen an einem vor Wasser und direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort auf. Die Tiere machen sich dann eigenständig auf die Suche nach Blattläusen.
  • Pro Quadratmeter lässt man ein bis zwei Tiere alle ein bis zwei Wochen frei. Vorbeugend reichen weniger Schlupfwespen. Die meisten Schlupfwespenarten benötigen eine Temperatur von wenigstens 15 Grad, um wirksam zu sein.

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Schlupfwespen mit einem naturnahen Garten anlocken

Schlupfwespen sind auch natürliche Feinde von anderen Schädlingen wie der Weißen Fliege, Minierfliege oder Motten. Wer die Wespen nicht kaufen möchte, kann auch versuchen, die kleinen Tierchen als Nützlinge in den Garten zu locken. Vor allem hohe Gräser, Totholz, Laub- und Steinhaufen bieten gute Rückzugs- und Überwinterungsmöglichkeiten für die Tiere.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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