Fehlende Wertschätzung

Feedback fehlt, Gehalt ist mau? Dann sind Sie Ihrem Arbeitgeber womöglich egal: Fünf Anzeichen, die ihn verraten

Bei der Arbeit verbringen wir viel Zeit – da wäre es gut, wenn die Atmosphäre stimmt. Anhand dieser Anzeichen merken Sie, dass Sie dem Arbeitgeber egal sind.

Einige Studien zeigen: Die Arbeitsatmosphäre und die Arbeitszufriedenheit sind wichtige Kriterien für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Wenn das nicht stimmt, dann neigen Menschen dazu, sich nach anderen Möglichkeiten umzusehen. Sollten Sie sich fragen, ob Sie Ihrem Arbeitgeber egal sind, können Ihnen diese Anzeichen Klarheit verschaffen.

Wertschätzung: Sind Sie Ihrem Arbeitgeber egal?

Fehlende Wertschätzung im Job kann dazu führen, dass Sie weniger produktiv sind. (Symbolfoto)

Oft kommen diese kleinen Unsicherheiten und Fragen in ganz normalen Alltagssituationen auf. Manchmal fragen Sie sich, ob Ihre Arbeit überhaupt gesehen wird und ob Ihre Arbeit wirklich einen Sinn ergibt. Das könnten erste Vorboten davon sein, dass Sie unzufrieden in Ihrem Job sind und sich nicht wertgeschätzt fühlen. Folgende Anzeichen können dies verstärken.

1. Anzeichen: Sie bekommen kein Feedback

Feedback zu der eigenen Arbeit zu bekommen, kann sehr motivierend sein – wenn jegliches Feedback fehlt, dann sind die Auswirkungen auch spürbar. Das kann demotivierend wirken und die Produktivität schwächen. Mehr noch, es gibt einige Abstufungen. Bekommen Sie kein Feedback, weil Ihr Chef oder Ihre Chefin gar nicht weiß, woran Sie arbeiten? Ist Ihre Arbeit einfach „egal“ und Sie werden bewusst nicht gefördert? Was auch immer dahintersteckt: In dieser Umgebung können Sie sich nur schwer weiterentwickeln.

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2. Anzeichen: Das Gehalt stimmt nicht

Das Gehalt ist natürlich ein Punkt, an dem Sie persönlich wohl mit am ausdrucksstärksten merken, ob Sie wertgeschätzt werden oder nicht. Wird Ihre Leistung nach Wert bezahlt oder sind Sie eine billige Arbeitskraft? Passt Ihr Verdienst zu Ihrer Position und zu der Verantwortung, die Sie tragen?

3. Anzeichen: Gibt es die Möglichkeit, Homeoffice zu machen?

Freiheiten und Vertrauen – wenn Chefs und Chefinnen Ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern das entgegenbringen, beeinflusst das selbstverständlich das Arbeitsklima und die Produktivität. Ebenso ist dies der Fall, wenn es keine freien Einteilungen innerhalb des Teams gibt. Gerade für die neuen Generationen sind flexible Arbeitsmodelle wichtig – und auch ein Grund, einen Job anzutreten bzw. zu wechseln.

Kündigung des Arbeitsvertrags: Die wichtigsten Fakten, die jeder kennen sollte

Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt.
Bei einer Kündigung des Arbeitsvertrags gibt es viele rechtliche Fallstricke zu beachten - egal ob sie vom Arbeitgeber oder Arbeitnehmer aus erfolgt. © Patrick Pleul / dpa
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus.
Ein Arbeitsvertrag muss immer schriftlich gekündigt werden, und zwar mit einer Original-Unterschrift und dem vollen Namen. E-Mail, Textnachricht oder Fax reichen hier nicht aus. © Jan-Philipp Strobel / dpa
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters.
Wie lange die Kündigungsfrist dauert, können Arbeitnehmer ihrem Arbeitsvertrag entnehmen. Laut Gesetz beträgt sie jedoch mindestens vier Wochen. Während der Probezeit gilt eine kürzere Kündigungsfrist von zwei Wochen. Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber verlängert sich je nach Dauer der Betriebszugehörigkeit des Mitarbeiters. © Patrick Pleul / dpa
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben.
Wer kündigen will, sollte seine Kündigung dem Chef oder der Personalabteilung persönlich übergeben oder per Post verschicken - am besten per Einschreiben. © Monika Skolimowska / ZB / dpa
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen
Kann ich eine Kündigung auch zurückziehen? Ja, aber nur wenn sie der Vorgesetzte noch nicht gelesen hat. Dann müssen Sie die Kündigung schriftlich widerrufen. © Patrick Pleul / dpa
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig.
Der Kündigung durch den Arbeitgeber muss in der Regel eine Abmahnung vorausgehen. Drei Abmahnungen, wie oft angenommen wird, sind dafür nicht nötig. © Robert Schlesinger / dpa Zentralbild / dpa
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz.
Bei Kündigungen unterscheidet man zwischen einer ordentlichen und einer außerordentlichen bzw. fristlosen Kündigung. Eine ordentliche Kündigung erfolgt mit einer Kündigungsfrist. Die Gründe können vielschichtig sein - von betriebsbedingten Gründen bis hin zu Arbeitsverweigerung oder Alkoholkonsum am Arbeitsplatz. © Tobias Hase/ dpa
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen.
Wer den Arbeitgeber bestiehlt oder andere "erhebliche" Pflichtverstöße begeht, muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. © Jens Büttner / dpa
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam.
Wer eine Kündigung in seinem Briefkasten vorfindet, der sollte sofort einen Anwalt einschalten. Nicht selten sind Kündigungen, etwa auf Grund von Formfehlern, unwirksam. © Ralf Hirschberger/dpa (Archivbild/Symbolbild)
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen.
Egal ob die Kündigung rechtswirksam ist oder nicht: Melden Sie sich im Falle einer Kündigung schnellstmöglich bei der Agentur für Arbeit. Sonst droht eine Sperrzeit für das Arbeitslosengeld und es können Lücken im Versicherungsschutz entstehen. © Jens Kalaene / ZB / dpa

4. Anzeichen: Kommunikation – eigene Ideen und Informationsweitergabe

Sie haben keinen Raum, eigene Ideen zu äußern und Lösungsansätze zu präsentieren. Ihre Expertise wird Ihnen direkt oder indirekt abgesprochen, indem Sie übergangen werden. Allgemein kommen Informationen, die das Unternehmen betreffen, spät bei Ihnen an. Hier gelingt die Kommunikation nicht, wie sie soll – das kann frustrierend sein. Ebenfalls werden Sie bei möglichen Beförderungen übergangen, obwohl Ihre Leistung und Ihre Qualifikationen stimmen.

5. Anzeichen: Die Arbeitsausstattung lässt zu wünschen übrig

Das Arbeitsumfeld ist ein entscheidender Faktor. Das fängt bei Lichtverhältnissen an und hört bei der Technik auf. Veraltete Einrichtung oder Technik können ein Zeichen sein, dass Sie Ihrem Arbeitgeber egal sind. Wie wird darauf reagiert, wenn Sie Technik-Zubehör benötigen? Stoßen Sie bei Ihrem Chef oder Ihre Chefin auf Gehör oder dürfen Sie gar nicht ausreden?

Rubriklistenbild: © Diego Cervo/Imago

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